Kommt und schaut in unsere Pfarrgärten und hinter Klostermauern!
09. September 2026
Am Sonntag, 13. September, kann man Einlass in Gebäude und Gärten erhalten, die sonst verschlossen sind: Bundesweit wird der Tag des Offenen Denkmals begangen. Innerhalb der Nordkirche machen auch viele Kirchengemeinden mit.
Allein in Meckelnburg-Vorpommern öffnen mehr als 100 Kirchen und Pfarrhäuser ihre Türen. Viele der alten Dorfkrirchen werden nur noch an besonderen Tagen genutzt. Am 13. September kann man in ihnen auf Entdeckungsreise gehen.
Es wird bunt
In vielen Gemeinden haben sich Haupt- und Ehrenamtliche besondere Veranstaltungsformate überlegt: Kirchenführungen, Konzerte, Turmbesteigungen, Vorträge, Ausstellungen und Begegnungen laden dazu ein, historische Gebäude aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
In der Nordkirche machen Gemeinden aus allen drei Sprengeln mit – von Flensburg bis Stralsund. In Hamburg fallen gleich zwei Großereignisse auf ein Wochenende: Zunächst öffnen viele Gotteshäuser bei der Nacht der Kirchen (am 12. September)für Konzerte, Theaterstücke, Poetryslams und Lichtkunstinstallationen ihre Türen. Am Sonntag,13. September, geht es dann weiter mit dem Tag des Offenen Denkmals. Hier geht es zur Programmauswahl für die Hamburger Häuser.

Kirchen sind Orte des Miteinanders
Während in der Hansestadt große Kirchen locken, sind es auf dem Land gerade die kleinen, verwunschenen Dorfkirchen, die von regionaler Geschichte zeugen. Während der DDR-Zeit lagen viele von ihnen in Mecklenburg-Vorpommern brach. Heute sind einige dank der Mühe vieler Ehrenamtlicher wieder Orte, an denen man sich trifft und ein lebendiges Miteinander pflegt.
„Denkmalschutz und kirchliches Leben gehören bei uns eng zusammen. Unsere Kirchen bewahren Geschichte – aber sie sind keine Museen. Sie sind Orte, an denen Menschen auch heute zusammenkommen, feiern, singen, beten und miteinander ins Gespräch kommen“, so der mecklenburgische Propst Dirk Fey.
Ehrenamt ist tragende Säule
Zugleich seien in den Dörfern die Kirchen vielfach auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. „Besonders Kirchbauvereine organisieren Führungen, kümmern sich um Gebäude und Ausstattung, laden zu Konzerten und Begegnungen ein und tragen dazu bei, dass die Kirchen auch künftig Orte für die Dorfgemeinschaft bleiben.“
Ob aufwändige Restaurierungen, historische Ausstattungsstücke oder besondere Bauweisen: Hinter den Mauern der Kirchen gibt es viel zu entdecken. Zugleich erzählen die Gebäude von Glauben, Dorf- und Stadtgeschichte, von Kunst und Handwerk, von Krieg und Frieden und vom Engagement vieler Generationen.
Der Tag lädt dazu ein, Neues zu erleben
Kirchen sind Zeugnisse des Glaubens und der Kultur und zugleich Orte, an denen Geschichte bis heute lebendig ist. Der Denkmaltag lädt dazu ein, diese Orte neu zu entdecken und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich heute für ihren Erhalt und ihre Zukunft engagieren.
Programmauswahl aus Mecklenburg-Vorpommern:
Das Doberaner Münster im Landkreis Rostock lädt von 12 bis 15 Uhr zu einer Führung am und im Beinhaus ein.
Im Ostseebad Warnemünde ist die Kirche von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Gemeinde verbindet den Denkmaltag mit einem Gemeindefest. Kirchenführungen, Turmbesteigungen, Orgelkonzerte, ein Kunst- und Handwerkermarkt sowie ein Kuchenbuffet gehören zum Programm.
In der Landeshauptstadt Schwerin öffnen unter anderem die Schelfkirche St. Nikolai und die St. Paulskirche. In der Schelfkirche informiert ein Vortrag um 14 Uhr über die Geschichte und die bevorstehende Sanierung des Dachstuhls. Wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten soll die Kirche ab 2027 für etwa drei Jahre geschlossen werden.
Die St. Paulskirche ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr beginnt eine Kirchenführung, um 15 Uhr eine Orgelführung. Den Abschluss bildet um 17 Uhr ein Konzert mit Warnfried Altmann (Saxophon), Marvin Dillmann (Didgeridoo) und Daniel Bark (Piano).

