Landessynode beschließt Gründung eines Kommunikationswerks

Nordkirche professionalisiert ihre Kommunikation

Zum 1. Juni 2021 wird das neue Kommunikationswerk der Nordkirche gegründet. Das beschlossen die Landessynodalen mit großer Mehrheit per Mausklick während ihrer digitalen Tagung
Zum 1. Juni 2021 wird das neue Kommunikationswerk der Nordkirche gegründet. Das beschlossen die Landessynodalen mit großer Mehrheit per Mausklick während ihrer digitalen Tagung© Archiv, Susanne Hübner, Nordkirche

25. Februar 2021 von Anne Christiansen

Hamburg/Schwerin/Kiel. Mit großer Mehrheit haben die Landessynodalen der Nordkirche auf ihrer Tagung heute (25. Februar 2021) in erster Lesung die Gründung eines Kommunikationswerks beschlossen.

Die bisherigen Einheiten der Stabsstelle Presse und Kommunikation und das Amt für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ) werden in dem neuen Werk unter einem Dach zusammengefasst und agieren künftig gemeinsam als Organisations­kommu­ni­ka­tion der Nordkirche. Dabei werden die Bereiche interne Kommunikation, Mitgliederkommunikation und Public Relations sowie als Querschnittsthemen digitale Kommunikation und die Arbeit der Medienakademie in multiprofessionellen Teams betreut.

Die Nordkirche reagiert damit auf die drastischen Veränderungen der Medienlandschaft und der Kommunikationsgewohnheiten ihrer Mitglieder. Die jüngere Generation entkoppelt sich vom linearen Fernsehen und Radio, und quer durch alle Generationen etabliert sich der Modus „permanent online“ und „permanent vernetzt“. Die Krise der Tagespresse macht es zusätzlich herausfordernder, Zielgruppen sicher zu erreichen. Um ihre Mitglieder in Zukunft verlässlich anzusprechen, braucht es daher ein breites digitales, integriertes Engagement und ein vielfältiges Wirken in unterschiedlichsten Medienkanälen.    

Landesbischöfin: Kommunikation ist dialogischer geworden

In ihrer Einbringung verglich Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt die heutigen medialen Veränderungen mit denen der Reformation vor mehr als 500 Jahren. Damals wie heute war die intensive Nutzung aller neu zur Verfügung stehenden Medien ein entschei­dender Faktor: „Kommunikation ist dialogischer geworden. Hierarchien und Machtfaktoren in der medialen Kommunikation verschieben sich rasant. Vor allem geht es nicht nur darum, gute Inhalte zu senden, sondern genau hinzuhören, wie Inhalte aufgenommen werden und was andere zu sagen haben“, sagte die Landesbischöfin.
Das neue Werk wird deshalb als integrierte Organisationskommunikation den Schwerpunkt der bisherigen kommunikativen Arbeit der Nordkirche verlagern. Als zentrale, agile Einheit soll es eine professionelle Kommunikation für und in allen Bereichen der Nordkirche fördern und ermöglichen.

Neben der Gründung des Kommunikationswerks arbeitet die Nordkirche aktuell in einem Zukunftsprozess, um sich für die Arbeit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aufzustellen. Die Ausrichtung ihrer Kommunikation ist hier ein wesentlicher Faktor: „Die Kirche der Zukunft wird sich am besten als eine lebensfördernde und lebensdienliche Kom­mu­nikationsgemeinschaft verstehen“, so Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt. Das neue Werk solle einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Nordkirche als lernende und vielfach vernetzte Organisation weiterzuentwickeln. Sie lenkte den Blick vor allem auf die Chancen und Möglichkeiten, die der Wandel der Kommunikation für die Kirche mit sich bringt. Ihr Dank galt neben der Unternehmensberatung ‚aserto‘ (Hannover), die den Prozess begleitet hat, allen Mitarbeitenden im neuen Werk, die sich dem umfangreichen Change-Prozess hin zu einer agilen Organisationskommunikation stellen und diesen aktiv voranbringen.

Umgesetzt wird der Beschluss zum Sommer 2021. Dann werden das bisherige Amt für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ) und die Stabsstelle Presse und Kommunikation zu dem neuen Werk unter dem Dach des Hauptbereichs Medien.
Unter der Leitung des Kommunikationsdirektors der Nordkirche, Michael Birgden, arbeiten die rund 25 Mitarbeitenden de facto bereits seit dessen Amtsantritt im September 2020 verstärkt zusammen. Das künftige Werk dient auch dem Abbau von Doppelstrukturen. Es nutzt gleichermaßen die Synergieeffekte und die kommunikativen Chancen von crossmedialer Arbeit. Seinen Sitz wird es im Dorothee-Sölle-Haus in Hamburg-Altona haben.

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