Gottesdienst

Bischöfin und Diakoniechef: Reformation heißt heute auch Inklusion

Bischöfin Kirsten Fehrs
Bischöfin Kirsten Fehrs© epd-bild / Norbert Neetz

01. November 2016 von Klaus Merhof, Simone Viere

Die Reformation ist nach Ansicht von Bischöfin Kirsten Fehrs eine bleibende Aufgabe für die Kirche. Sie sei "nicht nur ein geradliniger und wortgewaltiger Luther gestern" gewesen. Reformation sei "auch die hoffentlich wache Zeitgenossin Kirche heute", sagte Fehrs am Montagabend in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Gemeinsam mit Diakoniechef Dirk Ahrens feierte sie unter dem Motto "Macht Bahn - räumt die Steine weg" einen Gottesdienst für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Reformation sei ein guter Anknüpfungspunkt für den Inklusionsgedanken, sagte die Bischöfin. Luthers Glaube, dass die Gnade des Schöpfers ausnahmslos allen gilt, sei "inklusiv bis zum Letzen". Landespastor Ahrens erinnerte in seiner Predigt daran, dass sich Kirche und Diakonie auf den Weg gemacht hätten, ihre Angebote in Kitas, Jugendhilfe, Kirchengemeinden und Diensten und Werken inklusiv zu gestalten.

Netzwerk "Kirche inklusiv"

"Wir haben ein Netzwerk 'Kirche inklusiv' gegründet und wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe miteinander leben können", so der Diakoniechef. Seine Vision für die Zukunft sei eine Kirche "ohne Stolpersteine für Sehbehinderte und Stufen vor Rollstuhlfahrern."

Musikalisch und thematisch wurde der Gottesdienst von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gestaltet. Dabei trat unter anderem der Popchor "Sounddrops" auf, in dem Musiker mit und ohne Handicap gemeinsam singen. Die Wortbeiträge wurden von Gebärdendolmetschern übersetzt.

Auftakt für die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum 

Der Festgottesdienst war zugleich der Auftakt für die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum in Hamburg. Vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 wird in zahlreichen Veranstaltungen, Gottesdiensten, Ausstellungen und Theateraufführungen des Thesenanschlags Martin Luthers am 31. Oktober 1517 in Wittenberg und seiner Wirkung gedacht. Hamburger Veranstaltungen dazu finden sich im Internet unter www.hamburger-reformation.de.

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