Spannend wird es in Groß Tessin. Hier führte ein Kirchsteig über die Grenze vom mecklenburgischen Herrmannshagen bis direkt an das Pfarrhaus.
Die ehemalige DDR stellte Kirchdörfer wie Groß Tessin ins Abseits und Kirchsteige wurden untergepflügt. Das Pfarrhaus wird heute von Familie de Boor denkmalgerecht erhalten.
Bei den Führungen am 13. September um 14, 15.30 und 17 Uhr werden ein freigelegtes Stück des Kirchsteigs, des ehemaligen Backhauses und im Haus gezeigt, wo früher „Leutestube“, „Privat“, „Zimmer der Frau“ und „Zimmer des Herrn“ waren und wo im Winter wieder Hausgottesdienste Menschen zusammenführen. Gemeinsam mit dem Förderverein werden Getränke und Kuchen angeboten, bei gutem Wetter auch Eis. Die Kirche ist geöffnet. Für Kinder gibt es eine Schatzsuche.
In Kreien öffnen Kirche und Heimatstube um 13 Uhr. Rund um die Kirche kann gerätselt, gebastelt und entdeckt werden. Um 14 Uhr gibt es eine Andacht mit anschließender Enthüllung einer Gedenktafel für Erich Voutta, den ehemaligen Friedhofswart und Dorfchronisten. Nach Kaffee, Kuchen und weiteren Angeboten steht um 16.30 Uhr das Konzert „Musikalische Häppchen“ auf dem Programm.
In Wittenburg kann die Stadtkirche St. Bartholomäus von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der um 1230 errichtete Bau zählt zu den ältesten Sakralbauten Mecklenburgs. Zu den besonderen Ausstattungsstücken gehören eine Tauffünte von 1342, ein Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert und eine Orgel von 1848.
Ein besonderer Programmpunkt erwartet Besucher*innen in Putzar. Dort werden Kirche, Schlossruine und Landschaftspark gemeinsam erkundet. Die Führung beginnt am Sonntag, 13. September, um 10 Uhr am Eingang zum Schlosspark und dauert etwa eine Stunde.
In der St.-Johannes-Kirche Schaprode auf Rügen beginnt der Tag um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst zum „Tag des offenen Denkmals“. Bei der anschließenden Kirchenführung geht es um die Geschichte Schaprodes als „Eingangshafen der Christianisierung Rügens“.
In Gingst sind die St.-Jacobi-Kirche und das Kantorhaus von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Unter anderem werden Baustellenführungen angeboten.
Auch in Stralsund steht die St.-Nikolaikirche im Zeichen des Denkmaltags. Der Besuch lässt sich mit einem Altstadt- und Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums „750 Jahre St. Nikolai“ verbinden.

In Greifswald beteiligen sich gleich mehrere große Kirchen. Im Dom St. Nikolai beginnt der Tag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Anschließend ist der Dom von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Zu entdecken sind unter anderem Kirchenschiff, Turm, Kranstube, Turmgefängnis, altes Uhrwerk und das neue Ostfenster. Führungen widmen sich außerdem den Wandmalereien in der Kapelle der Stille, der Empore des Schwedischen Hofgerichts und neu zugeschriebenen Pastorenporträts.
Die St.-Marienkirche Greifswald öffnet nach dem Gottesdienst um 10.15 Uhr bis 17 Uhr. Neben Führungen gibt es eine Kaffeetafel und ein Kuchenbuffet. Um 15 Uhr lädt die Gemeinde gemeinsam mit Chören der Stadt und dem Posaunenchor zu einem offenen Singen ein.
Auch die St.-Jacobikirche Greifswald beteiligt sich. Für Kinder gibt es um 14.30 Uhr ein besonderes Mitmachangebot: Mit zahlreichen Bausteinen können sie in der Kirche selbst bauen und dabei den Kirchenraum spielerisch entdecken.
Aus Schleswig-Holstein:
Im St. Petri-Dom in Schleswig erwartet die Besucher*innen von 14 bis 16.30 Uhr ein Programm ein buntes Programm. Kaputtes Spielzeug kann mitgebracht und unter Anleitung von Restauratoren repariert werden. Es gibt außerdem ein Mitsingen für Groß und Klein mit Kinderliedern, Chorälen und Volksliedern. Am Ende steht um 17 Uhr das Abschlusskonzert des Internationalen Orgelsommers.
Außerdem ist in Schleswig der Bibelgarten geöffnet. Dort kann etwa die Sonderausstellung „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ der Künstlerin Viktoria Pisall besichtigt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dort Kaffee und Kuchen zu essen.
In Lübeckkann man sich die Marienkirche und auch die Pilgerherberge anschauen. Ebenso bietet der Dom zu Lübeck mehrere Führungen zu verschiedenen Themenbereichen an. Um 15 Ihr kann man etwa eine zu den Grabkapellen unternehmen (Treffpunkt: bei der goldenen Löwin). Das Burgkloster in Lübeck ist an diesem Tag ohne Eintritt zu bestaunen.
In der alten Hafenstadt Flensburg machen mehrere Kirchen mit: In der St. Johanniskirche wird es zunächst einen Gottesdienst (10 Uhr) geben. Im Anschluss wird es eine Kirchenführung spreziell für Kinder geben (11.30 Uhr).

Die Kirche St. Nikolai ist nach aufwendiger Sanierung in diesem Jahr wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Zum Programm gehören eine Vernissage und Verkauf von alten Wandmalereien durch den Kirchensanierungsvereins, ein Gottesdienst um 10 Uhr, eine Konzert mit Orgelführung um 12 Uhr und Kirchturmführungen um 13 und um 15 Uhr. Ebenso haben Besucher*innen die Möglichkeit, um 14 Uhr an einer Führung durch die Kirche teilzunehmen.
