„Gott möchte nicht, dass wir gelähmt bleiben vor Entsetzen.“

Landesbischof Ulrich zum Osterfest

Landesbischof Gerhard Ulrich. Foto: Hernandez/Nordkirche
Landesbischof Gerhard Ulrich. Foto: Hernandez/Nordkirche© Hernandez / Nordkirche

02. April 2015 von Stefan Döbler

Schwerin. Anlässlich des Osterfestes lädt Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, dazu ein, in rund 1.900 Kirchen und Kapellen der Nordkirche die Osterbotschaft zu hören: „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Darin bekommt all das, was uns das Jahr hindurch begleitet – auch die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem, sein Weg zu den Menschen, der bis ans Kreuz führt – erst seinen Sinn. Deshalb ist Ostern das zentrale Fest der Christenheit.“

Alljährlich bedenken Christen in der Woche vor Ostern, der Karwoche, das Leiden und Sterben Jesu, so der Landesbischof: „In diesem Jahr geschah das auch vor dem Hintergrund des Flugzeugabsturzes in Frankreich, der uns alle zutiefst erschüttert hat. Die Dimension dieses Sterbens macht sprachlos, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen.“ Gerhard Ulrich: „In Gedanken und Gebeten für die Opfer und für alle Hinterbliebenen, für die Einsatzkräfte und Helfer wenden wir uns an Gott, der mit dem Gekreuzigten auch an der Seite aller Leidenden und Trauernden ist. Bei ihm suchen wir Halt, tragen wir Leid und Trauer gemeinsam.“ Der Landesbischof erinnert an die vielfältige Hilfe durch Rettungs- und Bergungskräfte, Polizei und Feuerwehr, durch Einwohner des Unglücksortes, durch Notfallseelsorger und psychologische Begleiter: „Ihnen allen gilt unser Dank und Respekt für ihren unermesslich schweren Dienst.“

Leben steht auf gegen den Tod

Überall seien die Kirchen offen für alle, die einen Ort suchten zum Aushalten des Elends, für das es keinen schnellen Trost gebe, so Gerhard Ulrich. Die Verheißung von Ostern wolle gerade die Trauernden erreichen: „Gott möchte nicht, dass wir gelähmt bleiben vor Entsetzen. In der Bibel wird von den beiden Frauen berichtet, die am Ostermorgen das Grab Jesu leer vorfinden. Sie werden die ersten Zeuginnen und Zeugen der Auferstehung. Sie erleben selbst, dass sie nicht gefangen bleiben in Trauer und Angst. Stattdessen erfahren sie die lebendig machende Kraft Gottes – an sich selbst. Dass der Tod seine Macht verliert, nicht das letzte Wort hat, dass Leben aufsteht gegen den Tod.“

Der Landesbischof nimmt auch Bezug auf das Bild von dem barmherzigen, mitfühlenden und mit-leidenden Gott in dem Menschen Jesus am Kreuz: „Das Kreuz ist das Zeichen der göttlichen Passion, der göttlichen Teilnahme. Auch daran wird die Herrlichkeit Gottes sichtbar, dass er in seiner Treue den Weg bis in den Tod mitgeht. Gott steht an der Seite der Opfer. Er gibt sich selbst hin, geht selbst den Weg durch die Verzweiflung hindurch – und nimmt dem Tod so die Macht.“

Bilder der Hoffnung, der Gerechtigkeit, des Friedens

Gerhard Ulrich erinnert daran, dass unzählige Menschen weltweit unter den Folgen von Krieg und Gewalt, von Ungerechtigkeit und Armut leiden. Christenmenschen hätten aus ihrem Glauben heraus dieser Welt etwas Wichtiges anzubieten: „Bilder der Hoffnung, Bilder der Gerechtigkeit, des Friedens. Bilder von gelingendem Leben. Wir glauben, dass diese Welt nicht ist, wie sie sein kann, dass sie – theologisch gesprochen – Erlösung braucht. Denn diese Welt ist nicht einfach nur veränderungsbedürftig. Sie geht auch nicht auf in dem, was wir sehen, begreifen, darstellen, erklären. Da ist mehr als wir selbst. Mehr als nur Vernunft. Wir nennen diese Macht Gott, von dem wir glauben, dass er alles geschaffen hat, und der uns immer wieder neu ermutigt, anzufangen mit not-wendender Veränderung.“

Für alles Unvollkommene, Zerstörerische in uns habe Gott sich in Christus ans Kreuz schlagen lassen, so Ulrich: „Er tat das aus Hingabe und Liebe, einzig um uns aus dem Wirkbereich des Todes wieder ins Leben zu holen. Damit sich erfüllt, was er zusagt: Fürchtet euch nicht – trotz allem. Denn hinter dem Kreuz scheint das ganz andere, das Neue doch längst auf.“

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