Gottesdienst in der Versöhnungskirche Rattey

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: Nächstenliebe ist Ausdruck des Glaubens selbst

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.© Theresa Lange

28. August 2026 von Dieter Schulz

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt predigt am 30. August 2026 in Rattey über Nächstenliebe, Menschlichkeit und Zusammenhalt. Sie betont die Bedeutung gelebter Nächstenliebe für ein freies und menschliches Leben.

Am Sonntag, 30. August 2026, predigt die Landesbischöfin der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum‑Schmidt, um 14.00 Uhr in der Versöhnungskirche Rattey über die Erzählung vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25–37). Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Nächstenliebe – und ihre Bedeutung für ein menschliches und freies Leben. Die Landesbischöfin folgt einer Einladung des Fördervereins Versöhnungskirche Rattey, gemeinsam mit der Petrus‑Kirchengemeinde Woldegk.

„Mein Nächster ist der Mensch, der sich mir mit seiner Not nahelegt“

Die Landesbischöfin wird in der Predigt die zentrale Frage des Evangeliums aufgreifen: „Wer ist mein Nächster?“ Jesus gebe darauf eine ebenso schlichte wie herausfordernde Antwort, so die Leitende Geistliche der Nordkirche. „Mein Nächster, meine Nächste ist der Mensch, der sich mir mit seiner Not, seiner Sorge, seiner Angst nahelegt.“ Kristina Kühnbaum-Schmidt ist überzeugt: „Nächstenliebe ist kein abstrakter Begriff, sondern geschieht im Alltag – im Gespräch vor dem Einkaufsladen, im Wartezimmer, im Austausch nach dem Gottesdienst oder im Blick auf die Nachrichten.“

„An der Nächstenliebe entscheidet sich, ob wir wirklich menschlich leben“

Für die Landesbischöfin gibt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter eine klare Handlungsorientierung: Nächstenliebe bedeute, das zu tun, was jetzt nötig ist – Wunden verbinden, Menschen schützen, Hoffnung schenken und sich vor diejenigen stellen, deren Leben bedroht ist. Sie sei konkret, alltagsnah und unmittelbar, so Kristina Kühnbaum-Schmidt. „An der Nächstenliebe entscheidet sich, ob wir wirklich menschlich leben. Oder ob wir hinter dem zurückbleiben, wie wir leben könnten und wozu uns Gott geschaffen hat - nämlich als Gottes und unseres Nächsten Nächste.“, so die Landesbischöfin. Nächstenliebe sei keine zusätzliche Tugend unter vielen, sondern Ausdruck des Glaubens selbst.

Täglich Zeichen setzen für Menschenwürde und gesellschaftlichem Zusammenhalt

Kristina Kühnbaum-Schmidt ist von Herzen dankbar, dass so viele Menschen täglich mit Herz und Hand für Menschlichkeit und Nächstenliebe einstehen. „Es sind so viele, die täglich Zeichen setzen für Menschenwürde, gesellschaftlichen Zusammenhalt, ein demokratisches Miteinander. Zeigen wir alle gemeinsam Herz und Haltung, damit das auch in Zukunft so bleibt!“, erklärt die Landesbischöfin.  All dies würden auch jene Werte widerspiegeln, die Nordkirche und Diakonie mit der Kampagne „Unser größtes Plus – damit Menschlichkeit zählt“ in den öffentlichen Raum tragen: gelebte Menschlichkeit, Zuversicht und Respekt.

Hinweis an die Redaktionen

Weitere Informationen zur Wertekampagne „Unser größtes Plus – damit Menschlichkeit zählt“ von Nordkirche und Diakonie finden Sie unter: www.naechstenliebe.nordkirche.de

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