Freitag, 20.2.2026

Journal zur Landessynode im Februar 2026, Tag 2

Das Präsidium: Elke König, Anja Fährmann, Friedemann Magaard.
Das Präsidium: Elke König, Anja Fährmann, Friedemann Magaard.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

20. Februar 2026 von Simone Viere, Claudia Ebeling, Maren Warnecke

Vom 19. bis zum 21. Februar 2026 kommt die III. Landessynode der Nordkirche zu ihrer 4. Tagung in Lübeck-Travemünde zusammen. In unserem Synoden-Journal berichten wir über Schwerpunkte und Hintergründe.

Die Sitzung der  Landessynode im Livestream auf dem Portal der Landessynode übertragen.  

So war Tag 1

Beratungen über die Änderung von Gesetzen haben am Donnerstag den Auftakt der Februartagung unserer Landessynode in Lübeck-Travemünde bestimmt. In der ersten Lesung rangen die Synodalen insbesondere um Anpassungen der dienstrechtlichen Vorschriften.

Die Frage, ob Pastorinnen und Pastoren verpflichtend Predigtaufträge übernehmen müssen, wurde von den Synodalen teils kontrovers diskutiert. 

Intensive Debatte über ein Erprobungsgesetz

Auch über das „Kirchengesetz zur Erprobung einer fakultativen Vergrößerung der Anzahl der wählbaren Mitglieder im Kirchengemeinderat während der laufenden Amtszeit“ diskutierten die Synodalen intensiv. 

Am Abend stand dann das Thema "Argumentieren gegen rechte Parolen“ im Mittelpunkt.

Heute geht es unter anderem um Haushalt und Klimaschutz. Aber zunächst starten die Synodalen mit einem geistlichen Wort in den zweiten von drei Tagungstagen.

Landessynodale Diana Freyer hält die Morgenandacht. © Thomas Lorenzen, Nordkirche

Diana Freyer stimmt die Synodalen auf den zweiten Tagungstag ein. Gesungen wird "Lobet den Herrn meine Seele". 

Dann folgt der Psalm 23:

Der Herr ist dein Hirte, dir wird nichts mangeln. 
Er weidet dich auf einer grünen Aue und führet dich zum frischen Wasser.  
Er erquicket deine Seele. Er führet dich auf rechter Straße um seines Namens willen. 
Und ob du schon wandertest im finstern Tal, fürchtest du kein Unglück;  
Denn er ist bei dir, sein Stecken und Stab trösten dich. 
Er bereitet vor dir einen Tisch im Angesicht deiner Feinde.  
Er salbet dein Haupt mit Öl und schenket dir voll ein.  
Gutes und Barmherzigkeit werden dir folgen dein Leben lang, 
und du wirst bleiben im Hause des Herrn immerdar. 

Das Gesangsbuch Himmel, Erde, Luft und Meer ist das Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch in der Nordkirche.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

"Man kann es nicht oft genug hören! Und wenn dann noch eine neben dir steht, die dich ermutigt und die dir zusagt, was versprochen ist…   Deswegen: sprecht euch den Psalm noch einmal gegenseitig zu! Vers für Vers, im Wechsel. Formuliert die Verse als Zusage und sprecht sie euch zu. In aller Ruhe. In eurem Tempo. Findet jetzt die Person, mit der ihr den Vers teilen wollt. Bildet Tandems", ermutigt Freyer die Synodalen. 

Bildeten ein Tandem: Bischöfin Nora Steen und Bischof Tilman Jeremias.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Im Gebet fährt die Referentin der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ der Nordkirche fort: "Manchmal sind unsere Synoden-Themen und Entscheidungen noch komplizierter und wir wissen nicht, ob wir es schaffen können. Wir hoffen darauf, dass wir deine Gegenwart spüren und uns einander daran erinnern, was du zugesagt hast. Damit Zuversicht unsere Seelen flutet. Damit wir vertrauen, dass es gemeinsam und mit deiner Hilfe gut ausgehen kann. Amen. " 

Ein weiteres Tandem beim Psalm sprechen.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Debatte über Doppelhaushalt 2026/2027

Nach der Andacht beschäftigt sich die Synode mit dem Haushalt für 2026/2027. Herausfordernd seien die aus unterschiedlichen Gründen sinkenden Kirchensteuereinnahmen. Das heißt: "Wir müssen sparen", sagt Jens Brenne, Mitglied der Kirchenleitung.

