„Fast Fashion” in Hamburg eröffnet

Ausstellung über die Schattenseiten der Mode

Billig, billig: 2,50 Euro für ein Shirt in Deutschland bedeuten einen Hungerlohn für die Arbeiter in der Textilindustrie
Billig, billig: 2,50 Euro für ein Shirt in Deutschland bedeuten einen Hungerlohn für die Arbeiter in der Textilindustrie© epd-bild / Rolf Zöllner

19. März 2015

Unter dem Titel „Fast Fashion” ist am Donnerstag im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe eine Ausstellung über die Schattenseiten der Mode-Welt eröffnet worden. Die Schau solle „die Besucher ruhig wachrütteln und ihnen die Laune verderben am Shoppen und Mode-Konsum”, sagte Museumsdirektorin Sabine Schulze zur Eröffnung. Auf kritische Weise wird das System der Bekleidungsindustrie hinterfragt und der Kreislauf von Kleidung dargestellt.

Unmenschliche Bedingungen und zu niedrige Löhne in Produzentenländern wie Bangladesh sind ebenso Thema wie die Folgen von Chemikalien auf die Umwelt und der ökologische Fußabdruck von Billigmode. Im zweiten Teil "Slow Fashion" stellt die Ausstellung Alternativen dar.

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode kommt ohne große Namen oder imposante Installationen aus. Die Folgen von immer schneller wechselnden Mode-Trends und ständig billigeren Produkten für die Arbeiter und auf die Umwelt werden an multimedialen Stationen dargestellt.

Filme mit Interviews von Näherinnen aus Bangladesh oder Indien und Fotos der Aktivistin Taslima Akther (Bangladesh) beleuchten eindrucksvoll die Bedingungen, unter denen Kleidung entsteht. Dazwischen zeigen Grafiken zur Reise einer Jeans und Entlohung in der Textilbranche weltumspannende Zusammenhänge. Infotafeln über die Gefahren von Chemikalien, die zum Veredeln, Bedrucken oder Färben eingesetzt werden, sind aufgehängt wie an einer Kleiderstange. Die Frage, was mit Klamotten aus der Kleidersammlung wirklich passiert, wird mit Bildern und harten Fakten beantwortet.

Verschiedene Materialien werden in Bezug auf Wasser- und Energieverbrauch, Landbedarf und Umweltverträglichkeit verglichen. Die Besucher lernen, dass Baumwolle kein unproblematisches Naturprodukt ist und einen riesigen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Markennamen hat das Team um Kuratorin Claudia Banz in der Ausstellung bewusst vermieden. „Wir sind bei der Vorbereitung nicht investigativ vorgegangen”, erklärt sie. Aufgabe des Museum sei, über Zusammenhänge neutral zu informieren. Bei der Recherche seien verschiedene Partner wie NGOs und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) beteiligt gewesen. 

Slow Fashion steht für bewusste und nachhaltige Mode

„Wir haben viel Gold und Pracht in unseren großen Sammlungen, doch es ist auch wichtig, mit einem kritischen Blick durch unsere Gesellschaft zu gehen”, sagte Schulze. Die Arbeit an der Ausstellung habe sie verändert. „Wir reden immer von schöner Mode”, sagte Banz. Natürlich sei Mode immer noch schön. Doch die Ausstellung solle die Besucher darauf aufmerksam machen, dass damit auch viele Probleme verbunden sind.  

Einen eigenen Raum bekommt der zweite Ausstellungsteil: Slow Fashion steht für bewusste und nachhaltige Mode. Hier wird gezeigt, dass es sehr wohl Alternativen bei Rohstoffgewinnung und Produktion gibt. "Es gibt Leder, das sich aus Lachshaut herstellen lässt - die sonst weggeworfen wird", sagte Direktorin Schulze. Kleider aus Algen und Daunenjacken aus PET-Flaschen können ebenso Alternativen sein wie Fasern aus Milchproteinen. Und Leder lässt sich auch mit Rhabarber gerben statt mit schädlichen Gerbstoffen. 

Stilbrise - der Blog zur Ausstellung

Ergänzt wird die Ausstellung durch den Blog www.stilbrise.de, wo Besucher eingebunden werden. Hintergründe zur Ausstellung und Interviews mit den Machern werden ergänzt durch Besuchermeinungen, die ein Team von Bloggern des Museums in der Ausstellung einfängt. 

Die Ausstellung ist bis zum 20. September zu sehen. Von Dezember 2015 bis Mai 2016 wird sie im Deutschen Hygiene-Museum Dresden gezeigt.

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