Erinnerung und Mahnmal

Kirchengemeinde plant Stolperstein für Carl Ebet

Von Carl Ebert fehlt bis heute jede Spur. An seinem letzten Wohnort soll bald ein solcher Stolperstein seinen Namen tragen und damit an das Unrecht, das ihm widerfahren ist, erinnern.
Von Carl Ebert fehlt bis heute jede Spur. An seinem letzten Wohnort soll bald ein solcher Stolperstein seinen Namen tragen und damit an das Unrecht, das ihm widerfahren ist, erinnern. © iStockphoto, DNY59

20. Juli 2021

Die Hamburger Kirchengemeinde Meiendorf will im August mit einem Stolperstein und einer Gedenkveranstaltung an das NS-Opfer Carl Ebet (1906-1944) erinnern. Der KPD-Anhänger gilt nach einer Zwangsrekrutierung seit 1944 als vermisst und wurde später für tot erklärt.

Die Verlegung des Stolpersteins findet am 29. August um 15 Uhr an Ebets letzter Adresse Ringstraße 213 statt. Anschließend findet in der Meiendorfer Rogate-Kirche in Zusammenarbeit mit der Stadtteilschule und der KZ Gedenkstätte Neuengamme eine Gedenkveranstaltung statt. In der Kirche wird eine Ausstellung zu Ebets Leben gezeigt, die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Meiendorf erarbeitet haben.

Soldat auf Zwang

Ebet wurde 1934 verhaftet, weil er 1933 den organisatorischen Zusammenhalt der KPD unterstützt und einen gesuchten KPD-Mann versteckt haben soll. Er wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 2. Februar 1943 musste Ebet der Bewährungskompanie Heuberg und später dem Bewährungsbataillon 999 beitreten, Einheiten aus ehemaligen Gefängnis- oder Zuchthaushäftlingen.

Im Bewährungsbataillon 999 verliert sich Ebets Spur. Seit dem 19. Oktober 1944 gilt er als vermisst. Er soll in Griechenland und später in Afrika in Kriegsgefangenschaft gewesen sein.

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