Jens Brenne aus dem Finanzausschuss der Landessynode erläutert den Synodalen den Haushalt.
Jens Brenne aus dem Finanzausschuss der Landessynode erläutert den Synodalen den Haushalt.© Thomas Lorenzen

Aber wo und wie soll und kann gespart werden? Darüber wird in der Aussprache von den Synodalen lang und intensiv diskutiert. 

Die Nordkirche rechnet für die beiden Jahre mit Gesamteinnahmen in Höhe von jeweils rund 596 Millionen Euro. Die Kirchenkreise sollen in diesem und im kommenden Jahr jeweils rund 340 Millionen Euro, die Landeskirche rund 78 Millionen Euro erhalten. Davon entfallen auf die sieben Hauptbereiche der Nordkirche, in denen die landeskirchlichen Dienste und Werke geordnet sind und zu denen auch die Diakonie gehört, rund 41 Millionen Euro.

Die Liste der Redner war zur Haushaltsdebatte besonders lang, viele Argumente und Fragen wurden ausgetauscht.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Für Klimaschutzmaßnahmen sind sowohl für 2026 als auch für 2027 gemäß der Auflage des Klimaschutzgesetzes, wonach bis zum Haushaltsjahr 2040 mindestens 0,8 Prozent der Kirchensteuerzuweisungen für Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden sind, jeweils 630.000 Euro eingeplant.

Prof Reiner Schulze Finanzausschuss Haushalt Landessynode Februar 2026
Prof. Reiner Schulze aus dem Finanzausschuss der Synode bringt den Haushalt im Plenum ein.© Thomas Lorenzen

Nordkirche beschließt Doppelhaushalt 2026/2027

Die Synodalen stimmen für den Haushalt ab. Zugleich auch dafür, dass die Kirchenleitung spätestens bis zur Synode vor dem nächsten Haushaltsbeschluss eine ausgeglichene mittelfristige Finanzplanung vorlegen soll. Diese soll unter anderem durch ein Nutzungskonzept für landeskirchliche Immobilien, eine mittelfristige Personalplanung sowie Strukturveränderungen im Rahmen des Zukunftsprozesses unterlegt werden.

Der Zukunftsprozess steht heute Nachmittag auf der Tagesordung. Aber erstmal geht es in die Pause.

Andacht zum Mittag

Mit dem Psalm 40 (Tageslosung Ps 40,12) gehen die Synodalen in die Mittagspause.

Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.  
Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde.  
Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen; Gott, das weißt du. 
Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen;  
von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich.  
Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. 
Du aber, Gott, wende deine Barmherzigkeit nicht von mir;  
lass deine Güte und Treue allewege mich behüten. 

Klimaschutzbericht: "Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele zu erreichen"

Alle Beschlüsse und Berichte zum Nachlesen auf unserem Klimaportal: Unsere Themenseite Klimaschutzstrategie

Nach der Mittagspause hat Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt den Klimaschutzbericht 2023/24 eingebracht. Damit die Synodalen regelmäßig gut informiert sind, veröffentlicht das Umwelt- und Klimaschutzbüro im Ökumenewerk der Nordkirche in jedem Jahr einen Klimaschutzbericht.

