Nach Weihnachten

Wann muss der Tannenbaum raus?

Wann fliegt der Weihnachtbaum raus? Darauf gibt es mehrere Antworten. Abschmücken sollte man ihn vorher aber in jedem Fall.
Wann fliegt der Weihnachtbaum raus? Darauf gibt es mehrere Antworten. Abschmücken sollte man ihn vorher aber in jedem Fall. © iStockphoto, Alexander Shapovalov

06. Januar 2026

Wann fliegt der Weihnachtsbaum raus? Auf diese Frage gibt es aus unserem Kirchenkreis Mecklenburg mehrere Antworten:

Für viele Menschen gelte der Dreikönigstag am 6. Januar als Stichtag. Andere warteten bis zum 13. Januar, dem Tag des heiligen Knut, an dem in Schweden der Weihnachtsbaum aus dem Fenster geworfen und oft bei einem Fest verbrannt werde.

Wer war der Heilige Knut?

Der Heilige Knut (Knut IV.) war von 1080 bis 1086 König von Dänemark, ein Sohn von Sven Estridsen, bekannt für seine Kirchenpolitik und die Förderung der Kirche. Er wurde als Märtyrer verehrt, nachdem er im Dom zu Odense ermordet wurde.  1101 heiliggesprochenist er heute der Schutzpatron Dänemarks, seine Reliquien liegen in Odense. 

Am Sankt-Knuts-Tag werden in Schweden traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen aus den Wohnungen entfernt. Auch die restlichen Süßigkeiten vom Fest werden aufgegessen. (Quellen: Wikipedia; Domradio.de)

Wer wolle, könne den Weihnachtsbaum auch noch länger genießen, denn liturgisch betrachtet dauere der Weihnachtsfestkreis 40 Tage und ende erst am 2. Februar.

Mariä Lichtmess Anfang Februar

An diesem Tag werde das Fest der Darstellung Jesu im Tempel gefeiert, weithin bekannt als Mariä Lichtmess. Bis dahin könne der geschmückte Christbaum getrost stehen bleiben, heißt es in einer Mitteilung von unserem Kirchenkreis Mecklenburg.

Ein Weihnachtsbaum leuchtet im innern einer Kirche hinter den Fenstern.
Nach alter Tradition endet die festliche Weihnachtszeit mit dem Abbau der Krippe und des Baumes erst am 2. Februar. Allerdings werden in den Städten die Bäume in der Regel bereits ab dem Dreikönigstag am 6. Januar von der Stadtreinigung abgeholt. © unsplash, Bruno Brikmanis

Gleiches gelte für weihnachtliche Dekorationen wie Krippen oder Weihnachtspyramiden. Sie dürften die Wohnung bis Anfang Februar schmücken und helfen, Dunkelheit und Kälte der grauen Wintertage ein wenig zu vertreiben.

Übrigens verhält es sich mit dem Osterschmuck ganz ähnlich: Er wird traditionell nicht schon in der Passionszeit aufgehängt, sondern erst in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag enthüllt. Anschließend darf er bis zum Ende der Osterzeit zu Pfingsten ganze 50 Tage lang Kirchen, Wohnungen und Gärten zieren.

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