DEKT 2019

Der Kirchentag in Dortmund hat begonnen!

© DEKT

20. Juni 2019 von Lena Modrow

Mit drei Eröffnungsgottesdiensten startete der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) am Mittwochabend (19. Juni) in Dortmund. Am Donnerstag sprach Bischöfin Fehrs unter anderem über die Überwindung von Sexismus in der Kirche.

Der Kirchentag hat nun so richtig begonnen: Am Mittwochabend gab es drei Eröffnungsgottesdienste, bei denen mehrere tausend Menschen gemeinsam gesungen, gelauscht und gebetet haben – und auch zwei Nordlichter wirkten beim Gottesdienst am Ostentor mit: Jil Becker, Pastorin für Nachwuchsförderung der Nordkirche, und Vikar Julius Radtke sorgten für „Zeitansagen“. Obwohl erst Regen und Gewitter angesagt worden war, erlebten die Besucher auch den anschließenden „Abend der Begegnung“ bei bestem Sommerwetter. Musik, Essen und Trinken gab es an rund 300 Ständen der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Eröffnungsgottesdienst des Kirchentags am Ostentor in Dortmund© DEKT

Bischöfin Fehrs spricht bei "Geschlechterverhältnisse im Diskurs"

Der folgende Donnerstag startete im Zelt 13 an den Westfalenhallen mit einem ernsten Thema – nämlich „Respekt! Geschlechterverhältnisse im Diskurs“, zu dem auch die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs eingeladen war. Sie widmete sich dem Thema „Sexismus in der Kirche überwinden“. „Dabei raus aus dem Schweigeraum zu gehen, ist Priorität“, sagte die Bischöfin eingangs – lauter Applaus im Publikum. Sie beleuchtete das Thema aus einer theologischen Sicht: Sexismus in der Kirche sei - wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft auch - eine strukturelle Form der Ungleichbehandlung.

„Deswegen ist der theologische Grund für die Überwindung von Sexismus für mich letztlich so einfach wie grundlegend: Die Menschenwürde“, so Fehrs. „Und wir können es nicht hinnehmen, wenn Menschenwürde verletzt wird.“

Bischöfin Kirsten Fehrs (Mitte) im Gespräch mit Ruth Heß und Martin Rosowski.

Grenzen des anderen achten

Sie plädierte in ihrem Impuls dafür, nicht nur die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu betonen, sondern gegen Vorurteile wie „Männer sind stark, Frauen sind schwach“ zu kämpfen. „Es braucht auch einen schadfreien Raum, um eine Sprache für die Schönheit von Zuneigung und Beziehung, von Liebe, Eros und Lust zu finden“, so Fehrs. Dazu benötige es ebenso eine neue Freiheit durch „positive Unverschämtheit“, die aber die Grenzen des jeweils anderen achte. Dies sei etwas, das man auch nicht institutionell vorschreiben könne.

Bestattungskultur 2.0

Während der Veranstaltung im Zelt 13 ging es auch in St. Franziskus um ein sensibles Thema: „Bestattungskultur 2.0“. Emilia Handke, Leiterin von Kirche im Dialog, stand dabei im Gespräch mit Anne Gidion vom Pastoralkolleg Ratzeburg sowie der Soziologin Juliane Uhl. Handke hatte sich bereits an der Philipps-Universität Marburg mit den Veränderungen der kirchlichen und nicht kirchlichen Bestattungskultur beschäftigt.

Die Oase zur weiteren Verwendung der Pfadis

In der „Oase zur weiteren Verwendung“, einem Zelt an den Westfalenhallen, ging es indes um ein anderes Thema: Dort verarbeiteten 50 Pfadis vom Verband Christlicher Pfadfinder in Schleswig-Holstein und Hamburg „gerettete Lebensmittel“. „Alles Sachen, die sonst auf dem Müll gelandet wären“, erklärt Henrieke Gloy vom Stamm Aver Liekers aus Elmshorn. „Es geht darum, das Verschwenden zu beenden.“ Eine selbstgebastelte Skala zeigt, wie viel unter anderem schon am zweiten Tag gerettet wurde: Rund 150 Kilogramm. Am Zelt steht eine hungrige Reihe an Menschen, die auf ihr Essen warten. „Es wird sehr gut angenommen“, sagt Henrieke.

Die Pfadis an der Essensausgabe in der Oase zur weiteren Verwendung

Große logistische Herausforderungen 

Bei den knapp 2400 Veranstaltungen und mehr als 100.000 Teilnehmern ist über die insgesamt fünf Tage sehr viel Leben in der Stadt. Und damit auch große logistische Herausforderungen: Mehr als 260 Groß- und Pagodenzelten wurden aufgebaut, fast 12.000 Möbelstücke und 25.000 Papphocker zur Verfügung gestellt. Und dann ist da ja noch die Versorgung der rund 4000 Helfer. Allein in Gemeinschaftsquartieren werden insgesamt 84.000 Brötchen und 168.000 Scheiben Brot benötigt.

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