Landesbischöfin bringt Klimaschutzbericht ein
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt bringt den Klimaschutzbericht für die Jahre 2023/24 ein. Dafür werden alle verfügbaren Daten aus den Kirchenkreisen ausgewertet, Bilanzen, die Einsparerfolge dokumentieren, erstellt und die ausgegebenen Mittel für Klimaschutzmaßnahmen zusammengetragen.© Thomas Lorenzen

Hier geht es zum vollständigen aktuellen Klimaschutzbericht 2023/24

„Ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Teil von Schöpfungsverantwortung“, betonte die Landesbischöfin. Es sei daher eine sehr gute Nachricht, dass die Emissionen im Gebäudebereich im Jahr 2024 gegenüber dem Vergleichszeitraum tatsächlich um 30 Prozent gesunken seien.

Weiter sagte sie: „Wenn wir davon ausgehen, dass wir bis zum Jahre 2027 jährlich 10 Prozent Emissionen einsparen wollen, dann liegen wir im Plan. Das heißt klar: Wir sind auf einem guten Weg, unsere Klimaschutzziele zu erreichen.

Hintergrund: Das hat die Synode beschlossen zum Klimaschutz

Auf ihrer Tagung im September 2025 hat die Landessynode ein neues Klimaschutzgesetz beschlossen: Bis 2040 soll die Nordkirche treibhausgasneutral werden. Als Zwischenziel sollen die Treibhausgas-Emissionen bis 2035 um 90 Prozent reduziert werden.

Unsere Pressemitteilung zum Klimaschutzgesetz im September 2025

Hier die wichtigsten Zielvorgaben:

  • Auf Ökostrom umsteigen
  • Zählerstände auswerten
  • Energiebedarf senken 
  • Im KGR regelmäßig Klimaschutzmaßnahmen auf Basis der Energieberichte aus dem Kirchenkreis beraten und beschließen
  • Daten zur Mobilität erheben
  • Die Beschaffungsverwaltungsvorschrift umsetzen: Zum Beispiel nachhaltig, regional und saisonal einkaufen

Energieverbrauch in der Nordkirche ist gesunken

Als wichtigen Grund für die Emissionsminderung nannte die Landesbischöfin den gesunkenen Energieverbrauch: Der Wärmeverbrauch ging 2024 um 28 Prozent zurück, der Stromverbrauch um elf Prozent.

Plenum hört beim Klimaschutzbericht zu
Ermutigende Zahlen auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität werden den Synodalen präsentiert.© Thomas Lorenzen

Zugleich zeige sich hier eine zentrale Herausforderung: 2024 stammen weiterhin 96 Prozent der Wärme aus fossilen Energieträgern, lediglich vier Prozent aus erneuerbaren Quellen. Der Umstieg auf erneuerbare Wärmeversorgung bleibe ein entscheidender Hebel, um die Klimaziele langfristig zu erreichen.

Das Energiewerk der Nordkirche "Gemeindekraft" stellt sich vor

Sieben Kirchenkreise und unsere Landeskirche haben im vergangenen Jahr ein Energiewerk gegründet:  Die Gesellschaft haben der ehemalige Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer und der Kaufmann André Steinau den Synodalen vorgestellt. Sie soll den Ausbau erneuerbarer Energien innerhalb der Nordkirche vorantreiben und geeignete kirchliche Flächen für Wind- und Photovoltaikanlagen erfassen.

Karl-Heinrich Melzer und Andre Steinau stellen das Energiewerk Gemeindekraft vor
Dr. Karl-Heinrich Melzer und André Steinau sind Geschäftsführer des Energiewerks in der Nordkirche. © Thomas Lorenzen

Es soll dann in kircheneigene Anlagen investiert werden, um die erzeugte Energie – etwa über virtuelle Kraftwerke, Wärmepumpen oder E-Mobilität – selbst zu nutzen. Bislang wurden in fünf Kirchenkreisen bereits 90 Grundstücke identifiziert, für die eine weitere Prüfung auf ihr Potenzial für regenerative Energieanlagen als sinnvoll erscheint. 

Parallel werden Finanzierungsmodelle für künftige Projekte erarbeitet – sowohl über Fonds als auch Direktinvestitionen, die Bürgerinnen, Bürger und institutionelle Anleger einbeziehen können.

