Aufruf zum Friedensgebet

IFH: "Wo Hass und Gewalt sich Bahn brechen, leiden vor allem die Unschuldigen"

Aufruf zum Frieden: Am Mittwoch wird das Interreligiöse Forum Hamburg (IFH) ein Friedensgebet sprechen und damit signalisieren: Hass hat in der Hansestadt keinen Platz.
Aufruf zum Frieden: Am Mittwoch wird das Interreligiöse Forum Hamburg (IFH) ein Friedensgebet sprechen und damit signalisieren: Hass hat in der Hansestadt keinen Platz. © Unsplash, Tim Mossholder

25. Mai 2021

Angesichts der Gewalt im Nahen Osten hat der Vorstand des Interreligiösen Forums Hamburg (IFH) zu Frieden und Verständigung aufgerufen. Seine Mitglieder werden am Mittwoch, 26. Mai, um 16.15 Uhr auf der Terrasse der Rathauspassage an der Kleinen Alster in Hamburg zu einem Friedensgebet zusammenkommen.

In ihrem Aufruf bitten Bischöfin Kirsten Fehrs (Nordkirche), Landesrabbiner Shlomo Bistritzky (Jüdische Gemeinde Hamburg), Özlem Nas (Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg) und Nils Clausen (Buddhistischen Religionsgemeinschaft) die Menschen um Besonnenheit und Frieden. Zudem weisen sie jede Schmähung gegen Bevölkerungsgruppen als Vorstufe zur Gewalt entschieden zurück. 

"Wir sind mit den Gedanken bei den Angehörigen"

Ebenso drücken die Geistlichen der verschiedenen Religionsgemeinschaften ihr Mitgefühl mit allen Menschen aus, die unter dem Nahost-Konflikt leiden. Wörtlich heißt es: "Die aktuelle Lage dort erfüllt uns mit Traurigkeit und Sorge. Uns erschüttern die Bilder und Berichte von zerstörten Häusern, von verletzten und getöteten Menschen. In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei ihnen und ihren Angehörigen. Wo Hass und Gewalt sich Bahn brechen, leiden vor allem die Unschuldigen." 

Kein Platz für Hass in Hamburg

Das Interreligiöses Forum Hamburgs fühle sich dem Frieden in der Hansestadt verpflichtet: "Hamburg ist die Heimat von Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Glaubens, die friedlich hier zusammenleben. Wir rufen unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf: Lasst uns dafür sorgen, dass das so bleibt! Religiöser Hass, Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und Gewalt gegen Andersdenkende dürfen in Hamburg keinen Platz haben. Auch pauschale Schmähungen gegen ganze Völker oder Bevölkerungsgruppen weisen wir entschieden zurück, denn sie sind die Vorstufe zur Gewalt." 

Die Religionsgemeinschaft wird am Mittwoch ein gemeinsames Gebet auf der Terrasse der Rathauspassage sprechen. Gleichzeitig rufen sie "alle Menschen guten Willens auf, sich in Gebeten, Gedanken und Taten für ein friedliches Miteinander in Hamburg einzusetzen."

Hintergrund

Im Interreligiösen Forum Hamburg wirken folgende Religionsgemeinschaften und Institutionen mit: Alevitische Gemeinde, Bahà’i-Gemeinden Hamburg, Buddhisten, Katholische Kirche – Erzbistum Hamburg, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Hindus und Zentralrat der Inder, Jüdische Gemeinde Hamburg, Schura – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg sowie die Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg. 

Es wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich für einen respektvollen Umgang und ein friedliches Miteinander der verschiedenen Religionsgruppen in Hamburg ein. Zu seinen Aufgaben gehört etwa die Förderung von interreligiösen Jugendtreffen. 

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