Gemeinsam Armut überwinden und natürliche Lebensgrundlagen erhalten

Ministerpräsident und Bischöfe luden zu Kolloquium ein

Kollogium mit Ministerpräsident Albig, Erzbischof Heße, Bischof Magaard und prominenten Persönlichkeiten zu Umwelt- und Zukunftsfragen
Kollogium mit Ministerpräsident Albig, Erzbischof Heße, Bischof Magaard und prominenten Persönlichkeiten zu Umwelt- und Zukunftsfragen© Marie-Elisabeth Most-Werbeck

05. August 2016 von Marie-Elisabeth Most-Werbeck

Sankt Peter-Ording. Unter dem Motto „Gemeinsam. Das gemeinsame Haus schützen“ diskutierten heute (4. August) in Sankt Peter-Ording Torsten Albig, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien, Kunst und Kirche.

Im Mittelpunkt des Kolloquiums stand die Sorge vieler Menschen um die Zukunft der Schöpfung mit ihren natürlichen Lebensgrundlagen ebenso wie die gemeinsame Verantwortung, diese zu erhalten. „Was braucht es, um vom Wissen zum Handeln zu kommen?“ – So lautete die Kernfrage der Debatte, in deren Verlauf deutlich wurde, dass Armut nicht überwunden werden könne, ohne zugleich Umwelt und natürliche Lebensgrundlagen zu schützen und zu erhalten.

Hochkarätige Runde arbeitet an gemeinsamen Kernbotschaften
Gemeinsam mit den Gastgebern diskutierten auf dem Podium Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Mojib Latif (Klimaforscher, Geomar Kiel), Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher (Präsident der Philosophischen Hochschule München), Dana Giesecke (FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit), Sarah Wiener (Bio-Köchin und Publizistin) und Gesine Cukrowski (Schauspielerin, Sängerin), Monsignore Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender Misereor), Prof. Dr. Hans Diefenbacher, (Leiter des Arbeitsbereichs "Frieden und Nachhaltige Entwicklung" an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg, Umweltbeauftragter der EKD), Max Schön (Unternehmer und Experte für Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft, Lübeck).

Ausgangspunkt waren vorab von den Beteiligten und dem wissenschaftlichen Leiter des Kolloquiums, Dr. Bernd Scherer, erarbeitete Kernbotschaften, die im Verlauf der Debatte konkretisiert wurden. So wurde unter anderem vorgeschlagen, mit einer Gebühr auf CO2-Ausstoß soziale Projekte wie kostenlose Kita-Betreuung zu finanzieren. Diskutiert wurde auch, wie sich eine an Nachhaltigkeit orientierte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte. Insgesamt brachten die Podiumsteilnehmerinnen und –teilnehmer bemerkenswerte, sehr konkrete und diskussionswürdige Ideen in die Debatte ein.
Während des Kolloquiums kamen auch zwei Jugendliche aus dem Publikum zu Wort, die aus ihrer prägenden Arbeit an den Küsten berichteten. Sie schilderten aber auch, dass sich viele Menschen, denen sie begegneten, nicht für einen nachhaltigen Schutz von Natur und Umwelt oder den Klimawandel interessieren würden – Anlass für Ministerpräsident Albig darauf hinzuweisen, dass auch das Desinteresse an solchen Fragen thematisiert werden müsse.

Menschen einbeziehen und emotional erreichen
Bischof Gothart Magaard berichtete von Gesprächen mit Jugendlichen im Freiwilligen Ökologischen Jahr und vielen hoffnungsvollen Projekten und stellte fest: "Wir wissen sehr viel über die Ursachen von Armut und Umweltzerstörung weltweit. Wie können wir noch mehr Menschen dafür gewinnen, umzudenken?" Es ginge darum, möglichst viele Menschen in Diskussionen und Prozesse einzubeziehen und auch emotional zu erreichen. Erzbischof Heße wies darauf hin, dass es an vielen Stellen immer besser gelinge, Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen, die vorher keine Veranlassung hatten zu kommunizieren. Beispiele dafür seien das Engagement für Frieden und gerechte Lebensverhältnisse weltweit und für Schutzsuchende hierzulande: „Nur wenn man nicht die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, können Möglichkeiten entdeckt und entwickelt werden.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion kündigten an, die Arbeit an den Kernbotschaften der Runde fortzusetzen und in wenigen Monaten ein entsprechendes Papier zu veröffentlichen, das insbesondere in Politik, Schulen, Kirchen und regionalen Initiativen und Foren verbreitet und diskutiert werden soll.

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