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Aktionswoche "Mut Macht Mensch"

Durch die Zelte des Protests

11.05.2017 | „Stadt-Stachel“ – das klingt gefährlich, nach etwas, das piekst. Aber so ist das mit dem Protest-Parcours: Er führt dahin, wo es auch manchmal unbequem ist. Auf diesen Stadtspaziergang der anderen Art lädt der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg in seiner „Mut Macht Mensch“-Aktionswoche am 11. Mai (Donnerstag) ab 18 Uhr.

Mitten in der Innenstadt haben sie die Zelte für den "Stadt-Stachel" aufgeschlagen: Knut Winkmann (Bürger-Bühne), Steffen Ohlendorf (Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg) und Vincent Bausch (FSJ Theater Lübeck).
Mitten in der Innenstadt haben sie die Zelte für den "Stadt-Stachel" aufgeschlagen: Knut Winkmann (Bürger-Bühne), Steffen Ohlendorf (Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg) und Vincent Bausch (FSJ Theater Lübeck).

Das ist die Altstadt aus einem ganz anderen Blickwinkel. „Es wird etwa 25 Stationen geben“, sagt Knut Winkmann, Leiter der Bürgerbühne am Theater Lübeck. Sie reichen von Zelten, in denen die Teilnehmer etwas über das „Ankommen“ in Lübeck erfahren, bis hin zu interaktiven Beteiligungsspielen rund um das Thema Mut, Chorliedern oder Hörstationen an ungewöhnlichen Orten.

Den Gedanken der Reformation aufnehmen: Mit besonders vielen Leuten ins Gespräch kommen

Der „Stadt-Stachel“ ist ein Bürgerbühnen-Erkundungs-Projekt des Theater Lübeck mit Lübecker Menschen und Orten. Es ist während der Lübecker Aktionswoche „Mut Macht Mensch“ vom 10. bis zum 14. Mai im Rahmen des Reformationsjubiläums zu erleben. Veranstalter ist der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. „500 Jahre Reformation – der Kirchenkreis hat versucht, zum Jubiläum die Gedanken der Reformation aufzunehmen und darüber mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Steffen Ohlendorf, Referent von Pröpstin Petra Kallies.

Winkmann: "Es lohnt sich, mitzumachen"

Etwa zehn Iglu-Zelte werden irgendwo mitten in der Stadt aufgebaut. In jedem Zelt sitzt ein Mensch und erzählt seine Geschichte über die eigene Ankunft in Lübeck. Viel Platz ist nicht. Etwa drei bis vier Spaziergänger können in je einem Zelt zuhören. „Es kostet ein wenig Mut. Aber die Geschichten der Menschen sind echt und bewegend", sagt Winkmann. "Es lohnt sich, mitzumachen."

Unbequeme Fragen stellen

Statt eines Stadtführers warten knapp 100 Akteure der Bürgerbühne am Theater Lübeck auf die Spaziergänger des „Stadt-Stachels“. Schulklassen, Chöre aber auch Einzelpersonen aus unterschiedlichen Nationen wirken mit. Die Akteure sind zwischen 14 und 70 Jahre alt. Gemeinsam übersetzen sie reformatorische Fragen ins Heute. Wie? Immer anders, in jedem Fall laut und deutlich, oft unübersehbar. „Insgesamt ist der „Stadt-Stachel sehr assoziativ und nicht als zusammenhängende Geschichte gedacht“, so Winkmann. Vielmehr weist der Parcours auf Lübecker hin, die Nein sagen, die unbequeme Fragen stellen. Es geht an Orte des Protests und des Widerstands.

Mehr Aktionen bei "Mut Macht Mensch"

Doch das ist nicht die einzige Aktion bei „Mut Macht Mensch“. Seit Oktober 2016 läuft bereits die Laienkanzel, zu der Menschen predigen, deren eigentlicher Beruf nicht die Theologie ist. Die Reihe „Cantate 2017“ zeigt das reiche musikalische Erbe der Reformation. Es gibt ökumenischen Dialoge zu den Seligpreisungen. Die Mittagsandachten in St. Marien werden nicht nur von Theologen gehalten, sondern auch von Senatoren. Die Guerilla-Kochaktion „In aller Munde“ lehnt sich an Luther legendäre Tischreden an, in Kooperation mit den Nordischen Filmtagen wartet eine Nacht mit Kurzfilmen über spielerische Widerstände in St. Marien.