Folge der Corona-Pandemie

Nordkirche unterstützt Indien mit 15.000 Euro Soforthilfe

24. April 2020 von Pastorin Carola Scherf und Friedrich Keller

Schwerin/Rendsburg. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) stellt 15.000 Euro als Soforthilfe für von der Corona-Pandemie besonders betroffene Menschen in Indien bereit. Sie unterstützt damit in der Region die Arbeit der Hilfsorganisation CASA, Partnerin der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Corona-Pandemie sowie die Stilllegung des öffentlichen Lebens in Indien haben zu massiven Verwerfungen vor allem für Tagelöhner, Wanderarbeiter und Straßenverkäufer geführt.

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche, erklärt dazu: „Covid-19 ist eine weltweite Bedrohung – vor allem in armen Ländern und dort besonders für die Ärmsten der Armen. Die Hilfsorganisation CASA hilft Tagelöhnern, Wanderarbeitern und von Not und Krankheit besonders bedrohten Menschen in Indien. Helfen auch wir dabei – und unterstützen sie mit unseren Spenden!“

Für das Diakonische Werk Schleswig-Holstein hebt Landespastor Heiko Naß hervor: „Viele Tagelöhner und Wanderarbeiter in Indien stehen vor dem Nichts. Durch den Shutdown sind ihre Einkünfte komplett eingebrochen. Soziale Sicherungssysteme wie bei uns in Deutschland gibt es nicht. Die Gefahr für diese Menschen, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, ist aufgrund der Bevölkerungsdichte vor allem in den Städten besonders hoch. Es geht schlichtweg ums Überleben. Unsere Partnerorganisation CASA kann helfen – mit Mahlzeiten und Schutzmasken. Wir möchten Sie daher bitten, diese Arbeit mit Ihren Spenden zu unterstützen.“

Ende März ordnete die indische Regierung eine weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens an, als Vorbeugung gegen die Corona-Pandemie. Diese Maßnahme war besonders drastisch und kaum umzusetzen, da in Indien viele Menschen von der Hand in den Mund leben. Ein hoher Anteil arbeitet in der informellen Wirtschaft, z.B. als Tagelöhner, Wanderarbeiter oder Straßenverkäufer.

Diese Menschen stehen seit Beginn des Shutdowns vor der Frage, zu verhungern oder sich auf den Weg zu ihren Verwandten in den Dörfern zu machen. Als Folge waren und sind die Bus- und Bahnhöfe überfüllt, Menschen drängen sich dicht an dicht. Das Virus verbreitet sich so bis in die entlegensten Landesteile. Aus abgelegenen Dörfern gibt es zunehmend Berichte, dass die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr sichergestellt werden kann. Hinzu kommt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel überlastet sind. Hunderttausende strandeten beim Versuch, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, auf der Straße.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partnerorganisation CASA unterstützen in dieser Situation Tagelöhner, Wanderarbeiter und von der Not besonders betroffene Gemeinden. So wurden beispielsweise in Tamil Nadu und Andhra Pradesh 2.000 Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. In der Stadt Puna verteilten Mitarbeitende von CASA Nahrungsmittel, Informationsblätter und Materialien wie Mundschutz, damit sich die Menschen vor dem Corona-Virus schützen können. In den kommenden Wochen wird CASA an weiteren Standorten Hilfe leisten.

Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Indien-Corona
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

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