Kirchenkreis Ostholstein

Und was passiert mit den Konfirmationen?

© epd-bild/Jens Schulze

15. Mai 2020

Mit dem allgemeinen Runterfahren des öffentlichen Lebens Mitte März wurden in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Ostholstein auch die Konfirmationsfeiern abgesagt. Viele Eltern und Jugendliche fragen sich nun, wie es weitergeht.

„Eine einheitliche Lösung gibt es nicht. Es sind unsere Kirchengemeinden, die versuchen, vor Ort und in Absprache mit den Familien die besten Lösungen zu finden“, sagt der Eutiner Propst Peter Barz.

Verschieben oder Konfirmation in kleinen Gruppen?

Tatsächlich sind die Vorstellungen ganz unterschiedlich, was unter anderem mit der Anzahl der Jugendlichen zusammenhängt, die konfirmiert werden sollen. Sind die Gruppen klein, scheint es eher möglich, durch eine weitere Unterteilung in zwei oder drei Gruppen noch im August oder September eine Konfirmationsfeier zu organisieren. Dort, wo viele Jugendliche konfirmiert werden und ein halbes Dutzend oder mehr Gottesdienste erforderlich wären, um den Hygiene-Auflagen entsprechen zu können, tendieren die Gemeinden eher zu einer grundsätzlichen Verschiebung. Zumal auch die Familien bei ihren Feiern nur eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten haben.

Beratungen in Kirchengemeinderats-Sitzungen

So manche Kirchengemeinde ist noch mitten in der Findungsphase und hat die Beratungen dazu auf den Tagesordnungen ihrer Kirchengemeinderats-Sitzungen. Neukirchen bei Oldenburg mit acht Konfirmanden hatte beispielsweise gerade erst eine Verschiebung bis Palmsonntag 2021 ins Auge gefasst, wird aber dieser Tage auf Wunsch einzelner Familien erneut mit den Eltern sprechen, um dann eine endgültige Entscheidung zu fällen.

Absprachen mit Familien

Genau eine solche Einbindung der Familien hat auch die Nordkirche empfohlen. In ihren Handlungsempfehlungen für „Kirchliches Leben im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie“ hat sie angeregt, dass sich die Kirchengemeinden mit allen Beteiligten absprechen. „Dabei hängt auch viel von der Bereitschaft der Familien ab, eine Familienfeier mit wenigen Angehörigen und Freunden auszurichten. Man kann auch hier mehrere Gottesdienste hintereinander stattfinden lassen oder die Konfirmationen auf mehrere Sonntage verteilen“, heißt es in dem Papier von Anfang Mai.

Segensgruß als Überraschung

In Burg auf Fehmarn wollen die Pastorinnen Susanne Platzhoff und Bettina Axt einen Abend mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ihren Eltern abhalten, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Bei fast 30 Konfirmanden kann aber auch so ein Gesprächsabend noch nicht ohne Weiteres stattfinden, weil dabei schnell bis zu 80 Menschen zusammenkommen würden. Immerhin: Beide Pastorinnen überraschen ihre Jugendlichen in diesen Tagen mit einem Segensgruß. Zu einer persönlichen Karte gibt es ein Armband mit einem Segensspruch und einen Blumengruß. Statt am 17. Mai Konfirmation zu feiern, wird das Konfi-Team dann zu Postboten.

Reaktionen über Termin-Verschiebungen

Entscheidungen aus weiteren Gemeinden finden Sie auf der Website des Kirchenkreises Ostholstein

Angesichts von 77 Jugendlichen, die zur Konfirmation anstehen, will auch die Kirchengemeinde in Stockelsdorf nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden und schreibt gerade an einem Brief an die Familien. Pastorin Almuth Jürgensen ist selbst traurig über die Verschiebung. „Ich habe sooo eine nette, lustige Gruppe“, sagt sie. Sie wisse genau, was sie den jungen Leuten sagen wolle und auch die Urkunden waren schon geschrieben. „Und nun wurden sie so enttäuscht“, bedauert Jürgensen.

 

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