Backsteingotik

Jubiläum: Der Schweriner Dom wird 850 Jahre

Der Schweriner Dom zählt zu den ältesten und größten Bauten der Backsteingotik.
Der Schweriner Dom zählt zu den ältesten und größten Bauten der Backsteingotik.© DR pics, AdobeStock

20. Januar 2021 von Christian Meyer

Mit einem vielfältigen Programm soll in diesem Jahr das Jubiläum "850 Jahre Dom zu Schwerin" gefeiert werden. Das imposante Gebäude im Herzen der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den ältesten und größten Bauten der Backsteingotik und misst zudem den höchsten Kirchturm im Osten Deutschlands.

Die romanische Vorgängerkirche des heutigen Doms war im September 1171 geweiht worden. Heinrich der Löwe stiftete den ersten Sakralbau. Elemente an der Paradiespforte des dann um 1270 neu gebauten Domes zeugen noch davon. 

Dass die Mauern der damaligen Schweriner Bistumskirche bis "zu uns heute überdauert haben", ist für Domprediger Volker Mischok, "auch ein Sinnbild für das über Jahrhunderte gelebte Christentum in dieser Stadt".

Festprogramm mit Hygienekonzept

Die Domgemeinde, die gut 2000 Mitglieder zählt, hat mit Partnern aus der Stadt und dem Land ein umfangreiches Festprogramm erstellt, das bis Oktober Einwohner und Gäste einlädt. Für die Veranstaltungen wurden coronabedingt Hygienekonzepte und auch die geltenden Abstandsregeln bedacht. Die Veranstalter hoffen, "dass trotz der Pandemie möglichst vieles stattfinden kann".

Predigtreihe und Dom-Entdecker-Touren

So soll eine Predigtreihe zu den Ausstattungsstücken des Domes geben, wie beispielsweise zu den Altären, zur 150 Jahre alten Ladegastorgel, zum Triumphkreuz oder zur Tauffünte. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es die Dom-Entdecker-Touren und auch regelmäßige Führungen für alle Besucher.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt auf der Kanzel im Schweriner Dom.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt© Marcelo Hernandez, Nordkirche

Festgottesdienst mit der Landesbischöfin

Eine ganze Reihe von Gottesdiensten, Andachten und Orgelkonzerten widmet sich dem Jubiläum. Dazu zählen die "Nacht der Chöre" am 4. Juli und die "Orgelnacht zur Orgelweihe vor 150 Jahren" am 3. September mit ehemaligen Schülern der Domkantoren. Am 12. September – dem Sonntag nach dem Tag der Domweihe vor 850 Jahren – ist ein Festgottesdienst mit Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt geplant. Zugleich findet der diesjährige Stadtkirchentag statt.

Das Triumphkreuz im Schweriner Dom.
Das Triumphkreuz im Schweriner Dom.© elkm-Archiv/C. Meyer

Zudem werden in der Reihe "Zeitlese" Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff, der EKD-Kulturbeauftragte Johann Hinrich Claussen sowie der Autor und Herausgeber Sebastian Kleinschmidt ihre Sicht auf "Kirche heute" darlegen. Das Schweriner Tanztheater "Lysistrate" wird ebenso zu Gast im Dom sein wie das Filmkunstfest MV. Das Staatliche Museum plant zusammen mit der Domgemeinde eine umfangreiche Ausstellung zum Thema "Herzenwerkstatt" im Dom.

Ganz persönliche Blicke auf den Dom seien bei einem ausgelobten Mal- und Fotowettbewerb gefragt. Zudem könnten Sammler gegen eine Spende einen Briefmarkensatz mit Motiven des Domes und der Orgel im Dom erwerben, ergänzt Mischok.

Zur Geschichte des Doms

Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen, stiftete den ersten, romanischen Sakralbau. Im Jahr 1270 war der Grundstein für den heutigen, gotischen Dom gelegt worden. Fast 150 Jahre später war der imposante, gut 105 Meter lange Bau fertig, dessen heutiger – erst nach 1889 gebaute – Turm, stolze 117,5 Meter in den Himmel ragt.

Um 1370 war der Schweriner Dom einer der bedeutendsten Pilgerorte im Norden des Reiches. Zahllose Pilger kamen, um die in einen Halbedelstein eingeschlossene Reliquie eines Blutstropfens Christi zu verehren.

 

 

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