Telemann-Jahr 2017

Hamburg feiert 2017 das "Telemann-Jahr"

Rossini-Quartett Magdeburg mit Telemann-Straßenbahn | Nicht nur in Hamburg sondern auch in Telemanns Geburtsstadt Magdeburg und anderen deutschen und europäischen Städten wird das Telemann-Jahr begangen.
Rossini-Quartett Magdeburg mit Telemann-Straßenbahn | Nicht nur in Hamburg sondern auch in Telemanns Geburtsstadt Magdeburg und anderen deutschen und europäischen Städten wird das Telemann-Jahr begangen.© Stadt Magdeburg/Romy Brett

30. Dezember 2016 von Oliver Quellmalz

Hamburg bereitet sich auf ein "Telemann-Jahr" vor. Der Barock-Komponist Georg Philipp Telemann bestimmte im 18. Jahrhundert fast 50 Jahre lang das musikalische Leben in Hamburg und erlangte Ruhm in ganz Europa. 1721 kam er mit 41 Jahren als Musikdirektor in die Hansestadt. Er unterrichtete als Kantor am Johanneum und spielte die Orgeln der Stadtkirchen. Später übernahm er auch die Leitung der Oper. Vor 250 Jahren, am 25. Juni 1767, starb Telemann in Hamburg im Alter von 86 Jahren. Hamburg ist Teil des internationalen Zehn-Städte-Netzwerks "Telemann 2017".

Ein eigenes Festival mit 18 Konzerten soll an den Barock-Komponisten erinnern. Den Auftakt bildet ein Konzert in der Elbphilharmonie am 25. Juni mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Das eigentliche Telemann-Festival findet vom 23. November bis 3. Dezember 2017 statt.

Geplant sind außerdem zahlreiche Konzerte in hochrangiger Besetzung, um die Bandbreite des Komponisten zu präsentieren. Zu hören ist Telemann-Musik unter anderem in den Hauptkirchen, der Staatsbibliothek und im Komponistenquartier in der Peterstraße, wo 2011 das Telemann-Museum eröffnet wurde. Im Mai soll eine Ausstellung in der Staatsbibliothek eröffnet werden. Rund um den Todestag am 25. Juni ist ein Telemann-Symposion geplant. Die Kulturbehörde stellt zur Unterstützung 150.000 Euro bereit.

Von Magdeburg über Leipzig nach Hamburg

Telemann wuchs in Magdeburg auf und erlernte die Musik weitgehend im Selbststudium. Erste Kompositionserfolge hatte er während seines Jurastudiums in Leipzig. Fast wäre seine Karriere in Hamburg schnell zu Ende gegangen. Bereits ein Jahr nach seiner Anstellung hatte er finanzielle Auseinandersetzungen mit den Ratsdruckern und Ärger mit den einflussreichen Oberalten, als er Kantaten in einem Wirtshaus aufführen wollte. Er bewarb sich als Thomas-Kantor in Leipzig und wurde prompt gewählt. Doch als die Hamburger sein Gehalt kräftig anhoben, entschied er sich, im Norden zu bleiben.

Telemann zählt zu den produktivsten Komponisten der Musikgeschichte

Mit über 3.600 Chorälen, Opern, Orgelstücken und Sinfonien zählt Telemann zu den produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Als Musikdirektor in Hamburg wirkte er unter anderem an den fünf großen evangelischen Stadtkirchen mit Ausnahme des damals noch existierenden katholischen Doms. Er hatte sich verpflichtet, jede Woche zwei Kantaten und pro Jahr eine Passion zu komponieren. Daneben schrieb er für Gedenktage und Hochzeiten. Zur Einweihung der St. Michaelis-Kirche 1762 komponiert er ein Oratorium und für die damals noch selbstständige Nachbarstadt 1760 die "Festmusik für die Stadt Altona".

Telemann-Jahr und Reformationsjubiläum 2017

Seit Mitte des Jahres ist Hamburg Mitglied im Netzwerk von zehn Telemann-Städten. Dazu zählen neben Hamburg und Magdeburg auch Leipzig, Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Eisenach und Frankfurt am Main sowie Zary und Pszczyna in Polen und Paris. Unter dem Motto "Telemann 2017" wollen die Beteiligten den Komponisten mit Konzerten, Tagungen, Ausstellungen, Workshops und Jugendprojekten würdigen. Schirmherrin ist Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Dabei wird auch eine Verbindung zum Reformationsjubiläum 2017 gezogen. Schließlich hat Telemann die evangelische Kirchenmusik nachhaltig geprägt.

Beigesetzt wurde Telemann in Hamburg auf dem Friedhof des St. Johannis-Klosters, an dessen Stelle sich heute der Rathausmarkt befindet. Eine Gedenkplatte am Rathauseingang erinnert an ihn. Sein Nachfolger im Amt wurde sein Patenkind Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), der Sohn von Johann Selbastian Bach (1685-1750).

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