Nordkirche trifft langfristige Entscheidung zur Zukunft der Liegenschaft Koppelsberg
26. September 2026
Nordkirche ordnet den Standort Koppelsberg neu: Hoher Sanierungsbedarf, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherung kirchlicher Arbeit führen zu einer langfristigen Perspektiventscheidung der Kirchenleitung.
Die Kirchenleitung der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat eine langfristige Perspektiventscheidung zum Standort Koppelsberg bei Plön getroffen. Der Standort soll in der Zukunft aufgegeben werden. Die Entscheidung folgt einer umfassenden Abwägung von baulichen, wirtschaftlichen und strategischen Faktoren.
Verantwortung für die Zukunft
Bischöfin Nora Steen betonte nach der Entscheidung der Kirchenleitung: „Der Koppelsberg ist für viele Menschen mehr als eine Liegenschaft. Hier sind Glauben, Bildung, Musik, Jugendarbeit und persönliches Engagement über lange Zeit miteinander verbunden. Diese Geschichte würdigen wir. Zugleich müssen wir die Verantwortung übernehmen, kirchliche Arbeit auch unter veränderten finanziellen und baulichen Bedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Die kirchlich hohe Relevanz der mit dem Koppelsberg verbundenen Arbeitsfelder ist mit dieser Entscheidung nicht in Frage gestellt.“
Neuordnung der Standortperspektive
Die Liegenschaft weist einen erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf. Eine vorliegende Analyse geht von mindestens 5,6 Millionen Euro an notwendigen Investitionen aus; bei gleichbleibenden Mieterträgen ergäbe sich ein jährliches Defizit von rund 715.000 Euro. Vor diesem Hintergrund ordnet die Kirchenleitung die Verantwortung für den Standort neu und stellt die Zukunft kirchlicher Arbeit in den Mittelpunkt.
Kirchliche Arbeitsfelder bleiben gesichert
Die Entscheidung bedeutet keine kurzfristige Betriebseinstellung. Für die Posaunenarbeit wird eine Zukunftskonzeption hinsichtlich zukünftiger Standorte erarbeitet. Für das Jugendaufbauwerk (JAW) werden alternative Standorte im Kreis Plön sondiert. Weitere Orte für Arbeitsfelder wie die Junge Nordkirche und die Ökologischen Freiwilligendienste werden im weiteren Prozess geprüft. Der Mietvertrag mit der Diakonie Nord Nord Ost (DNNO) läuft mindestens bis zum 31. März 2029 und verlängert sich nach den vertraglichen Bedingungen. Private Mietverhältnisse bleiben unverändert bestehen; mögliche spätere Auswirkungen werden mit allen Betroffenen persönlich und rechtzeitig besprochen.