Kirche und Klima

Herzlichen Glückwunsch: Als 101. Gemeinde für die Aktion "ÖkoFair" angemeldet - jetzt ausgezeichnet

Zur Belohnung für mehr Klimaschutz gibt es für alle ausgezeichneten Gemeinden und Gemeindestandorte eine Plakette. "Kirche kann so ein Vorbild sein und die Plakette macht das sichtbar", sagt Koordinatorin Kirsten Hüttner. Und hier auf Hallig Hooge plant die Gemeinde auch Maßnahmen, um ihr Pastorat energetisch zu sanieren.
Zur Belohnung für mehr Klimaschutz gibt es für alle ausgezeichneten Gemeinden und Gemeindestandorte eine Plakette. "Kirche kann so ein Vorbild sein und die Plakette macht das sichtbar", sagt Koordinatorin Kirsten Hüttner. Und hier auf Hallig Hooge plant die Gemeinde auch Maßnahmen, um ihr Pastorat energetisch zu sanieren.© Kirsten Hüttner

09. März 2026

ÖkoFaire Gemeinden und Einrichtungen gehen in der Nordkirche mit gutem Beispiel für mehr Klimaschutz voran: Sie kaufen ökologische und nachhaltig produzierte Waren ein. Herzlichen Glückwunsch an die Gemeinde Bargfeld-Stegen, die sich als 101. Gemeinde für die Aktion ÖkoFair angemeldet hatte und jetzt ausgezeichnet wurde.

"Da geht noch mehr", ist Kirsten Hüttner überzeugt. Sie ist Koordinatorin für das Projekt "ÖkoFaire Gemeinde" im Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche. Denn "Mitmachen ist eigentlich ganz einfach", sagt sie. Die Aktion "ÖkoFaire Gemeinde" ist die niedrigschwelligste Möglichkeit für Gemeinden etwas für mehr Klimaschutz zu tun. 

Die ersten 100 Gemeinden und Gemeindestandorte in der Nordkirche sind bereits als "ÖkoFair" ausgezeichnet oder auf dem Weg dorthin. "Die Gemeinde Bargfeld-Stegen hatte sich sogar erst im November als 101. für die Aktion angemeldet und konnte jetzt ihre Urkunde in Empfang nehmen", freut sie sich.

Werner Jansen, KGR-Vorsitzender, und Pastor Andreas Wendt aus der Gemeinde Bargfeld-Stege
Freuen sich über ihre Urkunde: Werner Jansen, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, und Pastor Andreas Wendt aus der Gemeinde Bargfeld-Stegen.© Julia Jünemann

Klimaziel: 250 ÖkoFaire Gemeinden bis 2027

Im Handbuch zum Klimaschutzplan der Nordkirche ist festgelegt, dass es bis 2027 jedoch 250 ÖkoFaire Gemeinden oder auch Gemeindestandorte geben soll.

Doch Kirsten Hüttner ist optimistisch: "Ich erlebe immer wieder Gemeinden, die schon so nachhaltig unterwegs sind, das ist für sie selbstverständlich und deswegen melden sie sich auch nicht an." Allerdings gibt es eben auch andere, die befürchten, dass die Auflagen für "ÖkoFair" zu viel Arbeit bedeutet, Ressourcen bindet und auch teurer ist.

Kirsten Hüttner und Julia Ramackers
Das Team "ÖkoFair" im Umwelt- und Klimaschutzbüro: Kirsten Hüttner ist für "ÖkoFaire Gemeinden und Gemeindestandorte" zuständig, Julia Ramackers kümmert sich um "ÖkoFaire Einrichtungen", wie zum Beispiel Verwaltungen, Dienste und Werke.© UKSB

Barfeld-Stegen: "Der Weg zur Auszeichnung war gar nicht schwer!"

Den Anstoß für die Bewerbung brachte der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Werner Jansen, von einer Kirchenkreis-Synode mit. "Doch es reicht nicht, dass einer begeistert ist und ein Beschluss gefasst wird. Es braucht Menschen, die tätig werden", betont er. In seiner Gemeinde bildete sich schnell ein motiviertes Team.

"Klar, es gab am Anfang auch Bedenken - unter anderem wurden höhere Kosten für ökologische Produkte befürchtet", erinnert sich Julia Jünemann, die Bildungsreferentin des Kirchenkreises, die Gemeinden beim Klimaschutz unterstützt.

Leitungwasser und Recycling-Papier kommen gut an

Doch heute sind alle begeistert: Die neuen Putzmittel haben die Reinigungskraft überzeugt, der Gemeindebrief ist auf Recycling-Papier umgestellt, das einzige Wasser, das noch auf den Tisch kommt, ist Leitungswasser. "Das spart sogar Personalkosten, denn es müssen keine Kisten mehr transportiert werden", berichtet Julia Jünemann.

Insgesamt seien die nachhaltig beschafften Lebensmittel manchmal etwas teurer, aber es ist gut investiertes Geld. Denn: "Man geht bewusst und sparsam mit den Gütern um", sagt sie. Mit anderen ökofairen Maßnahmen lässt sich auch richtig gut sparen, z. B. wenn Energie eingespart wird, kein Flaschenwasser mehr gekauft wird und die Beleuchtung auf LED umgestellt wird.

Nachhaltige Altarblumen in der Kirche
Auch beim Blumenschmuck achtet die Gemeinde jetzt auf Nachhaltigkeit: Eine einfache Möglichkeit ist es, regionale und saisonale Blumen zu kaufen oder sogar selbst anzubauen.© Julia Jünemann

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