Dreikönigstag

Epiphanias: Das Christuslicht erhellt die Welt

Die drei Heiligen Könige folgten dem Stern und fanden das Jesuskind in der Krippe, das sie reich beschenkten. Die Licht- und Geschenkesymbolik findet sich auch in heutigen Bräuchen zum Dreikönigstag wieder.
Die drei Heiligen Könige folgten dem Stern und fanden das Jesuskind in der Krippe, das sie reich beschenkten. Die Licht- und Geschenkesymbolik findet sich auch in heutigen Bräuchen zum Dreikönigstag wieder. © Evans & Sutherland/Planetarium Hamburg

05. Januar 2021 von Julia Krause

Am 6. Januar feiern wir das Fest der Erscheinung des Herrn. Oder anders gesagt: Es ist der Dreikönigstag. In den vergangenen Jahren gingen Kinder der katholischen und evangelischen Gemeinden als Sternsinger von Haus zu Haus. In diesem Jahr ist das durch die Pandemie nicht möglich. Die zentrale Botschaft des Festes wird dennoch weitergetragen.

Denn das Epiphaniasfest gehört zu den wichtigsten der christlichen Kirche. Zentrales Thema ist das Weitergeben oder Schenken von etwas Gutem.

Das Gute überwiegt

So wie die drei Heiligen Könige dem Jesuskind bei ihrem Besuch in der Krippe in Bethlehem Gold, Weihrauch und Myrrhe mitbrachten und nach dieser Begegnung positiv verändert in ihre Heimat zurückkehrten, soll sich das Gute auch heute noch weiterverbreiten. "Es soll sich praktisch multiplizieren", erläutert Pastor Thorsten Gloge, der am 6. Januar in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi einen Epiphanias-Gottesdienst feiern wird. 

Spenden für Kinder in Not

Die Buchstaben C, M und B stehen auch für Caspar, Melchior und Balthasar. Es sind nach mittelalterlicher Deutung die Namen der drei Besucher, die je nach Übersetzung mal als Könige, mal als Weise, mal als Magier bezeichnet werden. Betont wird in jedem Fall, dass sie gebildet waren und von weit her kamen, um das Jesuskind zu sehen. 

Diese Weitergabe drückt sich zum einen im Brauch des Sternsingens aus. Bei ihm schreiben die Sternsinger den Segenswunsch "20*C+M+B+Jahreszahl" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Haustüren. Zum anderen aber werden jedes Jahr am 6. Januar traditionell Spenden für all jene Kinder gesammelt, die in Armut oder Krankheit leben. Heute ist das Sternsingen die wahrscheinlich größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Da die Spenden in diesem Jahr nicht persönlich durch die Sternsinger eingesammelt werden können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Sternsinger digital zu begüßen und eine Online-Spende zu tätigen. So hat das Kindermissionswerk Die Sternsinger e.V. ein Youtube-Video mit einem virtuellen Sternsinger-Chor zusammengestellt. 

Auch Gottesdienste finden zum Teil digital statt. So bieten etwa das evangelische Frauenwerk des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg sowie die Kirchengemeinde Oldesloe eine Online-Andacht zum Epiphaniasfest an. 

Licht der Hoffnung erhellt die Dunkelheit

In anderen Kirchen wie etwa den Hamburger Hauptkirchen St. Petri nd St. Jacobi wird es einen Präsenz-Gottesdienst unter Corona-Sicherheitsvorkehrungen geben. Er markiert zugleich Anfang und Ende: So gehen die Heiligen Nächte zwischen den Jahren zu Ende, gleichzeitig soll das Hoffnungsleuchten der Weihnachtszeit weitergetragen werden, erläutert Pastor Thorsten Gloge.

Das Licht, das sich auch in der liturgischen Farbe Weiß widerspiegele, bleibe das zentrale Thema dieser Zeit: Die drei Heiligen Könige folgten dem Stern Bethlehems, bis sie das Kind in der Krippe fanden. Jetzt tragen sie dieses Christuslicht hinaus in die Welt. 

Epiphanias

Der Name leitet sich vom griechischen Wort "epiphaneia" für "Erscheinung" ab. Der Tag erinnert an den Besuch der Weisen aus dem Morgenland bei Jesus an der Krippe – und damit an das Erscheinen Gottes in der Welt. Orthodoxe Christen feiern erst an diesem Tag Weihnachten mit der Bescherung. In Deutschland ist der 6. Januar nur in drei Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag: In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt.

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