Gebete und Mahnwachen

Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine

Vier Jahre Krieg in der Ukraine haben unzählige Menschenleben gekostet. Vielerorts finden heute Friedensgebete, Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen statt.
Vier Jahre Krieg in der Ukraine haben unzählige Menschenleben gekostet. Vielerorts finden heute Friedensgebete, Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen statt.© iStockphoto, SewcreamStudio

24. Februar 2026

Seit vier Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Die Bevölkerung leidet unter einem Angriffskrieg, bei dem Tag für Tag Menschen sterben, ihr Zuhause verlieren und um ihre Angehörigen trauern. Dazu kommen Strom- und Heizungsausfälle. Wir möchten mit Gebeten, Mahnwachen und Spenden ein wenig Mut und Hoffnung stiften.

Es ist eigentlich unvorstellbar: Dieser Krieg dauert seit vier Jahren an. In ihm sterben tausende auf beiden Seiten. Und die Überlebenden kämpfen mit Gewalt- und Verlusterfahrungen, die sie nie wieder loslassen werden.

Statement von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt 

„Dieser Krieg ist und bleibt ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. Er bringt Tod, Zerstörung, Flucht und Traumatisierung über unzählige Menschen. Insbesondere die gezielten Angriffe auf die Energieversorgung bei eisigen Temperaturen sind klar zu verurteilen“, erklärt Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Als Kirche stehen wir an der Seite der Menschen in der Ukraine – im Gebet, in konkreter Hilfe und in der klaren Benennung von Unrecht.“

Zur Pressemitteilung: Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ruft zu gerechtem Frieden und Solidarität auf und bittet um Hoffnung und Kraft für die Menschen in der Ukraine

Vier Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat unsere Landesbischöfin, Kristina Kühnbaum-Schmidt, an das Leid der Menschen erinnert und zu einem entschlossenen Einsatz für einen gerechten Frieden aufgerufen. „Dieser Krieg ist und bleibt ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. Er bringt Tod, Zerstörung, Flucht und Traumatisierung über unzählige Menschen. Insbesondere die gezielten Angriffe auf die Energieversorgung bei eisigen Temperaturen sind klar zu verurteilen“, so Kühnbaum-Schmidt. „Als Kirche stehen wir an der Seite der Menschen in der Ukraine - im Gebet, in konkreter Hilfe und in der klaren Benennung von Unrecht.“

Statement von Bischöfin Kirsten Fehrs

Themenseite EKD

„Vier Jahre Krieg haben unzählige Menschenleben gekostet und sich schwer auf die Seelen von Ukrainerinnen und Ukrainern gelegt. Ob Männer, die tagtäglich an der Front um die Freiheit ihres Landes kämpfen, ob Frauen, die inzwischen monatelang in zerbombten Städten ohne Licht und Heizung ausharren, ob Kinder, die seit Jahren in fremden Ländern versuchen, in ein neues, anderes Leben zu finden - sie alle sind erschöpft und bis ins Innerste traumatisiert. Nach vier langen Kriegsjahren braucht es eine kollektive Kraftanstrengung, dem drohenden Gefühl von Resignation und Hoffnungslosigkeit etwas entgegenzusetzen. 

Dazu braucht es auch inhaltliche Klarheit: Dieser Angriffskrieg bleibt ein himmelschreiendes Unrecht, das wir niemals akzeptieren dürfen. Der russische Diktator könnte das Morden von heute auf morgen beenden, wenn er das wollte - das muss immer wieder deutlich gesagt werden.

Wir alle sind herausgefordert, berührbar zu bleiben für das unendliche Leid der Menschen in der Ukraine. Und so wäre mein Wunsch, dass wir auch vier Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine mit wachem Blick hinsehen, was dort passiert, dass wir nicht müde werden, das Unrecht zu benennen, und immer wieder unsere Herzen öffnen in Richtung derer, die kaum noch Hoffnungskraft haben. Ich persönlich werde die Hoffnung auf einen Frieden in der Ukraine nicht aufgeben und bete für ihn - heute, morgen und übermorgen.“

Spenden für die Menschen in der Ukraine

Neben all der Angst vor den nächsten Bomben, der Trauer um die Angehörigen und der Wut die Ungerechtigkeit des Krieges, geht es für viele ukrainische Frauen in diesen Tagen auch darum, ihre Kinder und sich selbst mit dem Nötigsten versorgen zu können. Denn immer wieder sorgen Angriffe für Strom- und Heizungsausfälle. Und das bei Temperaturen unter null Grad. 

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft deshalb zu Spenden für die ukrainische Bevölkerung auf. Wichtigste Bedarfsgüter sind unter anderem: Powerbanks, Schlafsäcke, gasbetriebene Kochherde und warme Kleidung.

Verteilt werden sie über lokale Partnerorganisationen. Parallel dazu werden direkte Finanzhilfen ausgezahlt und psychosoziale Unterstützung ausgeweitet, um Familien kurzfristig zu stabilisieren und langfristig zu versorgen.

Spendenkonto:

Evangelische Bank, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, BIC: GENODEF1EK1, Zweck: Nothilfe Ukraine

Parallel dazu veranstalten viele Gemeinden in der Nordkirche Friedensgebete, Mahnwachen und andere Veranstaltungen, die an die Lage der Ukrainer*innen und Ukrainer erinnern. Dies sind einige von ihnen:  

Veranstaltungen in der Nordkirche

Demonstration mit anschließendem Friedensgebet am Dom zu Schleswig. Auftakt ist am 24. Februar um 16.30 Uhr auf dem Capitolplatz. Von dort ziehen die Demonstrant:innen über die Plessenstraße und die Norderdomstraße zum Schleswiger Dom. In diesem hält Propst Helgo Jacobs eine Mahnwache mit ökumenischem Gebet ab. Die Fürbitten werden auf Deutsch, Kurdisch und Ukrainisch gehalten. Die musikalische Beiträge kommen von Künstler:innen des ukrainischen Vereins Sonnenblume und der deutsch-kurdischen Gemeinde Schleswig-Flensburgs.

Friedensgebete - 4 Jahre Ukrainekrieg

Am 24. Februar um 18 Uhr lädt die Kirchengemeinde Eckernförde zu einem Friedensgebet in die Borbyer Kirche ein. „Wir werden Kerzen anzünden, an die Opfer des Krieges denken und für sie und ihre Angehörigen beten. All unsere Gedanken und Gefühle, auch unsere Sorgen und Ängste werden Raum haben. Kommen wir zusammen und halten die Sehnsucht wach, dass dieser Krieg und alle Kriege weltweit ein Ende finden“, so Pastor Michael Jordan.

Friedensgebet in der Versöhnungskirche in Harrislee. Beginn ist am 24. Februar um 17 Uhr. Die Gemeinde lädt ein zum Innehalten, Gedenken und gemeinsamen Gebet für Frieden in Europa.

Einladung zum Friedensgebet am Dienstag, 24. Februar 2026, um 18 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche Bad Bramstedt (Kirchenbleeck, 24576 Bad Bramstedt). "Wir wollen zusammen kommen und zusammen beten, um dieses schrecklichen Erlebnisses zu gedenken", sagt Pastorin Lisa Schwetasch

 

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