Bischof Magaard wettet mit den Helgoländern
04. Juli 2017
Das klingt schwer nach Samstagabend-Fernsehshow: "Ich wette, dass der Bürgermeister es nicht schafft, mindestens 50 Helgoländerinnen und Helgoländer - gekleidet in den Helgoländer Farben grün, rot, weiß - am 21. Juli um 19.30 Uhr zum Musikpavillon an der Landungsbrücke zu holen, um dort mit Akkordeonbegleitung das Lied 'Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt' zu singen". Dieses Wettangebot machte Bischof Gothart Magaard.
Und richtete es an den Helgoländer Bürgermeister Jörg Singer. Die Helgoländer wollen nun natürlich zeigen, dass sie so etwas sehr wohl auf die Beine stellen können.
Vielleicht muss der Bischof bald Fischbrötchen verkaufen
Anlass für diese ungewöhnliche Wette ist die Ankunft des Nordkirchenschiffs "Artemis" das laut Fahrplan zufolge am 21. Juli vor Helgoland liegen wird. Sollte Bischof Magaard die Wette verlieren, wird er im Sommer 2018 auf der Insel Fischbrötchen für einen guten Zweck verkaufen, der vom Bürgermeister festgelegt wird. Sollte der parteilose Bürgermeister die Wette verlieren, wird er im Dezember zum Schwahlmarkt im Schleswiger Dom kommen und Kekse zugunsten der Domsanierung verkaufen.
Können Friesen singen?
Der Bischof verwies darauf, dass dem römischen Schriftstellter Publius Cornelius Tacitus (58 n. Chr. bis 117 n. Chr.) der Satz "Frisia non cantat" (Friesland singt nicht) zugeschrieben wird. Jetzt könnten die Helgoländer beweisen, dass sie sehr wohl singen mögen und können. Die "Artemis" wird anlässlich des 500. Reformationsjubiläums bis zum 29. Juli zahlreiche Häfen an der Ost- und Nordseeküste anlaufen. Mit dem bundesweit einmaligen Projekt sollen alle 13 Kirchenkreise der Nordkirche auf dem Wasserweg besucht werden.