Das Logo des Energiewerks in der Nordkirche: "Gemeindekraft"
Das Logo des Energiewerks in der Nordkirche: "Gemeindekraft"© Energiewerk in der Nordkirche

Beschluss zum Priorisierungsprozess des Zukunftsprozesses

Nach dem Klimaschutz kommt der Zukunftsprozess. Pastor Dirk Ahrens leitet in das Thema ein.  Der Zukunftsprozess schlägt vor, den Beschluss der Landessynode aus dem November 2024 zurückzunehmen, da ein landesweiter Priorisierungsprozess der Vielfalt der Nordkirche nicht gerecht wird und die Kirchenkreise mit ihren eigenen laufenden Zukunftsprozessen das Thema bereits breit bearbeiten.

Im Vorfeld der Landessynode hatte sich der Zukunftsprozess über diese laufenden Zukunftsprozesse auf Kirchenkreisebene umfassend informiert, sich mit allen vernetzt und auch alle Kirchenkreise untereinander vernetzt und informiert.  

"Wir haben gelernt, wie vielfältig, gut und wirkungsvoll diese Zukunftsprozesse bereits umgesetzt werden, wo in der Vergangenheit Widerstände und Schwierigkeiten identifiziert wurden, wie diese gelöst wurden und was für die Zukunft noch wichtig ist", so Corinna Mühlhausen, Referentin des Zukunftsprozesses.

Um die Bedeutung dieses Themas noch stärker zu verdeutlichen und die Entwicklungen, Entscheidungen und Zukunftsauswirkungen auf Ebene der Kirchenkreise noch deutlicher hervorzuheben, werden Vertreter:innen aus allen Kirchenkreisen zu einem Gespräch gebeten, moderiert von Andreas Lüdtke, Julia Meister und Corinna Mühlhausen.

Aus den Kirchenkreisen vor der Synode berichten Diakonin Vera Langmaack aus dem Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, Kevin Möller aus dem Kirchenkreis Dithmarschen, Nadine Heynen aus dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, Pröpstin Almut Witt aus dem KirchenkreisAltholstein, Pröpstin Kathrin Kühl aus dem Kirchenkreis Pommern und Propst Philip Graffam aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, Pröpstin Rebecca Lenz aus dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, Propst Holger Beermann aus dem Kirchenkreis Hamburg-Ost, Propst Michael Dübbers aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg, Pröpstin Sabine Schümann aus dem Kirchenkreis Mecklenburg, Christine Halisch aus dem Kirchenkreis Ostholstein und Heinke Mahrt aus dem Kirchenkreis Nordfriesland.

Einige Beispiele

Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg: „Menschen statt Steine“. Der Kirchenkreis investiert stärker in Menschen (Haupt- und Ehrenamtliche) als in Gebäude. Die hauptamtlich Mitarbeitenden benötigen attraktive Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und gleichzeitig soll das „Priestertum aller Gläubigen“ gestärkt werden und Ehrenamtliche mehr Verantwortung für die Angebote der Kirche übernehmen können.

Kirchenkreis Mecklenburg: Ehrenamtliche einbinden, Angebote und Gebäude kritisch überprüfen und die Finanzen im Blick haben. So will der Kirchenkreis Mecklenburg seine Handlungsfähigkeit sichern.

Kirchenkreis Altholstein: Der Kirchenkreis stärkt die Arbeit der Offenen Kirchen St. Nikolai, denn die Gemeinde alleine ist zu klein, um alleine zu bestehen. So gibt es dort nun ein Café für Obdachlose und musikalische Angebote besonders für Tourist:innen.

Kirchenkreis Dithmarschen: Für seine Zukunft bezieht der Kirchenkreis alle Gemeinden und Kirchspiele konsequent ein. Auch mit den benachbarten Kirchenkreisen wird kooperiert, zum Beispiel um Personalressourcen zu teilen.

