Klimastreik

Aufruf: Klimastreik für Verkehrswende am Freitag

© Annelie Haack / Nordkirche

28. Februar 2024 von Claudia Ebeling

Landesbischöfin und EKD-Beauftragte für Schöpfungsverantwortung Kristina Kühnbaum-Schmidt ruft zur Beteiligung am bundesweiten Klimastreik am kommenden Freitag auf. Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr, Fahrgäste und Klimabewegte gehen gemeinsam für eine klimafreundliche Mobilität und für gute Arbeit auf die Straße.

"#wirfahrenzusammen" lautet das Motto des nächsten bundesweiten Klimastreiks, zu dem Fridays for Future aufrufen. Denn: Gute Arbeit im öffentlichen Nahverkehr und eine klimafreundliche Mobilität gehen alle etwas an.

Öffentlicher Personennahverkehr ist grundlegend für Verkehrswende

„Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zentral dafür, dass möglichst viele Menschen klimafreundlich unterwegs sind - und sich das auch leisten können!“, erklärte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung der Evangelischen Kirche Deutschland ist.

Der ÖPNV müsse bis 2030 verdoppelt werden, damit eine zukunftsorientierte, sozial-ökologische Verkehrswende gelingt, so die Landesbischöfin. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr und massive Investitionen in den ÖPNV-Ausbau. 

Hintergrund: Ziel des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche

Bis 2035 will die Nordkirche treibhausgasneutral sein. Rund 25% der Emissionen stammen aus der Art der Fortbewegung, das sind vor allem Arbeitswege. Ziel ist es, bis 2027 diese Emissionen um bis zu 30 Prozent zu senken.

Klimaschonende Mobilität lautet das Gebot der Stunde, zum Beispiel durch mehr Lastenfahrräder, Pedelecs, Mitfahrbänke, Fahrgemeinschaften, Elektromobilität und nicht zuletzt durch die Nutzung des ÖP(N)V.

So klappt es schon: Ladesäulen und Carsharing

Viel Fläche, wenig Nahverkehrsangebote: Ganz einfach ist es nicht, sich im ländlichen Raum ohne herkömmlichen PKW zu bewegen. Doch mehrere Kirchengemeinden haben gute Konzepte entwickelt, wie klimafreundliche Mobilität trotzdem gelingen kann.

Die Kirche in Kappeln ist mutig vorangegangen: Gemeinsam mit der Stadt hat sie auf dem Großparkplatz im Zentrum eine Station für Elektroautos plus Ladesäule installiert. Zudem wurden zwei E-Autos angeschafft, die sowohl Kappelner Bürger und auch die rund 20 Mitarbeitenden aus dem Regionalzentrum und der Gemeinde nutzen können.

Pastor Lars Wüstefeld mit E-Auto
Pastor Lars Wüstefeld startet das Nachbarschaftsauto. © Anja Ahrens, Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Und im Kirchenkreis Dithmarschen gibt es schon seit vielen Jahren die "Himmlische Energie": An zahlreichen Gemeinden sind öffentlich zugängliche Ladessäulen mit zertifiziertem Öko-Strom. Zusätzlich wurden für die Mitarbeitenden im Kirchenkreis E-Autos angeschafft.

Besondere Verantwortung des Menschen 

„In der biblischen Schöpfungsgeschichte werden wir Menschen als Ebenbild Gottes beschrieben“, betonte die Landesbischöfin.

Daraus erwächst im Verhältnis zu seinen Mitmenschen und den weiteren Mitgeschöpfen eine besondere Verantwortung für das Leben auf unserer Erde und unser Zusammenleben.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt unterstützt die Forderungen von Churches for Future und demonstriert in Schwerin fürs Klima.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt unterstützt die Forderungen von Churches for Future und demonstriert in Schwerin fürs Klima. © Nordkirche

Soziale Teilhabe und ökologische Gerechtigkeit 

Kühnbaum-Schmidt sagte weiter: „Deshalb setzten wir uns als evangelische Kirche ein – für soziale Teilhabe und ökologische Gerechtigkeit. Dazu braucht es eine klimafreundliche Mobilität für alle und gute Arbeit für die Beschäftigten im ÖPNV! Dafür steht der bundesweite Klimastreik am 1. März. Und wir sind als Kirche mit dabei!“

Hintergrund: Churches for Future

Die ökumenische Initiative “Churches for Future”, solidarisiert sich mit den Zielen von “Fridays for Future” und rufen alle Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen zum Engagement auf!

Aufgabe und Motivation ist es Verantwortung für Lebensräume zu übernehmen, die Kirche und die Gesellschaft zu verändern und Solidarität zur Mitwelt und den Mitmenschen.

Klima-Andacht von Churches for Future vor der Hauptkirche St. Katharinen vor dem Start der Klima-Demo im September 2021
Einstimmen auf die Klima-Demo: Das ökumenische Bündnis "Churches for Future"-Hamburg lädt im Vorfeld zu Klima-Andachten ein. Hier vor der Hauptkirche St. Katharinen im September 2021.© Claudia Ebeling, Kommunikationswerk

 

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