Bestattungskultur

Baumgräber als kirchliche Alternative zum Waldfriedhof

Friedhofsgärtner René Klemm und Pastorin Susanne Petersen zeigen, wie die Namensschilder am Baumgrab aussehen.
Friedhofsgärtner René Klemm und Pastorin Susanne Petersen zeigen, wie die Namensschilder am Baumgrab aussehen. © Helge Buttkereit, Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde

21. Januar 2021

Die Gemeinde Krusendorf im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde hat ein neues Angebot entwickelt, mit dem sie auf die Konkurrenz durch Bestattungswälder reagiert: Sie bietet auf ihrem Friedhof Baumgräber unter Birken an.

Das Angebot geht auf eine veränderte Bestattungskultur zurück: Von den 15 Beerdigungen im vergangenen Jahr war nicht einmal ein Drittel eine klassische Sargbestattung im Reihen- oder Familiengrab. Die meisten entscheiden sich für eine Urnenbestattung. Diese kann auf See oder im Wald stattfinden. Dann haben die Hinterbliebenen jedoch keine Möglichkeit, Gegenstände des Gedenkens zu hinterlegen. 

Persönlicher als Waldbestattung

Bei den Baumgräbern auf dem neuen Friedhof am Strandweg ist das anders: Unter den insgesamt elf Birken dürfen "die Angehörigen auch Blumen in Vasen hinstellen", sagt Friedhofsgärtner René Klemm. Im Gegensatz zu manchem Bestattungswald sei der Friedhof zudem gut mit einem Rollator oder Rollstuhl befahrbar.

Namen machen Menschen unvergessen

An die Bäume wird Klemm eine Plakette mit dem Namen, dem Geburts- und Sterbedatum der Verstorbenen anbringen. "Alles zusammen bieten wir für 1000 Euro an, weitere Kosten fallen nicht an", sagt er.

Pastorin Susanne Petersen, die derzeit in Krusendorf als Vakanzvertretung arbeitet, ist das Namensschild besonders wichtig: "Es zeigt, dass die Menschen nicht vergessen sind. Das ist wichtig, auch wenn die Angehörigen nicht mehr kommen können." Und wer kommen will, der findet einen Ort zum Trauern für den konkreten Menschen.

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