Digitalisierung in der Corona-Zeit

Studienergebnis zu Online-Formaten der Kirchen wird präsentiert

Print oder digital? Gottesdienste, Seelsorge und Bildungsprojekte werden mittlerweile auf vielen Wegen angeboten. Die Frage ist, was soll nach der Pandemie beibehalten werden?
Print oder digital? Gottesdienste, Seelsorge und Bildungsprojekte werden mittlerweile auf vielen Wegen angeboten. Die Frage ist, was soll nach der Pandemie beibehalten werden? © pixabay/congerdesign

26. März 2021 von Julia Krause

Welche Folgen hat die Corona-Krise für die Kirchen – und welche Konsequenzen ergeben sich aus den Onlineformaten? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine ökumenisch und international angelegte Studie. Die Ergebnisse werden am 13. April in einer Online-Tagung präsentiert, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

 "Churches Online in Times of Corona" – kurz "CONTOC" – heißt die Studie, die ab dem Frühjahr 2020 in Deutschland, der Schweiz und 18 weiteren Ländern auf Initiative des Instituts für Evangelische Theologie der Universität Würzburg und der Theologischen Fakultät der Universität Zürich durchgeführt wurde. Zusammengekommen sind mehr als 7000 Datensätze, davon rund 3500 allein in Deutschland. 

Ergebnisse sind für künftige Angebote wichtig

"Wir können auf eine bislang einzigartige, sehr breite und detailreiche Datenbasis zurückgreifen, um die gottesdienstliche, seelsorgerliche, diakonische und  und bildungsbezogene Praxis in den Gemeinden in der ersten Phase der Pandemie umfangreich zu beschreiben", sagt Professorin Dr. Ilona Nord vom Institut für Evangelische Theologie der Universität Würzburg und ergänzt: "Es liegen hoch interessante Einblicke in die Einstellungen und den Umgang des Pfarrpersonals zu digitalen Medien und zur Unterstützung der kirchlichen Institutionen in der digitalen Ausstattung vor. Gleichzeitig bieten die Erkenntnisse aus der Studie Anlass, Digitalisierungsprozesse kritisch zu reflektieren und über zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten nachzudenken", sagt sie.

Im Fokus der ökumenischen Befragung stehen die Erfahrungen mit digitalen Mediennutzungen, die evangelische und katholische Kirchen im Zuge der Pandemie gemacht haben. Das heißt: Es geht um alle pastoralen Handlungsprozesse – von Gottesdiensten über Seelsorge und Bildung bis zur Diakonie, erklärt Simon Eckhardt von der Universität Würzburg, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter und IT-Experte an der Auswertung der deutschen Datensätze beteiligt ist. "Wir wollten erfahren, wie Kirche mit der aktuellen Situation umgeht und welche Learnings und Handlungsoptionen sich daraus für die Zukunft ergeben", erklärt er. 

Anmeldungen werden jetzt angenommen

Dazu wurden allen Landeskirchen mit der Bitte angeschrieben, auf die Onlinebefragung in ihren Kanälen aufmerksam zu machen. Außerdem beteiligte sich auf deutscher Seite auch das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der EKD an der Studiendurchführung und Auswertung. 

Die Ergebnisse werden am 13. April in der "Ökumenische Online-Tagung zu Forschungsergebnissen und Perspektiven für die Kirchen in Deutschland" von 9 bis 17 Uhr präsentiert. Eingeladen sind dazu neben allen Studienteilnehmern alle weiteren Interessierten. 

Was soll bleiben? 

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Bereiche Gottesdienst und Seelsorge. Sie stehen im Zentrum öffentlicher Debatten und haben einen intensiven digitalen Wandel erfahren. Entgegen der häufigen Annahme, dass die technischen Voraussetzungen und Fähigkeiten für kirchliche Online-Angebote auf diesen Gebieten erst noch erlernt werden müssen, habe die Studie gezeigt, dass Innovationen auch schon im ersten Lockdown sehr rasch angestoßen und umgesetzt werden konnten, umreißt Simon Eckhardt eine zentrale Erkenntnis.

Weitere Details zu den Studienergebnissen liefert die Online-Tagung. Insbesondere, so Ilona Nord, geht es dabei auch um die Frage, was die Befragten beibehalten wollen oder wovon sie nach der Corona-Pandemie wieder Abstand nehmen wollen.

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