Seenotrettung

Rettungsschiff "Sea-Eye 4" ist im Frühjahr einsatzbereit

Die Situation im Mittelmeer ist dramatisch. Schon in den ersten Wochen des neuen Jahres ertranken mehr als 100 Menschen auf der Flucht. Mit der Sea-Eye 4 sollen künftig mehr Menschen gerettet werden können.
Die Situation im Mittelmeer ist dramatisch. Schon in den ersten Wochen des neuen Jahres ertranken mehr als 100 Menschen auf der Flucht. Mit der Sea-Eye 4 sollen künftig mehr Menschen gerettet werden können.© Unsplash, Janosch Diggelmann

12. Februar 2021

Von Rostock ins Mittelmeer: Die deutsche Seenotrettungsorganisation Sea-Eye will voraussichtlich noch im Frühjahr das neue Schiff "Sea-Eye 4" auf Mission ins Mittelmeer schicken. Derzeit wird es noch umgerüstet. Ein Großteil der Finanzierung ist durch Spenden gesichert.

Das Schiff soll noch Ende des Monats getauft werden und dann von der Rostocker Werft ins Mittelmeer überführt werden, teilte die Hilfsorganisation Sea-Eye mit. Sie ist derzeit mit der "Alan Kurdi" im Einsatz, um Geflüchtete vor dem Ertrinken zu retten. 

Unterstützung ist groß

Im November 2020 hatten das kirchlich initiierte Bündnis für die zivile Seenotrettung United4Rescue und Sea-Eye gemeinsam zu einer Spendenaktion für ein zweites Rettungsschiff aufgerufen. Innerhalb von wenigen Wochen sei das Spendenziel von 434.000 Euro erreicht worden. "Das zeigt auch, wie viele Menschen es in unserem Land gibt, die dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zuschauen wollen", sagte "United4Rescue"-Vorstand Michael Schwickart.

Die "Sea-Eye 4" ist ein ehemaliges Offshore-Versorgungsschiff (Baujahr 1972). Es verfügt unter anderem über eine Krankenstation sowie zwei Kräne und zwei schnelle Einsatzboote. Mit 55 Metern Länge und elf Metern Breite ist damit deutlich größer als die "Alan Kurdi", das derzeitige Rettungsschiff von Sea-Eye. 

Katastrophale Situation dauert an

Die Lage auf dem Mittelmeer ist nach wie vor dramatisch. In den ersten Wochen des Jahres 2021 ertranken 124 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer. Zudem sind zahlreiche Geflüchtete von der libyschen Küstenwache zurück nach Libyen gebracht worden.

Die EU-Mitgliedstaaten ignorierten "ihre staatliche Pflicht zur Seenotrettung", so Sea-Eye. Rettungsschiffe würden immer wieder aus politischen Gründen behindert und festgesetzt. In der Folge sei über Monate kein einziges Rettungsschiff im Einsatz gewesen. 

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