Nordische Filmtage Lübeck

Rennen um Kirchlichen Filmpreis Interfilm beginnt

Nordischen Filmtage in Lübeck: Für den besten kirchlichen Film vergibt die Jury in diesem Jahr unter 14 Bewerbern den Titel.
Nordischen Filmtage in Lübeck: Für den besten kirchlichen Film vergibt die Jury in diesem Jahr unter 14 Bewerbern den Titel. © iStock

27. Oktober 2023

Für Cineasten ist es ein Fest: Am 1. November beginnen die 65. Nordischen Filmtage in Lübeck. 180 Filme sind bis zum 5. November zu sehen, zwölf Jury- Preise werden vergeben. Einer davon ist der Kirchliche Filmpreis Interfilm.

Der November ist eine gute Kinozeit: Nicht nur, weil es draußen ungemütlich wird, sondern weil alljährlich ein Festival beginnt, das den Blick auf ganz besondere Produktionen lenkt, die fernab von Hollywood entstanden sind – die Nordischen Filmtage. 

Eine Lübeckerin in der internationalen Jury 

In der Genres-Vielfalt finden sich auch Filme mit kirchlichen Themen. Sie konkurrieren um einen eigenen Preis: den Interfilm. Insgesamt 14 Filme gehen in dieser Kategorie ins Rennen. 

Erstmals in der Jury ist die begeisterte Filmliebhaberin Lübeckerin Ulrike Scholderer. „Seit 19 Jahren bin ich in jedem Jahr mit dabei, habe mir dafür in der Vergangenheit immer Urlaub genommen“, berichtet die 54-Jährige. Gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern wird die Fundraiserin von St. Petri zu Lübeck, den Preisträger für den Interfilm 2023 küren.

Vorliebe für Filme um existenzielle Fragen

„Ganz ehrlich, ich freue mich unheimlich auf diese Aufgabe“, sagt Ulrike Scholderer, die nicht nur Skandinavistik studiert, sondern auch eine Vorliebe für nordische Filme hat. „Ich mag langsam erzählte Produktionen, die sich inhaltlich mit existenziellen Fragen beschäftigen“, berichtet die Neu-Lübeckerin und schwärmt von dieser cineastischen Erzählform, die in skandinavischen Ländern besonders gepflegt werde.

Kirchlichen Filmpreis Interfilm mit Plakat
Ulrike Scholderer ist erstmals in der Jury, die den Kirchlichen Filmpreis Interfilm vergibt. © Bastian Modrow, Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Ulrike Scholderer ist großer Fan von Regisseur Ingmar Bergmann und seinem Werk „Das Siebente Siegel“. Einer ihrer Lieblingsfilme ist „Songs From The Second Floor“ des schwedischen Regisseurs Roy Andersson aus dem Jahr 2000.

Bis 4. November ist noch alles offen

Persönlich freut sich die 54-Jährige besonders auf den finnischen Beitrag „Family Time“. „Ich habe schon einen Trailer gesehen, der sehr vielversprechend war und schon einmal mein Interesse geweckt hat“, verrät Ulrike Scholderer.

Welcher Streifen die Jury überzeugen wird, ist natürlich noch unklar und wird erst am Sonnabend, 4. November, bei der Preisverleihung im Theater Lübeck bekanntgegeben. „Wir lernen uns jetzt als Jury erst einmal kennen, dann werden wir viel Zeit miteinander im Kino verbringen“, sagt Ulrike Scholderer.

Film soll für menschliche Werte sensibilisieren

Neben ihr werden Melanie Pollmeier aus der Schweiz, Mia Lund Rao aus Dänemark und Arnis Šablovskis aus Lettland mit dabei sein. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wird vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg gestiftet.

Gesucht wird der Spielfilm, der sich „durch künstlerische Qualität auszeichnet und ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringt, das mit dem Evangelium in Einklang steht oder die Zuschauer für spirituelle, menschliche oder soziale Fragen und Werte sensibilisiert“. So steht es in der Beschreibung des Kirchlichen Filmpreises Interfilm, der bereits seit 1996 in jedem Jahr vergeben wird.

Hintergrund

Interfilm ist eine Plattform, die den Dialog zwischen Theologie, Kirche und Kino fördern möchte. Gegründet wurde sie 1955 und koordiniert mittlerweile Preisvergaben bei internationalen Filmfestivals wie Venedig oder Berlin.

Das islamkritische Drama „Boy From Heaven“ war Gewinner des Kirchlichen Filmpreises Interfilm 2022 bei den Nordischen Filmtagen Lübeck.

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