Interkulturelles Projekt

Rendsburger Frauen bringen deutsch-arabisches Liederbuch heraus

Singen verbindet und fördert das Verständnis für Sprache. Das deutsch-arabische Liederbuch, das im im MGH Rendsburg entstand, kann ab sofort in Kindergärten und anderen Einrichtungen verwendet werden.
Singen verbindet und fördert das Verständnis für Sprache. Das deutsch-arabische Liederbuch, das im im MGH Rendsburg entstand, kann ab sofort in Kindergärten und anderen Einrichtungen verwendet werden.© Adobestock, New Africa

09. Juni 2021 von Inga Lange

Eigentlich kamen sie zusammen, um gemeinsam zu zeichnen. Doch aus dem Kunstprojekt im Mehrgenerationenhaus in Rendsburg wurde schnell ein interkulturelles Projekt, bei dem mehrere Frauen ein deutsch-arabisches Liederbuch gestalteten – und nebenbei ihre Sprachkenntnisse verbesserten. Jetzt ist das Buch erschienen.

Die Corona-Pandemie schränkte die Regelmäßigkeit ihrer Treffen stark ein, aber wenn sie zusammenkommen durften, dann gehörte der Montagnachmittag ihnen und den Farben: Unter Anleitung der Künstlerin Telse Polenski trafen sich im vergangenen Jahr unter Pandemiebedingungen mehrere Frauen im Mehrgenerationenhaus (MGH) Rendsburg. Die Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Kulturen wollten gemeinsam zeichnen und malen.

Singen hilft, die Sprache zu verstehen

Unter ihnen waren auch Frauen aus Syrien. Sie alle verband ihre künstlerische Leidenschaft. Aber sie kamen nicht nur um zu malen, sondern auch um die Sprache zu lernen und die Kultur kennenzulernen. "Eine Frau kannte noch nicht das ABC. Um ihr das Lernen zu erleichtern, sang Telse Polenski mit ihr das Lied 'ABC – die Katze lief im Schnee', berichtet MGH-Leiterin Frauke Kondritz.

Die Frauen stellten fest: Kinderlieder werden überall und in jeder Kultur gesungen. Musik verbindet und so entstand ein reger Austausch und die Idee, ein Buch mit Kinderliedern und Gedichten in deutscher und arabischer Sprache zu veröffentlichen.

Für Kitas und mehr 

Telse Polenski und ihre Frauen setzten sich an die Umsetzung, wählten Lieder aus, illustrierten und übersetzten. Umgesetzt wurde das Projekt schließlich im vergangenen Sommer von den syrischen Frauen Farehah Dodo und Anahita Osman mit Unterstützung von Telse Polenski.

Entstanden ist so ein Heft mit 22 Liedern wie "Häschen in der Grube" oder "Schlaf Kindchen, schlaf". Gedruckt werden konnte das Heft dank Fördergeldern für den Bereich Integration vom Land Schleswig-Holstein. 500 Exemplare liegen nun vor und werden an Kitas und Einrichtungen, die im Bereich Integration tätig sind, verteilt. Das Heft liegt außerdem zum Download bereit unter www.mgh-rendsburg.de.

"Musik und Malen verbindet Kulturen", findet Frauke Kondritz. So sehen das auch die Frauen aus dem Malkurs von Telse Polenski und hoffen, dass sie sich bald wieder regelmäßig treffen können. Denn das Projekt soll weiter gehen: Anahita Osman und Telse Polenski planen ein Video, auf dem die Lieder auf Deutsch und Arabisch gesungen werden.

Das Mehrgenerationenhaus 

Das MGH Rendsburg ist ein Begegnungsort, der den Austausch zwischen den Generationen und verschiedenen Kulturen fördern soll. Es ist angeschlossen an die Familienbildungsstätte (FBS) des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde. Partner sind unter anderem das Diakonische Werk sowie die Christusgemeinde Rendsburg. 

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