Tradition

Kinderbischöfe besuchen Hamburger Bischofskanzlei

Bischöfin Kirsten Fehrs mit Connor Slupkowski und Rike Sonnenberg in der Hamburger Bischofskanzlei.
Bischöfin Kirsten Fehrs mit Connor Slupkowski und Rike Sonnenberg in der Hamburger Bischofskanzlei.© Philipp Reiss, Rauhes Haus

17. Dezember 2019

Die Hamburger Kinderbischöfe haben am Dienstag ihre erwachsene Amtsschwester Kirsten Fehrs in der Bischofskanzlei in der Hafencity besucht. Ihr Thema ist in diesem Jahr "Frei. Glauben. Denken."

Sie selbst fühle sich in ihrem Leben recht frei, bekannte Kinderbischöfin Rike Sonnenberg (10). Sie kenne allerdings Kinder, für die die Eltern schon immer alles durchplanen würden. Auch ihr Amtsbruder Connor Slupkowski (11) hat nach eigenen Worten zu Hause sehr viele Freiheiten. "Wenn ich gut in der Schule bin."

Erstmals kamen die Kinderbischöfe in diesem Jahr nur zu zweit in die Bischofskanzlei. Kira Hoffmann (10) war krank. In ihrer Amtszeit wollen die Kinderbischöfe auch andere Religionen kennenlernen und sich mit Gleichaltrigen austauschen. Dazu wollen sie die jüdische Carlebach-Schule und die Al-Nour-Moschee besuchen. Sie wollten sehen, ob die Kinder dort ähnlich unterrichtet werden wie an ihrer evangelischen Wichernschule, sagte Rike. Geplant ist noch eine Aktion an dem neu benannten "Platz der Kinderrrechte" in Hamm und eventuell ein Besuch im Rathaus.

Viele Fragen an Bischöfin Fehrs

Statt viel von sich zu erzählen, hatten die beiden Kinderbischöfe vor allem Fragen an Bischöfin Fehrs. "Welche Hobbys haben Sie?" - Sport und Singen. "Haben Sie auch Freizeit?" - Wenig, aber im Urlaub wird das Handy ausgeschaltet. Ob sie eigentlich aufgeregt sei vor einem Gottesdienst? Lampenfieber habe sie nicht, antwortete die Bischöfin. Aber eine innere Spannung spüre sie jedes Mal - und das sei auch ganz gut so. Beim Hamburger Adventsempfang vorige Woche seien beide sehr aufgeregt gewesen, erzählte Rike. Vor allem weil so viele Menschen dort waren, "die man aus den Nachrichten kennt". 

Hintergrund

Vor 25 Jahren wurde die mittelalterliche Tradition der Kinderbischöfe in Hamburg neu belebt. Seitdem setzen sich die Kinderbischöfe mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern für bessere Lebensbedingungen und die Rechte der Kinder in Hamburg ein. Sie wollen Sprachrohr für Kinder und Kindheit in der Metropole sein.Wegen des Jubiläums traten die Kinderbischöfe in diesm Jahr erstmals beim Adventsempfang der Bischöfin auf.

Die ersten Kinderbischöfe gab es im 4. Jahrhundert bereits in Alexandria in Ägypten.  Im Mittelalter war der Brauch in ganz Europa verbreitet.

Wichern-Schule und Rauhes Haus

Die Wichern-Schule ist die größte evangelische private Schule in Norddeutschland. Rund 1.400 Schülerinnen und Schüler besuchen die Grundschule, die Stadtteilschule oder das Gymnasium. Sie gehört zur Stiftung Das Rauhe Haus, das 1833 von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Es wurde ein Grundstein der Diakonie in Deutschland. 

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