Gedenken an die Opfer des 7. Oktober: Getötete, Verletzte, Überlebende
07. Oktober 2026
Vor drei Jahren hat die Terror-Organisation Hamas Israel überfallen. Tausende Menschen wurden getötet, verletzt oder traumatisiert zurückgelassen. Hunderte Menschen waren über Monate als Geiseln in der Gewalt der Terroristen. Zugleich sorgte das harte und auch unmenschliche Vorgehen der israelischen Armee gegen die Hamas und ihre Unterstützer im Gaza-Streifen weltweit für Empörung. Auch in Deutschland wich die Solidarität mit Israel antisemitischen Feindbildern und Narrativen.
Bischöfin Kirsten Fehrs: "Uns empört die Welle antisemitischen Hasses"
Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche sowie Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, erinnert an die 1200 Menschen, die an diesem Tag "unbeschreiblicher Gewalt ausgesetzt und ermordet wurden" sowie an die Überlebenden und an die Angehörigen, die "bis heute mit Trauer und den Folgen des Erlittenen leben".
Hier die vollständige Mitteilung im Presse-Portal der EKD lesen...
Auch für die überlebenden Geiseln und die Angehörigen der Getöteten sei das Trauma noch lange nicht vorüber.
Zugleich wies die Bischöfin auf das unermessliche Leid der palästinensischen Bevölkerung in Gaza hin: "Der grausame Krieg hat unzähligen Menschen das Leben, ihre Angehörigen, ihre Heimat und ihre Zukunft gekostet."
Zum Nachlesen: Gedanken und Gebet von Pastor Tobias Pfeifer, Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog...
"Für jüdische Menschen in Israel und weltweit ist der 7. Oktober ein Tag tiefen Schmerzes und anhaltender Verunsicherung", betont auch Pastor Tobias Pfeifer in seinem Gedenken. Er ist Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog der Nordkirche und Referent im Ökumenewerk.

"Leid der einen nicht gegen das Leid der anderen aufrechnen"
Pastor Pfeifer verwies weiter darauf, dass dieses Gedenken uns dazu verpflichte, Antisemitismus in jeder Form entschieden entgegenzutreten. "Es widerspricht ebenso jeder Sprache und Haltung, die Menschen entwürdigt, sie zu Feindbildern macht oder ihr Leid gegeneinander aufrechnet."
Auch Bischöfin Fehrs betonte, dass die Welle des antisemitischen Hasses, die durch Deutschland, Europa und die Welt zieht gegen Juden und Jüdinnen empörend sei. "Die Trauer um die Opfer des 7. Oktober wird nicht kleiner, wenn wir auch um die Opfer des Krieges in Gaza trauern, eines Krieges, der ohne den Terrorangriff der Hamas nicht über den Gazastreifen hereingebrochen wäre."