Kirchenkreise Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein: Die Zahl von derzeit 101 Kirchengemeinden wird deutlich reduziert. Ebenso werden in den beiden Kirchenkreisen Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein Synergien geschaffen.  So will die Kirche eine „wahrnehmbare Stimme“ in der Metropolregion und im Stadtstaat Hamburg sein.

Kirchenkreis Plön-Segeberg: Überprüfung der Dienste und Werke im Kirchenkreis. Der Kirchenkreis hat die Diakonie als unselbstständiges Werk neu aufgestellt, Anteile der bisherigen Gesellschaft verkauft. Begonnen wurde damit, auch drei weitere Werke zu bündeln.

Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf: Im Kirchenkreis wurden Gebäude reduziert und die verbliebenen energetisch saniert. Dabei wurden die Gemeinden mitgenommen und befragt, um priorisieren zu können.

Kirchenkreis Pommern: Kirchliches Leben wird auf weniger, klar definierte inhaltliche Schwerpunkte konzentriert, um mit begrenzten Ressourcen lebendige, tragfähige Gemeinden zu sichern und weiterzuentwickeln. Zu diesen Schwerpunkten gehören die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, die diakonischen Angebote und die Kirchenmusik.

Kirchenkreis Ostholstein: Die Friedhöfe, die bislang in Trägerschaft einzelner Gemeinden sind, sollen in den Kirchenkreis überführt werden. Das ist für fünf Friedhöfe bereits gelungen. So werden die Gemeinden entlastet und die Nutzung kann finanziell verbessert werden.

Kirchenkreis Nordfriesland: Eine gute Kommunikation aller Strukturprozesse ist wichtig, denn es gibt auch schmerzhafte Einschnitte. Im Kirchenkreis gibt es deswegen jetzt unter anderem ein gemeinsames Intranet, um Verwaltungsabläufe zu vereinheitlichen und die Mitarbeitenden umfassend informiert zu halten.

Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde: Der Kirchenkreis hat sich auf Schwerpunktthemen verständigt. Dazu gehören die Kirchenmusik, die Kinder- und Jugendarbeit, die Kita-Arbeit und die diakonischen Angebote in der Region.

Kirchenkreis Schleswig-Flensburg: Hier wurden das Diakonische Werk und das Regionalzentrum unter dem Namen „Diakonie und Bildung“ zusammengeführt, um inhaltlich besser zusammenzuarbeiten und Ressourcen bei der Verwaltung zu sparen.

Bischöfin Nora Steen bringt die Beschlussvorlage ein: Es wird formal um Beendigung des nordkirchenweiten Prioprozesses (Beschluss von Nov. 2024) durch Entscheidung durch die Landessynodalen gebeten. 

Dirk Ahrens ergänzt: "Damit alle Zukunftsprozesse gut weiter in die Zukunft geführt werden können und die Aufgaben der Nordkirche in allen Ebenen und Bereichen gesichert werden können, braucht es neue Abspracheverfahren." Der Zukunftsprozess hat dafür die Skizze eines neuen Abspracheverfahrens entwickelt, der sich aus vier Dialogformaten zusammensetzt. Diese unterscheiden sich in der Einbindung und Vernetzung der unterschiedlichen Hierarchiestufen auf landeskirchlicher, kirchenkreislicher und nordkirchlicher Ebene.

Die Landessynodalen verabschieden die Rücknahme des Prioprozesses aus der Fassung von November 2024. 

Hintergrund: Was ist die Landessynode

Die Landessynode ist das verfasste Leitungsgremium der Nordkirche und besteht aus 156 stimmberechtigten Mitgliedern, dazu kommen acht Delegierte mit Rede- und Antragsrecht. Die Vertreterinnen und Vertreter der Nordschleswigschen Gemeinde in Dänemark und die Jugenddelegierten haben kein Stimmrecht. Ende 2024 hatte die Nordkirche 1.646.039 Mitglieder in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Einige Gemeinden liegen auch in Brandenburg.

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