Feiertag

Wir feiern Christi Himmelfahrt – und erleben den Himmel auf Erden in der Natur

Himmelfahrt ist zugleich ein Abschied und ein Anfang, sagt unsere Bischöfin Nora Steen.
Himmelfahrt ist zugleich ein Abschied und ein Anfang, sagt unsere Bischöfin Nora Steen. © numismarty, iStockphoto

12. Mai 2026

Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt, dem 40. Tag nach Ostern. Viele Menschen kennen den Feiertag auch als Vatertag. Der Tag erinnert uns daran, dass der Himmel schon jetzt hier auf der Erde zu erleben ist. Deswegen lädt unsere Kirche dazu ein, zum Beispiel einen Gottesdienst unter freiem Himmel in der Natur zu feiern.

„Was steht ihr da und seht zum Himmel? Guckt nicht nach oben, sondern guckt in die Welt: Nicht da, wo der Himmel ist, ist Gott – sondern da, wo Gott ist, ist der Himmel. Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 24, Vers 44-53 

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So lautet der Text in der Bibel zu Himmelfahrt. An Christi Himmelfahrt feiern Christinnen und Christen die Rückkehr von Jesus zu Gott in den Himmel, also seine Himmelfahrt. Er überlässt den Jüngern die Aufgabe, seine Botschaft in der Welt weiterzutragen.

Release zu Himmelfahrt: Zwei neue Monatslieder von unserem Popularmusiker Dennis Bischoff

"Zwischen den Zeilen" - hier hören auf YouTube

"Ich glaub noch an Wunder, voll Liebe und Licht
Ich glaub noch an Wunder und schon auch an Dich"

"Lass die Sorgen frei" - hier hören auf YouTube

"Lass die Sorgen frei, frei, frei! Lass sie weiterziehn,
Mache Platz in Dir für den Moment. Und Deine Träume"

Der Feiertag findet 40 Tage nach Ostern statt, weil laut der Bibel Jesus nach seiner Auferstehung noch 40 Tage lang den Jüngern erschienen ist, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde (siehe Apostelgeschichte 1, Verse 3–11). 10 Tage später wird Pfingsten gefeiert.

Ausschnitt aus dem Auferstehungsfenster im Schleswiger Dom aus dem 19. Jahrhundert
Ausschnitt aus dem Auferstehungsfenster im Schleswiger Dom aus dem 19. Jahrhundert© Antje Wendt/Nordkirche

Bischöfin Nora Steen: Himmelfahrt ist Abschied und Neuanfang

Der Feiertag ist nach den Worten von Bischöfin Nora Steen aus dem Sprengel Schleswig und Holstein ein "Ein Moment des Abschieds und zugleich ein Anfang". Einerseits entziehe sich Jesus den Blicken seiner Jünger. Seine Zeit auf der Erde ist zu Ende. Er kehrt zurück an Gottes Seite. Und doch lasse er uns nicht alleine. Im Gegenteil: Er sendet uns hinaus.

Nicht mehr er selbst geht die Wege durch diese Welt, sondern wir.

In seinem Namen. Als Getaufte.

Als Christen, die seine Botschaft weitertragen.

Was bedeutet das für uns im hier und jetzt?

Es heißt: hinschauen, wo andere wegsehen.

Es heißt: Menschen mit Würde und Wärme begegnen.

Es heißt: Frieden suchen, im Kleinen wie im Großen.

Es heißt auch: standhaft bleiben, wenn Werte ins Wanken geraten.

Christi Himmelfahrt erinnert uns daran:

Der Himmel ist kein ferner Ort. Gott ist da! Mitten in unserem Alltag.

Und wir? Wir sind seine Hände. Seine Stimme. Sein Herz in dieser Welt.

Gehen wir also hinaus: mutig, zugewandt und voller Hoffnung. Bischöfin Nora Steen zu Himmelfahrt 2026

Bischöfin Nora Steen, im Hintergrund der Domturm
Bischöfin Nora Steen, im Hintergrund der Domturm© Marcelo Hernandez, Nordkirche

Den Himmel erleben - Open Air

Den Himmel auf Erden feiern - dafür eignen sich besonders Gottesdienste unter freiem Himmel.

Hamburg: Do, 14. Mai | 11 Uhr | Hammaburg-Platz, Speersort. Im Anschluss gibt es ein Mitbring-Picknick!

In der Hamburger Innenstadt gibt es dafür hinter der Petri-Kirche die Möglichkeit: Die City-Kirchen St. Jacobi, St. Petri und St. Katharinen feiern um 11 Uhr gemeinsam mit Pop und Gospel unter dem Motto „Hinterm Horizont geht’s weiter“. 

Die St. Petrikirche im Stadtzentrum von Hamburg
Die Kirche St. Petri im Herzen von Hamburg. © dedi - Fotolia

Doch ob im Wald, Garten oder Innenhof: Unsere Kirchen laden zu vielen Open-Air-Gottesdiensten ein. Gefeiert wird auch gemeinsam mit katholischen Gemeinden und den Kirchen einer ganzen Region. 

Fahrradtouren, Wanderungen und Picknick zu Himmelfahrt

Es muss auch nicht immer ein klassischer Gottesdienst zu Himmelfahrt sein - viele Gemeinden organisieren Fahrradtouren, gemeinsame Wanderungen oder auch ein Picknick, um gemeinsam die biblische Erzählung zu hören, zu singen und zu beten. Sollte das Wetter mitspielen, sind alle oftmals auch noch zum Grillen eingeladen. 

Ein besonderes Ereignis steht auf der Halbinsel Eiderstedt zu Himmelfahrt an: Mit einem Festgottesdienst feiern die evangelischen Kirchen auf der Nordsee-Halbinsel den Abschluss ihrer Sanierung. Hier gibt es mit 18 Kirchen so viele historische Dorfkirchen auf engem Raum wie sonst nirgends in Deutschland.

Auch die historische Kirche in Witzwort wurde saniert.© Nadine Heggen, epd

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