HanseBarcamp 2021

Session der Landesbischöfin: How are you, digitale Kirche?

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ermutigte die Teilnehmer des Hansebarcamps 2021, bei der digitalen Kommunikation die Sicht des Nutzers einzunehmen.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ermutigte die Teilnehmer des Hansebarcamps 2021, bei der digitalen Kommunikation die Sicht des Nutzers einzunehmen. © Screenshot: Nordkirche

02. Februar 2021

Unter dem Titel "How are you, digitale Kirche?" bot Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt den Teilnehmern des Hansebarcamps 2021 bei einer offenen Session die Möglichkeit, ihre Wünsche und Anregungen für eine bessere Vernetzung von Kirche und Gesellschaft einzubringen. Zentral war dabei die Frage nach Vorbildern und Grenzen.

Eines wurde gleich zu Beginn der Session deutlich: Kirche muss und möchte digital kommunizieren, um Mitgliedern und solchen, die es (noch oder wieder) werden wollen, Impulsgeber, Leitfaden und Hilfe zu sein. Bei der Frage aber, wie dies zu meistern ist, schwang jedoch auch immer die nach Zuständigkeiten mit: Wer sollte eigentlich mit wem in Kontakt treten? Nur solche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Öffentlichkeitsarbeit geschult sind? Hauptamtliche oder auch Ehrenamtliche? Und in wie weit bedarf es dazu einer offiziell durch die Landeskirche abgestimmten Strategie? 

Weniger starres Konzept erwünscht

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt sieht den Auftrag vor allem darin, weniger statisch zu denken und Hybridität zuzulassen. "Es geht darum, durchlässiger zu werden", sagte sie mit Blick auf bisherige Grenzen. Das gelte sowohl für die Interaktion zwischen Hierchiestufen als auch für die zwischen Sprengeln und Kirchenkreisen. 

Gleichzeitig erkannte sie an, dass dies insbesondere in einer föderalen Struktur wie die der Nordkirche keine einfache Aufgabe ist. "Das ist ein dickes Brett und ich kann Sie nur einladen, daran mitzubohren", sagte sie in Richtung aller, die dazu beitragen möchten, Kirche digital voranzutreiben. 

Nutzerbrille aufsetzen

Letztlich gehe es auch darum, über soziale Netzwerke auch für solche Menschen interessant zu werden, die sich bislang nicht mit der Kirche verbunden fühlen. "Mein Umgang damit ist: Ich lebe es vor", machte die Landesbischöfin den Teilnehmer und Teilnehmerinnen Mut, es ihr gleichzutun. Sie plädierte dafür, Dinge auszuprobieren – dabei jedoch die Brilles des Nutzers aufzusetzen. Was zähle seien Inhalte, nicht Ämter. 

Dem Wunsch nach mehr digitalen Pfarrstellen, wie es in anderen Landeskirchen der Fall ist, begegnete sie mit Skepsis. Digitale Arbeit "muss als normaler Bestandteil pfarramtlicher Arbeit wahrgenommen werden", sagte Kühnbaum-Schmidt. Sie halte es nicht für zielführend, Sonderrollen zu schaffen. 

Was geht beim Thema Datenschutz? 

Eine große Baustelle bleibt der Datenschutz – und zwar unabhängig davon, wer in der Kirche kommuniziert. Ob WhatsApp-Newsletter oder TikTok-Videos – vieles wollen die Gemeinden und Kirchenkreise ausprobieren, sehen davon bislang aber wegen der strengen Datenschutzbestimmungen ab. Auch hier lade sie zu mehr Einmischung ein, so Kühnbaum-Schmidt, ("Wir brachen da auch Ihre Stimme!"), um zu hinterfragen, was angemessen ist. "Datenschutz ist wichtig und richtig. Aber wir müssen ihn nicht größer machen als nötig", so die Landesbischöfin. 

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