Sonnabend, 21.2.2026

Journal zur Landessynode im Februar 2026, Tag 3

Tag drei der Tagung der Landessynode in Lübeck-Travemünde.
Tag drei der Tagung der Landessynode in Lübeck-Travemünde.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

21. Februar 2026 von Simone Viere, Claudia Ebeling

Vom 19. bis zum 21. Februar 2026 kommt die III. Landessynode der Nordkirche zu ihrer 4. Tagung in Lübeck-Travemünde zusammen. In unserem Synoden-Journal berichten wir über Schwerpunkte und Hintergründe.

Die Sitzung der  Landessynode im Livestream auf dem Portal der Landessynode übertragen.  

Die letzten beiden Tage ging es um den Doppel-Haushalt 2026/2027, Klimaschutz und das "Argumentieren gegen rechte Parolen".

Am heutigen Tag erwartet die Landdessynodalen unter anderem der Sprengelbericht aus Schleswig und Holstein, der Bericht der Stabsstelle Prävention und der Bericht des Digitaldirektors. 

Zum Start des dritten Synodentages singen die Synodalen gemeinsam.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Start in den Tag mit Musik von Paul Gerhardt

Zu Beginn des letzten Sitzungstages starten die Synodalen mit vier Liedern von Paul Gerhardt.

Bischöfin Nora Steen hält ihren Sprengelbericht. © Thomas Lorenzen, Nordkirche

Sprengelbericht von Bischöfin Nora Steen

Unter dem Leitmotiv „Verhärtet eure Herzen nicht!“ ruft Bischöfin Nora Steen Kirche und Gesellschaft dazu auf, in einer Zeit verhärteter Fronten Haltung zu zeigen, aus dem Geist des Evangeliums heraus und mit klarem Blick für demokratische Werte. Kirche sei nie parteipolitisch, aber immer politisch, weil sie Verantwortung für das Gemeinwesen trage. 

Das Erstarken rechtsextremer Kräfte sei kein Randphänomen einzelner Regionen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der man entschieden begegnen müsse, erklärt sie in ihrem Sprengelbericht.

Bischöfin Nora Steen berichtet aus ihrem Sprengel Schleswig und Holstein.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Initiativen im Sprengel Schleswig und Holstein zeigten, wie Kirche konkret Verantwortung übernehme, etwa bei Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, bei Gedenkveranstaltungen wie dem 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz oder bei Projekten zur Demokratieförderung.

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Ein besonders ermutigendes Zeichen sieht die Bischöfin im Engagement junger Menschen. Das Leitmotiv „Verhärtet eure Herzen nicht!“ werde hier ganz konkret gelebt. Rund 1.650 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, junge Menschen in Jugendkirchen, Klimachören oder sozialen Initiativen zeigen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Applaus für den Sprengelbericht aus der Synode.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

„Es ist unsere Zeit. Es ist unsere Liebe, die zählt.“

Am Ende ihres Berichts rief die Bischöfin dazu auf, das Licht der Kirche nicht unter den Scheffel zu stellen. „Es ist unsere Zeit. Es ist unsere Liebe, die zählt.“ Kirche sei dann lebendig, wenn sie sich einmischt, wenn sie verbindet, wenn sie mit Hoffnung singt: In Chören, auf Marktplätzen, in Jugendkirchen und Dorfkirchen. 

Trotz viel Arbeit und intensiver Debatten haben die Synodalen auch an Tag 3 sichtlich Spaß.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Im Rahmen des Zukunftsprozesses diskutiert die Synode angeregt über das Pröpstliche Amt in der Nordkirche. Sollte dieses auch in Teilzeit ausgeübt werden können? Wie können Fortbildungen und Coaching neu organisiert werden? Zu diesen und weiteren Fragen gab es viel Redebedarf. Zum Nachlesen: Das pröpstliche Amt in der Nordkirche Eckpunktepapier der Projektgruppe „Pröpstliches Amt“ im Zukunftsprozess der Nordkirche 

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Kaffee ist ein sehr beliebtes Getränk bei der Landessynode. Mehrere Hundert Liter werden pro Tag ausgeschenkt.© Thomas Lorenzen, Nordkirche

Hintergrund: Was ist die Landessynode

Die Landessynode ist das verfasste Leitungsgremium der Nordkirche und besteht aus 156 stimmberechtigten Mitgliedern, dazu kommen acht Delegierte mit Rede- und Antragsrecht. Die Vertreterinnen und Vertreter der Nordschleswigschen Gemeinde in Dänemark und die Jugenddelegierten haben kein Stimmrecht. Ende 2024 hatte die Nordkirche 1.646.039 Mitglieder in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Einige Gemeinden liegen auch in Brandenburg.

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