Im Herbst feiern wir Erntedank

Dank für die Schöpfung Gottes und alle Gaben

Jeden Herbst feiern wir Erntedank. Wir danken für die Gaben, die wir durch Gottes Schöpfung erhalten und für das Leben, das sie versprechen. Es ist eine besondere Zeit, in der sich die Natur wandelt und dadurch besonders sichtbar macht, was sich zu schützen lohnt.

Denn: Unsere Erde ernährt uns – und das verdanken wir Gottes vielfältiger Schöpfung. Dieses Geschenk wollen wir feiern – mit Gottesdiensten, Festumzügen, geschmückten Altären, Märkten und Musik.

So feiern wir in der Nordkirche die Erntedankzeit

Mit Gottesdiensten, Märkten oder Prozessionen danken viele Menschen in ihren Gemeinden für die Gaben der Schöpfung. In der Nordkirche gibt es zwei große Landeserntedankfeste, aber auch viele kleinere. Sie erinnern uns an unsere Verantwortung die Erde, die uns nährt, auch zu schützen. 

Hände halten Kornähren auf einem Feld im Herbst

Warum feiern wir Erntedank?

Gott für die Ernte zu danken, war zu allen Zeiten den Menschen ein wichtiges Anliegen. In der Kirche wird dies seit dem 3. Jahrhundert gefeiert.

Im Mittelpunkt steht oft auch das Teilen der Ernte: Noch immer ist es vielen Gemeinden ein Brauch, den Altar mit Kürbissen, Äpfeln, Kartoffeln oder Brot zu schmücken und diese Lebensmittel anschließend an eine Tafel oder Hilfsorganisation zu spenden.

Tradition haben auch Geldspenden an Brot für die Welt: Die kirchliche Hilfsorganisation unterstützt damit vom Hunger bedrohte Menschen in aller Welt.

Wann feiern wir Erntedank?

Seit dem 16. Jahrhundert wurde Erntedank in evangelischen Gemeinden rund um den Michaelistag, dem 29. September, begangen. 

1773 wurde in Preußen das Erntedankfest offiziell eingeführt und auf den Sonntag nach Michaelis festgelegt. Regional hat es aber auch immer Abweichungen von diesem Termin gegeben.

Auf dem Gebiet der Nordkirche wird Erntedank von Ende September bis Anfang Oktober gefeiert. In vielen Kirchen und Kapellen sind die Altäre mit Produkten aus der Landwirtschaft geschmückt, Gottesdienste feiern die Gaben der Natur.

 

Auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein feiern unsere Bischöfin und unser Bischof Gottesdienst

Bischöfin Kirsten Fehrs steht in Ornat und mit Bischofskreuz auf einer Empore der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis
Bischöfin Kirsten Fehrs

"Eine Prise macht den Unterschied"

„Eine Prise Salz reicht, um einen Unterschied zu machen. Im Wasser. In der Suppe. Und in einer Gemeinschaft. Auch Jesus benutzt dieses Bild, wenn er deutlich machen will, wie wichtig jeder einzelne Mensch für ein gutes und friedliches Miteinander ist. ‚Ihr seid das Salz der Erde!‘, sagt er in der Bergpredigt und traut uns ohne weiteres zu, diese Welt zu einem besseren und heilsamen Ort machen zu können.“

Bischof Tilman Jeremias

"Das Entscheidende wird uns geschenkt"

"Erntedank lädt dazu ein, neu wahrzunehmen, was trägt: das tägliche Brot, die Menschen an unserer Seite, die Freude am Leben. Dankbarkeit ist keine Verharmlosung von Krisen, sondern eine Haltung, die den Blick weitet und Vertrauen stärkt. Erntedank lehrt uns, die Fülle wahrzunehmen, die Gott schenkt. Dankbarkeit beginnt dort, wo wir erkennen, dass das Entscheidende im Leben nicht aus eigener Kraft entsteht, sondern Geschenk ist."

Anpflanzen und Ernten: Gemeinschaft im Gemeindegarten

Folgen Sie uns in den Luthergarten in Hamburg-Bahrenfeld: Unser Film zeigt, wie es blüht und wächst

Gottesdienste und Veranstaltungen zu Erntedank vor Ort

Gottesdienst
Konzert
Bildung
Gremien
Freizeit
Gemeindeleben
Spiritualität
digital und in Präsenz
rein digital

Tipps zum Feiern der Erntedankzeit

Kochen mit regionalen Zutaten, je nach Jahreszeit. Rezept-Ideen aus dem Christian Jensen Kolleg in Breklum

  • Gemüse-Gyros mit Kräutern aus dem Garten, Limetten-Joghurt, Aprikosenreis und Spitzkohlsalat. Vor allem der Kohl wächst im Herbst auf unseren Feldern in Norddeutschland. Er kann gut gelagert werden und hält sich lange frisch.

Schritt für Schritt zum Nachkochen finden Sie es hier.

  • Unsere Gesundheitssuppe: Eine wärmende Gemüsesuppe mit Sellerie, Kurkuma und Ingwer. Die schmeckt zur offiziellen Fastenzeit genauso wie in den Herbst- und Wintermonaten davor. Vor allem wärmt sie Körper und Seele. 

Das Rezept zum Nachkochen Schritt für Schritt finden Sie hier.

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