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Grenzübergreifende Radtour

Radeln auf den Spuren Bugenhagens

12.05.2017 | 400 Kilometer sind es vom polnischen Treptow an der Rega bis nach Wittenberg. Ein Route, auf der auch Johannes Bugenhagen wandelte. Mit einer grenzübergreifenden Radtour will die Kirchengemeinde in Penkun nahe Pasewalk im kommenden Jahr dem Wirken des Reformators folgen.

Pastor Bernhard Riedel vor der Kirche in Penkun, die zu den Stationen der deutsch-polnischen Bugenhagen-Radtour gehört, die vom 21. bis 27. August von Treptow an der Rega in die Lutherstadt Wittenberg führt
Pastor Bernhard Riedel vor der Kirche in Penkun: Er ist schon im Training für die große Radtour kommenden August.

„In Treptow an der Rega war Bugenhagen nach seiner Studienzeit an der Greifswalder Universität als Rektor der Stadtschule tätig“, sagt Bernhard Riedel, Pastor der Kirchengemeinde Penkun, die nur knapp 20 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt ist. „Von dort aus hat er das Wirken Martin Luthers genau verfolgt und ihn von dort aus auch besucht.“ Und gewissermaßen diese Besuchsreise wird die Radtour vom 21. bis 27. August im kommenden Jahr nachvollziehen. Ursprünglich sei Bugenhagen ein Kritiker Luthers gewesen, so Bernhard Riedel. Durch seinen Besuch in Wittenberg und infolge vieler Gespräche seien sie Freunde geworden und schließlich habe Bugenhagen Luther sogar getraut. „Treptow an der Rega wurde ein wichtiges Zentrum der Reformation“, sagt der Pastor. Dort haben im Jahr 1534 die Pommernherzöge mit der Durchsetzung einer neuen Kirchenordnung die Reformation für Ihre Gebiete beschlossen.“

Radtour für die gemeinsamen europäischen Traditionen

Die Idee zu der Radtour entstand bereits im September des vergangenen Jahres auf einem Treffen des Pommernkonvents, der Gemeinschaft evangelischer Pommern, dessen Vorstandsmitglied Bernhard Riedel ist. „Unsere Region hat sich in den vergangenen Jahren stark nach Stettin hin orientiert“, sagt er. „Deutsche und Polen haben sich angenähert und sind Teil einer grenzübergreifenden, europäischen Region geworden.“ Im Zeitalter der offenen Grenzen biete die Radtour eine wunderbare Gelegenheit, sich gemeinsamer europäischer Traditionen bewusst zu werden. Dementsprechend werde die Tour auch nicht nur durch die zwei Nachbarländer führen, sondern auch die Gruppe der Teilnehmenden wird aus Deutschen und Polen bestehen.

Begleitbus sammelt „Lahme“ ein

Bereits in der Vergangenheit hat die Penkuner Kirchengemeinde schon einige Fahrradtouren organisiert und daher schon Erfahrungen gesammlt. „Wir werden sicherheitshalber einen Begleitbus dabeihaben, der Fahrräder transportieren kann, so können wir ‚Lahme‘ einsammeln“, erzählt Riedel augenzwinkernd. Ansonsten richtet sich die Tour an normaltrainierte Freizeitradfahrer. Die Drahtesel der Beteiligten sollten aber schon etwas bessere Modelle sein, die für eine derartige Langstrecken-Tour auch geeignet sind. Die rund 20 Teilnehmer die an der Tour teilnehmen sollen außerdem ein einheitliches Bugenhagen-Rad-Trikot tragen.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf der Route

Die Fahrt führt entlang zahlreicher Stationen und Sehenswürdigkeiten, die kirchen- und reformationsgeschichtlich bedeutsam sind. „Das wird toll“, sagt Bernhard Riedel und zählt einige der Stationen auf: Die Bugenhagenkirche in Stettin, die Klosterkirche in Chorin, das Kloster Zinna, die Schlosskirche in Wittenberg.

 

Fragen?

Wer noch mehr über die Radtour erfahren oder gern mitmachen würde, kann sich per E-Mail bei Bernhard Riedel unter penkun@pek.de melden.