Menschenrechte und Umweltschutz

Nordkirche unterstützt die "Initiative Lieferkettengesetz"

Kakao gehört zu den Produkten, bei dessen Anbau und Ernte in Westafrika laut der Initiative rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf den Plantagen arbeiten müssen (Symbolbild).
Kakao gehört zu den Produkten, bei dessen Anbau und Ernte in Westafrika laut der Initiative rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf den Plantagen arbeiten müssen (Symbolbild).© Andrés Rivas, AdobeStock

16. Juni 2020

Die evangelische Nordkirche will sich für ein Lieferkettengesetz einsetzen, mit dem Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes verpflichtet werden.

Zu diesem Zweck führe die Kirchenleitung Gespräche mit Landes-, Bundes- und Europapolitikern, teilte die Nordkirche am Dienstag in Kiel mit. Die Nordkirche schließt sich damit der bundesweiten "Initiative Lieferkettengesetz" an.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt© Marcelo Hernandez, Nordkirche

"Während der Corona-Pandemie zeigt sich, wie gravierend die Menschen am Anfang der Lieferkette von weltweiten wirtschaftlichen Krisen betroffen sind", sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. So verlieren Näherinnen in Bangladesch ihre Arbeitsplätze, weil Aufträge aus Europa storniert und bereits gefertigte Textilien nicht abgenommen und bezahlt werden. Infolge der Krise würden Unternehmen weltweit bessere Systeme zum Risikomanagement aufbauen, die auch in Krisenzeiten Lieferengpässe verhindern, so die Bischöfin. Menschen und Umwelt müssten dabei rechtsverbindlich geschützt werden.

"Initiative Lieferkettengesetz"

Die  "Initiative Lieferkettengesetz" orientiert sich in ihren Forderungen an den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Bundesweit haben sich fast 100 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchliche Akteure den Forderungen der Initiative angeschlossen. Eine entsprechende Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben aktuell knapp 190.000 Personen unterzeichnet.

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