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Faire Woche: Hilfsorganisationen feiern 50 Jahre fairer Handel

Brot für die Welt fördert den Fairen Handel: Konsumentinnen und Konsumenten zahlen einen höheren Preis z.B. für Kaffee, Schokolade oder Bananen, der Produzentinnen und Produzenten am anderen Ende der Lieferkette ein besseres Auskommen ermöglicht. Hier eine Bananenplantage in Peru.
Brot für die Welt fördert den Fairen Handel: Konsumentinnen und Konsumenten zahlen einen höheren Preis z.B. für Kaffee, Schokolade oder Bananen, der Produzentinnen und Produzenten am anderen Ende der Lieferkette ein besseres Auskommen ermöglicht. Hier eine Bananenplantage in Peru. © Nina Mair/Brot für die Welt
Kaffee-Ernte in Äthiopien. Die Oromia Kaffee-Union ist Fairtrade zertifiziert und produziert Bio Kaffee.
Kaffee-Ernte in Äthiopien. Die Oromia Kaffee-Union ist Fairtrade zertifiziert und produziert Bio Kaffee.© Brot für die Welt

08. September 2020

Die beiden kirchlichen Hilfswerke "Brot für die Welt" und Misereor feiern 50 Jahre fairen Handel. An die Anfänge der Bewegung im September 1970 mit Handelsbeziehungen und fairen Preisabsprachen mit Kleinbauern und Initiativen in Entwicklungsländern erinnern verschiedene Veranstaltungen - auch im Raum der Nordkirche - vom 11. bis 25. September sowie eine digitale Auftaktveranstaltung am Donnerstag.

Die beiden Organisationen appellieren an die Politik, dass die Bedingungen Standard für den globalen Handelsverkehr werden sollten.

Um Hunger, Armut und Ungerechtigkeit zu überwinden, müsse der weltweite Handel insgesamt gerechter werden, mahnte die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel: "Unser Konsum darf nicht weiterhin auf dem Rücken der Menschen am Anfang globaler Wertschöpfungsketten erwirtschaftet werden." Erforderlich seien Handelsverträge, die Menschenrechte und Umweltstandards berücksichtigten und ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen bei fahrlässiger Nichteinhaltung ihrer Sorgfaltspflichten in die Verantwortung nehme.

Auch die Kirchenkreis-Synode Nordfriesland hat auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, die Forderung nach einem Lieferkettengesetz zu unterstützen, das der Gewährleistung dieser Rechte dient. Folgende Veranstaltungen finden zu diesem Thema im Rahmen der Fairen Woche statt:

Veranstaltungen in Nordfriesland

Am Dienstag, 15. September, beginnt um 19 Uhr ein Vortrag mit anschließender Diskussion in der Kirchengemeinde Olderup, am Mittwoch 16. September, beginnen Vortrag und Diskussion um 18 Uhr in der Marienkirche Husum. Die Teilnehmer sind dabei ausdrücklich zum Mitdiskutieren im Rahmen eines Fishbowl eingeladen.

Ebenfalls in der Marienkirche findet am Sonntag, 27. September, ein Themengottesdienst mit dem Titel "Dass die rechte Hand weiß, was die Linke tut" dazu statt. Beginn ist um 11 Uhr.

Veranstaltungen in Hamburg

Programm-Infos unter www.fairtradestadt-hamburg.de

Unter dem Motto "Fair Handeln für ein gutes Leben" beginnt am Freitag (11. September) in Hamburg die "Faire Woche". Bis zum 25. September laden Weltläden und Initiativen ein, die eigenen Konsummuster auf den Prüfstand zu stellen. Angeboten werden unter anderem eine Live-Schaltung zu einem Produzenten nach Peru, eine Barkassenfahrt mit "Brot für die Welt" und Informationen über die Schattenseiten der Schuhproduktion.

Damit wollen die Veranstalter auch zeigen, dass ein solidarischer Welthandel möglich ist. Wegen der Corona-Pandemie ist für Präsenz-Veranstaltungen eine Anmeldung erforderlich. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Veranstaltungen im Kirchenkreis Dithmarschen

Mit zwei Veranstaltungen beteiligt sich die Ökumenische Arbeitsstelle des Kirchenkreises Dithmarschen an der Fairen Woche. Ab Montag, 14. September, wird die Ausstellung "Schafft Recht und Gerechtigkeit" im Meldorfer Dom zu sehen sein, einen Tag später beginnt dort um 18 Uhr die Vortragsveranstaltung "'Fair' kleidet gut - Was macht Kleidung auch in Corona-Zeiten fair? Wie verhält sich die Modebranche?"

Zusammenhang zwischen Konsum und Menschenrechtsverletzungen

Zur Vortragsveranstaltung am 15. September (ab 18 Uhr) kommt Waltraud Waidelich vom Frauenwerk der Nordkirche und dem Trägerkreis Kampagne für Saubere Kleidung in den Meldorfer Dom. Sie wird dem Zusammenhang zwischen Fast Fashion, Konsum, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in den Produktionsländern nachgehen und von ihren Erfahrungen im Bündnis für nachhaltige Textilien berichten, das von Entwicklungsminister Gerd Müller ins Leben gerufen wurde.

Hintergrund

Vor 50 Jahren boten Aktionsgruppen in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zunächst fair gehandeltes Kunsthandwerk aus Asien, Afrika und Lateinamerika an. Bald darauf gab es auch Kaffee, das bis heute erfolgreichste Produkt.

Heute sorgen den Angaben nach rund 50.000 Menschen in Deutschland in Weltläden, Kirchengemeinden, Jugendverbänden und Schulen dafür, dass Produkte zu einem fairen Preis verkauft werden.

 

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