25.000 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus
14. September 2026
In Hamburg sind am Sonnabend 25.000 Menschen für Demokratie auf die Straße gegangen. Bischöfin Kirsten Fehrs verdeutlichte, dass die Würde für alle Menschen gelte.
Unsere Themenseite: Demokratie stärken und als Kirche Haltung zeigen
Nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sind am Sonnabend in Hamburg 25.0000 Menschen unter dem Motto „Zeit zum Handeln - Freiheit muss verteidigt werden“ gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Die von Prüf-Hamburg organisierte Kundgebung habe ein Prüfverfahren zum Ziel, teilten die Organisatoren mit.
Neben Musiker Axel Bosse hat auch die Hamburger Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs an der Demonstration teilgenommen. „Es entsetzt mich zutiefst, dass tatsächlich so etwas wieder möglich ist. In unserem Land mit dieser Geschichte.“
In ihrer Rede stellte Fehrs das Fundament des deutschen Staates in den Mittelpunkt:
Die Würde des Menschen ist unantastbar - es ist der erste Satz unseres Grundgesetzes und er gehört immer wieder gesagt. Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck
Diese Würde gelte für alle Menschen, „ausnahmslos“. Fehrs warnte vor gesellschaftlicher Kälte, die ein Sieg von Rechtsextremisten mit sich bringe. „Auch das ist ein Klimawandel, den wir aufhalten müssen.“
Ja zu Demokratie
„Für die Kirche sage ich glasklar: völkisch-nationales Denken ist mit christlichem Glauben nicht vereinbar.“ Zum Abschluss forderte Fehrs die Zivilgesellschaft auf, entschlossen zusammenzustehen und Haltung zu zeigen. „Nein zu Ausgrenzung und Hass. Und ein klares Ja zu Demokratie und Grundgesetz.“
Die „Prüf“-Initiative, die zu den Demonstrationen aufgerufen hatte, sprach von insgesamt 130.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in mehr als 20 Städten. Proteste gab es demnach unter anderem in Berlin, Düsseldorf, Magdeburg und München.
