Weltgebetstag

Am 6. März ist Weltgebetstag: Perspektiven und Gebete von Frauen aus Nigeria

Titelbild des Weltgebetstags 2026: "Rest for the Weary" von der nigerianischen Kuenstlerin Gift Amarachi Ottah
Titelbild des Weltgebetstags 2026: "Rest for the Weary" von der nigerianischen Kuenstlerin Gift Amarachi Ottah© 2024-World-Day-of-Prayer-International-Committee-Inc.

02. März 2026

Der Weltgebetstag stärkt den gemeinsamen Glauben und das Zusammenleben über Grenzen hinweg. In diesem Jahr haben Frauen aus Nigeria Gebete, Lieder und Informationen über ihr Land zusammengestellt. Dabei wird schnell vergessen: Auch hier in Norddeutschland leben Menschen mit Wurzeln in Nigeria. “Das Bild in Deutschland von Nigeria ist zu einseitig”, sagt zum Beispiel Ngozi Utoh-Samuel.

Vor 99 Jahren entstand der Weltgebetstag. Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird er seitdem gefeiert. Er ist die größte ökumenische Basisbewegung geworden, initiiert ursprünglich von Frauen. In jedem Jahr steht ein Land im Fokus, in diesem Jahr ist es Nigeria. "Kommt! Tragt eure Last" lautet das Motto.

Nigeria zwischen Herausforderungen, Kreativität und Dynamik

“Das Bild in Deutschland von Nigeria ist zu einseitig”, sagt Ngozi Utoh-Samuel. Sie ist Teil der nigerianischen Community in Hamburg und begleitet Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag. Einerseits stehe das Land vor großen Herausforderungen. Andererseits gebe es enorme Kreativität, Unternehmergeist und zivilgesellschaftliches Engagement.

Ngozi Utoh-Samuel_Vorstandsmitglied des Vereins Positiv Live Global Empowerment
Ngozi Utoh-Samuel ist Vorstandmitglied des Vereins „Positive Life – Global Empowerment“, der sich in Hamburg für Bildungsgerechtigkeit einsetzt. Sie ist Mitglied der freien Gemeinde „Wort des Glaubens“ in Hamburg-Tonndorf und engagiert sich dort in der Kinder- und Jugendarbeit.© privat

Und auch die Menschen mit nigerianischen Wurzeln hier in Deutschland setzten sich in Vereinen oder Gemeinden für das Zusammenleben ein. "Und das alles leisten sie neben ihrer Familie, ihrem Beruf und vielen Hürden bei der Integration", berichtet sie.

Der Weltgebetstag ist für sie ein wichtiger Anlass, den gemeinsamen Glauben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. "Uns alle verbindet der Wunsch nach Frieden, Gerechtigkeit und einem würdigen Leben für unsere Familien", sagt sie.

Hintergrund: Der Weltgebetstag

Im Jahr 1927 wurde erstmalig international ein Weltgebetstag von christlichen Frauen unterschiedlicher Konfessionen gefeiert.

Die Frauen setzten damals wie heute wichtige Zeichen für Frieden und Versöhnung. Sie kämpften für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft. Als eine der ersten engagierten sie sich für Umweltschutz und traten auch gegen Rassismus und Intoleranz ein.

Mehr erfahren auf der Website des Weltgebetstags

Aktuelle gemeinsame Themen sichtbar machen

Im Frauenwerk der Nordkirche ist Referentin Saskia Albers für die Organisation des Weltgebetstags verantwortlich. Sie weiß, dass dieser Tag vor allem von Ehrenamtlichen getragen wird. Werkstätten und Fortbildungen im Vorfeld sollen möglichst vielen Menschen vor Ort aktuelle Bezüge zu den jeweiligen Ländern zeigen.

"In diesem Jahr steht Nigeria im Mittelpunkt und damit ein Land, das durch die Kolonialzeit geprägt ist. Das ermöglicht den Bezug zur Gegenwart: Was ist auch heute noch Rassismus oder kulturelle Aneignung?", fragt sie.

Der Weltgebetstag ermutigt zu Solidarität und Gemeinschaft

Silke Meyer, Leiterin des Frauenwerks im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, ist beeindruckt davon, dass die Geschwister in Nigeria trotz der Herausforderungen in ihrem Land vom Mut und der Kraft aus der Gemeinschaft erzählen.

Ihre Hoffnung wächst aus dem Vertrauen auf Christus, der selbst Lasten getragen hat. 

Weiter sagt sie: "Der Weltgebetstag ermutigt: Schaut nicht weg, sondern ruft auf zur Solidarität. Kommt! Bringt Eure Last. Lasten werden leichter, wenn sie geteilt werden. Das heißt: hinhören statt urteilen, schützen statt schweigen, handeln statt verdrängen."

Aktuell: Hier wird in der Nordkirche der Weltgebetstag gefeiert

 

Zum Anfang der Seite