Workshop

Extremismus begegnen – eine Anleitung für den Alltag

Joachim Nolte (Kirche gegen Rechtsextremismus) und Chistian Rathmer (Gedenkstätte Lutherkirche) laden herzlich zu einem Workshop ein, der darauf vorbereitet, wie man rechtsextremen Positionen begegnen kann.
Joachim Nolte (Kirche gegen Rechtsextremismus) und Chistian Rathmer (Gedenkstätte Lutherkirche) laden herzlich zu einem Workshop ein, der darauf vorbereitet, wie man rechtsextremen Positionen begegnen kann. © Annkathrin Bornholdt, Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

11. Februar 2026

Unter dem Motto „Von alleine geht das nicht weg“ lädt die Lutherkirche Lübeck am 20. Februar zu einem Workshop zum Umgang mit Rechtsextremismus ein. Er richtet sich an alle politisch interessierte Menschen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Wie schützen wir uns gegen verbale Angriffe rechter Gruppierungen? Wie funktioniert „rechtsextremes Denken“ und wie lässt sich dagegen argumentieren?

Richtig reagieren im Alltag

In einem mehrstündigen Workshop bietet die Gedenkstätte Lutherkirche am 20. Februar diesen Themen Raum. Dazu geben mehrere Referenten  fachlichen Input und regen mit Übungen dazu an, wie man Extremismus im Alltag begegnen kann.

„Die verbalen Angriffe rechter Gruppierungen nehmen zu, insofern wird es immer wichtiger, sie zu erkennen und reagieren zu können. Die Teilnehmenden sollen dazu befähigt werden“, so Joachim Nolte, Beauftragter von Kirche gegen Rechtsextremismus

Rassismus entgegentreten – auch in der Kirche 

Dazu werden die Referenten extreme Denkweisen aufzeigen, stellt Christian Rathmer, Leiter der Gedenkstätte Lutherkirche, in Aussicht. „Sie werden aber auch aufzeigen, wie wichtig Toleranz und Zugewandtheit für ein fruchtbares und friedliches Miteinander in der Gesellschaft sind und was von Seiten der Kirche und der Grundlagen des christlichen Glaubens dazu zu sagen ist“, ergänzt er. 

Termin und Anmeldung

  • Ort: Lutherkirche, Moislinger Allee 96, Lübeck
  • Zeit: 20. Februar 2026, 14 bis 18 Uhr
  • Anmeldung: Gedenkstätte Lutherkirche, Christian Rathmer, Telefon: 0451/49057800 oder per E-Mail: info@gedenkstaette-lutherkirche.de

In den Vorträgen wird es auch um die Zusammenhänge zwischen Theologie und Rechtsextremismus gehen, um rassistische Ausgrenzung innerhalb der Kirche und die Frage, wie eine interkulturelle Kirche entstehen kann.

So widerspreche ich menschenverachtenden Aussagen

Desweiteren wird es auch um die politische Lage heute und damals gehen. So wird den Teilnehmenden vermittelt, wie Menschenrechte, Freiheit und Frieden in früheren Zeiten bedroht wurden – und welche Handlungsoptionen wir heute haben. 

Den Übungsteil leitet der Politikwissenschaftler Paul Steffen an. Darin soll es darum gehen, wie man auf aggressive und menschenverachtende Aussagen angemessen und wirkungsvoll reagieren kann. „Das ist quasi eine praktische Übung für eine gute und konstruktive Streitkultur”, so Joachim Nolte. 

Weitere Referenten sind: Dr. Sönke Lorberg-Fehring, Referent für den Christlich-Islamischen Dialog am Ökumenewerk und Islambeauftragter der Nordkirche sowie Nicolas A. S. Moumouni, Referent für interkulturelle Kirchenentwicklung in der Nordkirche. 

Hintergrund

Im September 2024 hat die Synode des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg den Grundsatzbeschluss gefasst, „Demokratiefeindlichkeit und rechten Gruppen entschieden entgegenzutreten.“ 

Auch bei der Februartagung der Landessynode wird es darum gehen, wie unsere Kirche Rechtsextremismus begegnen kann. Die Synodalen werden dazu an einem Workshop des Regionalen Beratungszentrums gegen Rechtsextremismus Lübeck (RBT) der AWO teilnehmen. 

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