Digitale Kirche

Podcast Seelenfutter seit einem Jahr auf Sendung

Der Podcast "Seelenfutter" liefert ein Gegengewicht zu den Corona-Nachrichten. Zum einjähriges Bestehen ist ein prominenter Gast geladen.
Der Podcast "Seelenfutter" liefert ein Gegengewicht zu den Corona-Nachrichten. Zum einjähriges Bestehen ist ein prominenter Gast geladen. © AdobeStock/Rawpixel

26. März 2021 von Simone Viere

Der Podcast Seelenfutter aus Nordfriesland feiert am Wochenende sein einjähriges Bestehen. Seit März 2020 bietet das wöchentliche Projekt bewusst ein Gegenprogramm zu den alltäglichen Corona-Nachrichten. Die Tatinger Autorin Susanne Garsoffky und der Husumer Pastor Friedemann Magaard freuen sich in der 53. Folge auf ihren Gast Johann Hinrich Claussen, den Kulturbeauftragten der EKD.

Die Podcast-Folgen sind über die Homepage der Kirchengemeinde Husum www.kirche-husum.de oder über spotify nachzuhören.

In dem Format werden jeweils zwei Gedichte und zwei Bibeltexte werden miteinander in Verbindung gebracht und im Gespräch vertieft. "Mit dieser Idee richten wir uns an alle, die Lust haben, in dieser Zeit einmal auf andere Gedanken zu kommen. Und die es lieben, sich durch Texte oder Gedichte in andere Welten mitnehmen zu lassen", sagt Susanne Garsoffky.

EKD-Kulturbeauftragter zu Gast

Zur Geburtstagsfolge am Sonnabend, 27. März, ist der Kulturbeauftragte der EKD und ehemalige Hamburger Propst Johann Hinrich Claussen zu Gast. Als Gastgeschenk bringt er ein Gedicht mit. Die Folge 53 hat den Titel "Von stummer Wandlung, blutenden Rosen und tränennassen Gesichtern" und enthält Gedichte von Fuad Rifka, Friedrich Hebbel und Dorothea Grünzweig.

Im Podcast "Seelenfutter" diskutieren Friedrich Magaard und Susanne Garsoffky "wie im echten Leben" über das, was die Seele nährt. Diesmal zu Gast: Johann Hinrich Claussen.
Im Podcast "Seelenfutter" diskutieren Friedrich Magaard und Susanne Garsoffky "wie im echten Leben" über das, was die Seele nährt. Diesmal zu Gast: Johann Hinrich Claussen. © Privat

"Der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein"

Im März 2020 lief die erste Folge von Seelenfutter "Es gab damals nur noch ein Thema. Die Nachrichten, die Magazine kreisten um die Pandemie. Wir wollten etwas entgegenstellen. So entwickelten wir die Idee eines Lyrik-Podcasts über das, was nährt. Denn der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein", so Pastor Magaard. 

Susanne Garsoffky ergänzt: "Was uns besonders freut: Wir scheinen damit einen Nerv getroffen zu haben. Nach jeder Folge freuen wir uns über Zuschriften und merken, wie viel Worte Menschen in dieser Zeit bedeuten können".

Bibel und Poesie passen wunderbar zusammen

In der Regel beträgt die Podcast-Länge eine halbe Stunde, mit Gästen auch länger. "Über das, was uns dabei bewegt, tauschen wir uns aus", so Magaard. Bibel und Poesie passten wunderbar zusammen. Die biblische Sprache sei ausgesprochen poetisch, findet Magaard. "Die großen Sinn-Fragen werden gestellt, der große Bogen zwischen Himmel und Erde geschlagen."

Die Hauptarbeit beim Seelenfutter-Podcast liegt in der Recherche. "Wo finde ich das geeignete Gedichte, wie den passenden Bibelvers. Die Nachbereitung ist wenig aufwendig, da wir die Gespräche nicht nachträglich schneiden. Die Hörer sind dabei, wenn wir nach Worten suchen und vielleicht auch einmal ins Wort fallen. Wie im echten Leben", so Magaard.

Das Herz öffnen trotz der Schwere um uns herum

Susanne Garsoffky erinnert sich gerne an Folgen mit Gedichten, die sie in ihrem Leben abholen oder an Gefühle anknüpfen, die sie gut kennt: "Dazu gehört zum Beispiel eine Folge aus dem vergangenen Mai mit einem der schönsten Maigedichte, die ich kenne von Erich Kästner. Sie hat mein Herz geöffnet für den Frühling, der jetzt auch wieder kommt und auf den wir uns unbedingt freuen sollten – trotz der ganzen Schwere um uns herum."

Ein Ende der Seelenfutter-Folgen ist nicht absehbar. "Wir machen weiter, solange uns die Freude an den Gedichten nicht verloren geht. Und da gibt es noch viel zu entdecken", so Pastor Magaard.

Ausblick

Die nächste Folge 54 erscheint am Karsamstag und schlägt den Bogen zum Ostermorgen. Der Titel lautet: "Vom weinenden Tod und Mausespuren. Gedichte von Rainer Maria Rilke und Thomas Rosenlöcher".

 

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