Tag 1 der Tagung der Landessynode: Entscheidung über Leitungsstruktur
24. September 2026
Die Synode der Nordkirche berät in Lübeck Travemünde über geistliche Leitung, Kirchengemeinderatswahl, das Wahlergebnis in MV und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Lesen Sie hier unsere Zusammenfassung des ersten Sitzungstages.
Zum Nachlesen: Unsere Pressemitteilungen zur Synodentagung
Präses Anja Fährmann: Mutige Entscheidungen in einer schwierigen Welt
Nordkirche stärkt gemeinsame geistliche Leitung und regionale Präsenz
Die III. Landessynode der Nordkirche ist heute in Lübeck‑Travemünde zu ihrer 5. Tagung zusammengekommen. Gleich zu Beginn gratulierten die Synodalen Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt mit einem gemeinsamen Ständchen ganz herzlich zu ihrem Geburtstag.

Wichtige Entscheidung: Neues Konzept der bischöflichen Dienste
Im Anschluss rückte das Eckpunktepapier zur Neukonzeption der bischöflichen Dienste in den Mittelpunkt. In einer intensiven und verantwortungsvollen Aussprache traf die Synode eine Richtungsentscheidung und eröffnete damit den Weg für eine künftig stärker gemeinsam verantwortete geistliche Leitung – eine Leitung, die regionale Präsenz mit gesamtkirchlicher Verantwortung verbindet.

Präses Anja Fährmann würdigte den Mut der Synodalen, in einer Zeit großer gesellschaftlicher Verunsicherung wichtige Entscheidungen zu treffen. „Wir leben in einer herausfordernden Welt. Gerade jetzt braucht es eine Kirche, die sich ihrer Verantwortung stellt, die hinschaut und mutig entscheidet.“, sagte sie. Die Beratungen des Tages spiegelten diese Haltung wider: zugewandt, ernsthaft und getragen von dem gemeinsamen Willen, die Nordkirche gut in die Zukunft zu führen.
Gottesdienst: Raum für politische Belastungen und aktuelle Herausforderungen
Am Abend feierte die Synode einen Gottesdienst, der erstmals vollständig vom Präsidium gestaltet wurde. Das gewählte Bibelwort aus 2. Korinther 12,9 – „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ – rahmte den Tag geistlich und nahm die Erfahrungen vieler Synodaler auf: die Belastungen der politischen Entwicklungen, die Herausforderungen der kirchlichen Veränderungen und die persönlichen Grenzen, die spürbar werden.

In Liturgie, Musik und Gebet entstand ein Raum, in dem die Kraft Gottes spürbar wurde – eine Kraft, die Menschen aufrichtet, miteinander verbindet und Hoffnung schenkt.
