Extremismus begegnen – eine Anleitung für den Alltag
11. Februar 2026
Unter dem Motto „Von alleine geht das nicht weg“ lädt die Lutherkirche Lübeck am 20. Februar zu einem Workshop zum Umgang mit Rechtsextremismus ein. Er richtet sich an alle politisch interessierte Menschen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Wie schützen wir uns gegen verbale Angriffe rechter Gruppierungen? Wie funktioniert „rechtsextremes Denken“ und wie lässt sich dagegen argumentieren?
Richtig reagieren im Alltag
In einem mehrstündigen Workshop bietet die Gedenkstätte Lutherkirche am 20. Februar diesen Themen Raum. Dazu geben mehrere Referenten fachlichen Input und regen mit Übungen dazu an, wie man Extremismus im Alltag begegnen kann.
„Die verbalen Angriffe rechter Gruppierungen nehmen zu, insofern wird es immer wichtiger, sie zu erkennen und reagieren zu können. Die Teilnehmenden sollen dazu befähigt werden“, so Joachim Nolte, Beauftragter von Kirche gegen Rechtsextremismus.
Rassismus entgegentreten – auch in der Kirche
Dazu werden die Referenten extreme Denkweisen aufzeigen, stellt Christian Rathmer, Leiter der Gedenkstätte Lutherkirche, in Aussicht. „Sie werden aber auch aufzeigen, wie wichtig Toleranz und Zugewandtheit für ein fruchtbares und friedliches Miteinander in der Gesellschaft sind und was von Seiten der Kirche und der Grundlagen des christlichen Glaubens dazu zu sagen ist“, ergänzt er.
In den Vorträgen wird es auch um die Zusammenhänge zwischen Theologie und Rechtsextremismus gehen, um rassistische Ausgrenzung innerhalb der Kirche und die Frage, wie eine interkulturelle Kirche entstehen kann.
So widerspreche ich menschenverachtenden Aussagen
Desweiteren wird es auch um die politische Lage heute und damals gehen. So wird den Teilnehmenden vermittelt, wie Menschenrechte, Freiheit und Frieden in früheren Zeiten bedroht wurden – und welche Handlungsoptionen wir heute haben.
Den Übungsteil leitet der Politikwissenschaftler Paul Steffen an. Darin soll es darum gehen, wie man auf aggressive und menschenverachtende Aussagen angemessen und wirkungsvoll reagieren kann. „Das ist quasi eine praktische Übung für eine gute und konstruktive Streitkultur”, so Joachim Nolte.
Weitere Referenten sind: Dr. Sönke Lorberg-Fehring, Referent für den Christlich-Islamischen Dialog am Ökumenewerk und Islambeauftragter der Nordkirche sowie Nicolas A. S. Moumouni, Referent für interkulturelle Kirchenentwicklung in der Nordkirche.
