Präses Anja Fährmann würdigt die Arbeit der Krankenhaus-Seelsorger:innen
28. August 2026
Die Präses der Landessynode, Anja Fährmann, besucht am 1. September den Krankenhausseelsorge-Konvent der Nordkirche in Bäk. Sie spricht mit Seelsorger:innen über ihre Erfahrungen, die Bedeutung von Seelsorge und das Thema „Humor und Leichtigkeit“.
Am Dienstag, dem 1. September 2026, nimmt die Präses der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Anja Fährmann, am Konvent der Krankenhaus-Seelsorger:innen im Christophorushaus in Bäk teil. Rund 50 bis 60 Seelsorger:innen aus der gesamten Nordkirche kommen dort zusammen, um sich über ihre Arbeit auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Krankenhausseelsorge – mitten im Leben
Für Präses Anja Fährmann ist die Krankenhausseelsorge ein zentraler Ausdruck kirchlicher Präsenz: „Krankenhausseelsorge findet mitten im Leben statt – und damit auch mitten in seinen Krisen. Krankheit und Sterben, Angst und Einsamkeit, Hoffnung und Dankbarkeit gehören zu den Erfahrungen, die Menschen im Krankenhaus miteinander teilen. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind ansprechbar, wenn Worte fehlen, wenn Gewissheiten ins Wanken geraten oder wenn Menschen einfach jemanden brauchen, der da ist und zuhört.“ In der Nordkirche arbeiten rund 90 Krankenhaus-Seelsorger:innen auf etwa 70 Stellen. Etwa ein Fünftel von ihnen sind Diakon:innen oder Gemeindepädagog:innen. Sie alle stehen für eine Seelsorge, die Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung begleitet.
Dienst am Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft
Der Konvent widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Humor und Seelsorge“. Eine Clownin, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeitet, gestaltet dazu einen Workshop. Anja Fährmann sieht darin einen wichtigen Impuls: „Humor scheint auf den ersten Blick vielleicht nicht selbstverständlich zu einem Ort wie dem Krankenhaus zu gehören. Aber vielleicht ist gerade das eine seelsorgliche Gabe: gemeinsam mit einem Menschen auch dort noch einen Funken Leichtigkeit zu entdecken, wo das Leben schwer geworden ist.“ Die Präses ist überzeugt: „In einer Zeit, die von Krisen, Unsicherheiten und Spannungen geprägt ist, brauchen Menschen Orte, an denen sie mit ihren Sorgen vorkommen können, ohne sofort Antworten liefern zu müssen. Sie brauchen Menschen, die zuhören, aushalten und Hoffnung offenhalten. Und vielleicht brauchen wir auch mehr Orte, an denen wir miteinander lachen können.“
Menschen in schweren Momenten nicht allein lassen
Der Konvent ist für Anja Fährmann nicht nur ein fachlicher Austausch, sondern ein Zeichen der Wertschätzung: „Krankenhausseelsorge erinnert uns daran, was Seelsorge im Kern bedeutet: Menschen in den entscheidenden, schönen und schweren Momenten ihres Lebens nicht allein zu lassen. Ich freue mich auf die Begegnungen und darauf, von den Erfahrungen der Seelsorgerinnen und Seelsorger zu hören.“
