Landesbischöfin Kristina Kühnbaum Schmidt betont Bedeutung des Engagements für Klimagerechtigkeit
04. Juni 2026
Der Klimabeirat der Nordkirche konstituiert sich am 2. Juni 2026 in Lübeck. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum Schmidt betont die Bedeutung des Engagements für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und die Umsetzung der ambitionierten Ziele der Nordkirche.
Mit der konstituierenden Sitzung nimmt heute (2. Juni 2026) der Klimabeirat der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) seine Arbeit auf. Das Gremium wurde von der Landessynode im September 2025 im Zuge der Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche eingerichtet. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt würdigt die Bedeutung des neuen Beirates: „Ich freue mich, dass Menschen unterschiedlicher Generationen und Fachrichtungen sich gemeinsam über die künftige Klimaschutzstrategie und den Klimaschutzplan unserer Landeskirche verständigen wollen. Die Nordkirche hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, die entschlossen und verlässlich umgesetzt werden sollen.“
Breite Expertise für Zukunftsaufgaben
Mit Blick auf die aktuelle Lage betont Kristina Kühnbaum‑Schmidt, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, die Dringlichkeit des kirchlichen Engagements: „Wie wichtig unser Einsatz ist, zeigt der jüngste Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen. Er macht deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung wohl nicht ausreichen, um die gesetzlich verankerten Klimaziele zu erreichen. Auch deshalb braucht es starke gesellschaftliche Akteure wie die Kirchen, die Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln.“
Impulse für die Klimaschutzstrategie der Nordkirche
Der Klimabeirat wird künftig die Kirchenleitung beraten, Maßnahmen begleiten und Impulse für die Weiterentwicklung der Klimaschutzstrategie der Nordkirche geben. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen unter anderem die Wahl des Vorsitzes, die Bildung von Ausschüssen sowie eine Präsentation zur Strategie der Gebäudetransformation durch GP JOULE Consult.
Hintergrund: Nordkirche und Klimaschutz
Als eine der ersten Landeskirchen hat die Nordkirche 2022 ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Diese wurde im September 2025 von der Landessynode neu gefasst und geschärft. Es verpflichtet alle kirchlichen Ebenen zu konkreten Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Bis 2040 soll die Nordkirche treibhausgasneutral werden. Als Zwischenziel sollen die Emissionen bis 2035 um 90 Prozent reduziert werden. Zudem wurde die Verpflichtung, mindestens 0,8 Prozent der Kirchensteuerzuweisungen für Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden, bis zum Haushaltsjahr 2040 verlängert. Ziel sind die Reduktion der Emissionen in den Bereichen Gebäude, Landnutzung und Mobilität sowie der Ausbau erneuerbarer Energien auf kirchlichen Flächen und die Förderung nachhaltiger Beschaffung sowie eine klimabewusste. Verwaltungspraxis.
