Erster Hamburger Motorradgottesdienst nach Coronabeginn

Biker rollen wieder zum MOGO am Michel

Es gibt immer was zu gucken: Der MOGO ist ein Großereignis, das bis zur Pandemie auch zahlreiche Schaulustige angezogen hat.
Es gibt immer was zu gucken: Der MOGO ist ein Großereignis, das bis zur Pandemie auch zahlreiche Schaulustige angezogen hat. © epd-Bild

01. Juni 2022

Nach zwei Jahren Corona-Pause feiert das Team um Pastor Lars Lemke in Hamburg wieder einen Motorradgottesdienst (MOGO) am Michel. Gemeinsam bereiten rund 100 Ehrenamtliche das besondere Ereignis vor. Eröffnet wird der Gottesdienst am Sonntag, 12. Juni, um 12 Uhr mit einem Grußwort von Bischöfin Kirsten Fehrs.

Der 39. Hamburger MOGO steht unter dem Motto „Du.Wir.Zusammen“ und findet erstmals seit Beginn der Pandemie wieder in Präsenz statt. „Mit dem Gemeinschaftsgefühl, dass der MOGO vermitteln kann, wollen wir ein Ort sein, an dem Kraft und Lebensfreude getankt werden können“, sagt Pastor Lemke. „Angesichts der Herausforderungen der letzten zwei Jahre und der aktuellen Lage ist es notwendig, dass wir nicht ohnmächtig, sondern handlungsfähig bleiben.“

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MOGO-Pastor Lars Lemke © epd-Bild

MOGO heißt Gemeinschaft erleben

Ähnlich sieht dies auch Hamburgs Bischöfin Kirsten: „Ich freue mich in diesem Jahr ganz besonders auf den MOGO, so 'live und in Farbe'. Digital Motorrad zu fahren wie in den beiden Vorjahren fühlte sich schon merkwürdig an. Und auch wenn die Einschränkungen beim traditionellen Motorradcorso sicherlich viele Bikerinnen und Biker schmerzen: Dass wir in Gemeinschaft wieder einen großen Gottesdienst im Michel erleben können, mit echter Begegnung und toller Musik, das berührt mich sehr! Wie passend ist da auch das Motto 2022: 'Du. Wir. Zusammen', sagt sie und ergänzt: 

Gerade in diesen unruhigen Zeiten ist es einmal mehr wichtig, dass wir zusammen unterwegs sind. Als Gesellschaft. Als Christinnen und Christen. Das ist eine Sache des Vertrauens. Und Glaube schafft Vertrauen, gibt uns Halt und eine Richtung.

Zuvor wird die Hamburger Bischöfin ab 11 Uhr außerdem auf dem Podium des MOGO im Gespräch mit Moderator Sven Flohr von Rock Antenne Hamburg zu erleben sein.

Förderkreis soll Korso retten

Ein Wermutstropfen bleibt für das Orga-Team und die Teilnehmenden: Der traditionelle Motorradcorso nach Buchholz muss in diesem Jahr entfallen. Grund hierfür ist die veränderte Anmelde- und Genehmigungspraxis der Stadt Hamburg, erklärt Lemke. „Dass der Motorradkorso als echtes Highlight des MOGO in diesem Jahr ausfällt ist ein großes Thema unter den Bikern. Wir hoffen, mit ganz vielen darüber ins Gespräch zu kommen, wie die hohen Kosten von rund 30.000 Euro für Absperrungen und Terrorschutz in Zukunft getragen werden können.“

Aus dem Archiv: MOGO Husum 2022 

Denn zum 40. Geburtstag des MOGO im kommenden Jahr soll der Motorradcorso wieder nach Buchholz rollen. Wer dieses Ziel unterstützen möchte, kann dem neu gegründeten Förderkreis beitreten. 

Rund 3000 Besucher erwartet

Da der Motorradcorso nicht stattfindet, können direkt am Michel auch weniger Parkmöglichkeiten für die Bikes bereitgestellt werden (ab 9.30 Uhr). Bis zu 400 Maschinen finden Platz direkt am Michel. Darüber hinaus hat der Verein eine Fläche von 10.000 Quadratmetern auf dem Heiligengeistfeld gemietet, so Pastor Lemke. „Ich hätte mir sehr eine andere Lösung am Michel gewünscht.“

Der MOGO wird von einem Bühnenprogramm begleitet. Im Einsatz sind rund 100 Ehrenamtliche, erwartet werden etwa 3000 Besucher.  Zum Vergleich: Im Jahr 2019, vor der Corona- Pandemie, waren es 20.000 Teilnehmende und 300 Ehrenamtliche.

Hintergrund

Veranstalter ist der Verein „MOGO Hamburg in der Nordkirche e.V.“. Der Gottesdienst wird von MOGO-Pastor Lars Lemke und Team vorbereitet. Getragen wird der MOGO durch die ehrenamtliche Arbeit der rund 100 Helferinnen und Helfer.

Seit November 2014 trägt MOGO-Pastor Lars Lemke (59) die Verantwortung für die Gestaltung von Motorradgottesdiensten in Hamburg und Husum sowie für die seelsorgerliche Begleitung von Bikern.

 

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