Kulturhimmel

Nordkirchen-Wettbewerb zum Thema "Aushalten" startet

Aushalten, was man nicht ändern kann: Wie geht das? Wie schafft man das? Die Nordkirche hat dazu einen Kunstwettbewerb ausgerufen. Teilnehmen kann man noch bis zum 31. Dezember 2021.
Aushalten, was man nicht ändern kann: Wie geht das? Wie schafft man das? Die Nordkirche hat dazu einen Kunstwettbewerb ausgerufen. Teilnehmen kann man noch bis zum 31. Dezember 2021. © Pat, Unsplash

19. Oktober 2021 von Julia Krause

Zum zweiten Mal ruft die Nordkirche einen Kunstwettbewerb aus, der sich mit der Krise befasst. Unter dem Titel "aus-Halten" können Künstler noch bis zum 31. Dezember Beiträge einreichen, die sich mit der Würde des Aushaltens von Spannungen und Konflikten befassen. Aufhänger ist die Corona-Pandemie.

Wenn das Ende nicht absehbar, der Ausgang ungewiss ist, was gibt dann Halt? Was verleiht Haltung? Und was lässt uns aushalten? Diese Fragen stehen im Zentrum des neuen Kunstwettbewerbs des Kulturhimmels der Nordkirche.

Die Würde des Konflikt-Annehmens

"Die Corona-Pandemie zeigt, dass es Situationen gibt, in denen Aktionismus und Selbstoptimierung ins Leere laufen. In denen das aus-Halten eine eigene Würde erhält", heißt es dazu in der Ankündigung.

Die Jury

Bewertet werden die eingereichten Kunstwerke von einer Jury aus Tilmann Jeremias (Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern),  Frauke Lietz (Bund Bildender Künstler, Projektleitung Mentoring Kunst), Matthias Wünsche (Studienleiter für Kirchenpädagogik und Kunst und Kirche der Nordkirche), Anna Luise Klafs (Studienleiterin für Kunst und Kirche der Nordkirche), Ruzika Zajec (Künstlerin). Moderatorin ist Maria Pulkenat (Leiterin der Erwachsenenbildung im Zentrum Kirchlicher Dienste im Kirchenkreis Rostock).

Mit der Pandemie wurde das Aushalten bestimmter Dinge unausweichlich und doch zu einer riesige Herausforderung, verdeutlicht Luise Klafs, Studienleiterin für Kunst und Kirche der Nordkirche und Initiatorin der Aktion: Der Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling, das Nicht-Abschiednehmen-Können von Sterbenden, die völlige Ungewissheit, wie es weitergeht, seien da nur einige Beispiele. "Sie alle lassen sich in dem kleinen Wort aushalten greifen", so Klafs.

Was gibt uns Halt?

Wichtig sei ihr und den Jurymitgliedern des Wettbewerbs dabei, dass und wie die Spannung und der Konflikt angenommen werden. Was gibt in Krisensituationen Halt? "Genau deswegen ist dieses Wort im Titel auch groß geschrieben", so Klafs. Möglicherweise könne der Glaube eine Rolle spielen, müsse er jedoch nicht.

"Jeder hat unterschiedliche Zugänge zu diesem Thema. Wir wollen die Antwort bewusst offen lassen. Für den einen ist es ein Mensch, ein Gespräch - oder etwas ganz anderes, das Halt gibt", erläutert die Künsterin Klafs.

Luise Klafs, Studienleiterin für Kunst und Kirche in der Nordkirche.
Luise Klafs, Studienleiterin für Kunst und Kirche in der Nordkirche.© Simone Viere

Preisgelder in Höhe von je 1000 Euro

Auch muss nicht ausschließlich die Corona-Pandemie im Mittelpunkt der Arbeiten stehen. Es können auch die Erfahrungen anderer Krisen in den Werken verarbeitet werden.

Eingereicht werden können Sie noch bis zum 31. Dezember in digitaler Form (etwa als Bild, Video oder Text) per Mail an info@kulturhimmel.de. Die fünfköpfige Jury der Nordkirche prämiert dann insgesamt drei Beiträge, die mit je 1000 Euro prämiert werden. Die Preisverleihung findet im März 2022 statt.

Teilnahme-Bedingungen

Bewertet werden Beiträge aus den Sparten Bildende Kunst und Darstellende Kunst (Theater, Tanz, Medienkunst und Konzeptkunst) von Künstlerinnen und Künstlern, die ihren aktuellen Wohnort auf dem Gebiet der Nordkirche, also in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg, haben. Explizit werden auch Beiträge von Künstlerkollektiven entgegengenommen.

Das Format ist frei, die Länge der digital vorgestellten Idee darf 10 Minuten nicht überschreiten. Video ist eines der möglichen Formate und kann dabei sowohl als eigene Kunstform als auch als Mittel genutzt werden, um andere Kunstformen mit Hilfe des Videos in Szene zu setzen. Es kann jedoch auch ein Foto, eine Audiodatei, ein Text oder ähnliches sein – solange es nur digital ist.

Jede und jeder kann nur einen Beitrag einreichen. Erwünscht sind Werke, die nicht schon in anderen Kontexten zu sehen waren.

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