Innehalten am Feiertag

Totengedenken zum Ewigkeitssonntag in der Nordkirche

Zum Ende des Kirchenjahres gedenken wir der Toten.
Zum Ende des Kirchenjahres gedenken wir der Toten. © RD-Fotografie, AdobeStock

20. November 2021

An diesem Sonntag endet das Kirchenjahr mit dem Ewigkeitssonntag, im Volksmund auch Totensonntag genannt. Er ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Wir geben einen kleinen Einblick in die Veranstaltungen in der Nordkirche.

Die meisten Gemeinden bieten zum Ewigkeitssonntag Andachten und Gottesdienste an. Zu einem digitalen Innehalten lädt der Liveline-Gottesdienst aus Lübeck-Lauenburg um 10 Uhr: Unter dem Motto "Der Traum vom neuen Himmel und neuer Erde" geht er der Frage nach, wie die Welt aussehen würde, wenn Gott noch einmal alles auf "zurück auf Los" setzen würde.

Streben nach Gerechtigkeit und Frieden

In ihrer Predigt nimmt Pröpstin Petra Kallies den Weg vom Loslassen zum Neuanfangen in den Blick. "Der Klimawandel, die Überschwemmungen und Dürren weltweit scheinen einen neuen Himmel und eine neue Erde geradezu dringend nötig werden zu lassen", so die Pröpstin. Sie sieht in den drängenden Fragen auch eine Aufgabe für Christinnen und Christen: "Ich denke, wir wissen genau, dass Gerechtigkeit und Frieden nur dann entstehen können, wenn alle Menschen das bekommen, was sie zum Leben brauchen." Außerdem können wir den Satz im Herzen behalten und natürlich weitersagen, der sich wie ein roter Faden durch die Bibel zieht: „Fürchte dich nicht!“

In der Kirche St. Nicolai in Eckernförde geht es um 18 Uhr am Ewigkeitssonntag darum, was der Tod ist. In der ersten Veranstaltung der Reihe "Eckernförder Mystik" beschäftigen sich die Pastoren Edzard Siemens und Ullrich Schiller sowie Prof. Dr. Enno Edzard Popkes von der Uni Kiel damit, ob eine bewusste und wissenschaftlich reflektierte Auseinandersetzung mit dem Tod Seelsorge und Trauerbegleitung neue Impulse vermitteln kann.

Sehnsucht nach Ruhe und himmlischer Geborgenheit

Zu einem ökumenischen Totengedenken laden die katholische und evangelisch-lutherische Kirche auf den Neumünsteraner Südfriedhofein. Um 15 Uhr beginnt diese Andacht auf dem Platz vor dem Gezeitencafé. In seiner Predigt geht Propst Stefan Block dabei auf die Frage "Suchen wir noch den Himmel?" ein. Er thematisiert zusammen mit seinem katholischen Kollegen Pfarrer Peter Wohs das Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach Ruhe und Erfüllung und einem zunehmend verschwommenen Bild des Himmels. Das Totengedenken endet mit einer Lichterprozession.

in Schwerin gibt der Landesjugendchor MV zum Totensonntag je ein Konzert in der Schweriner Propsteikirche St. Anna (20. November, 20 Uhr) und in der Rostocker Nikolaikirche (21. November, 17 Uhr). Auf dem Programm steht die Friedensmesse "The Armed Man: A Mass For Peace" des britischen Komponisten Karl Jenkins. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Ein Licht für alle Toten, die wenig Beachtung finden

In Hamburg laden die Diakonie und die katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Hamburg-Eimsbüttel um 18 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst für verstorbene Obdachlose in ihrer Kirche ein. Eingeladen sind Wohnungslose, deren Angehörige und Freunde sowie Mitarbeitende der Wohnungslosenhilfe. Bei dem Gottesdienst werden die Namen der Verstorbenen verlesen und Kerzen für sie angezündet. Hintergrund ist, dass viele Obdachlose, die in Hamburg sterben, weitgehend anonym und ohne Trauerfeierlichkeiten bestattet werden.

Veranstaltungen
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