Einsatz gegen Kinderarbeit: Die Sternsinger sammeln Spenden
02. Januar 2026
Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ werden rund um Epiphanias am 6. Januar wieder Kinder Spendengelder für andere Kinder sammeln und den Segen für das neue Jahr überbringen.
Es sind alarmierende Zahlen: Schätzungsweise 138 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten laut Unicef und ILO, 54 davon unter besonders gesundheitsschädlichen Bedingungen. Viele von ihnen gehen nur kurz oder gar nicht zur Schule, was es noch schwieriger macht, Armut und Ausbeute zu entkommen.
Bildung ist der Schlüssel aus der Armut
Die Sternsinger und ihre Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, dass Kinder Bildungschancen erhalten, um sie aus der Arbeit zu befreien: Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Außerdem helfen sie Jugendlichen, ihren Abschluss in Abendkursen nachzuholen. Sie sensibilisieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung.
In diesem Jahr liegt ihr Fokus auf Bangladesch: Dort arbeiten noch rund 1,8 Millionen Kinder, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen.
Jede und jeder kann helfen
Gesammelt werden die Spendengelder lokal, beim Dreikönigssingen. Aber auch Online-Spenden sind möglich.
Um der Aktion mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, ziehen mehrere Sternsinger:innen auch in das Europaparlament ein: Sie kommen aus Deutschland, Ungarn, Rumänien, Italien, Österreich und Belgien.
Die Vertretung der deutschen Sternsinger übernehmen Annalena (15), Jakob (13), Sam (13) und Emily (13) aus der katholischen Pfarrei St. Knud in Husum (Nordfriesland).
Sie werden am 14. Januar im EU-Parlament die Lebenssituation arbeitender Kinder aus verschiedenen Ländern vorstellen und ihre Wünsche an die Europapolitik zum Einsatz gegen Kinderarbeit vortragen.
