Schöpfung

Ökumenische Schöpfungszeit endet: Aufruf zu Lob und Umkehr

An vielen Orten wird Erntedank gefeiert und auch die gerade zu Ende gegangene Ökumenische Schöpfungszeit hat an die Fülle der Natur und die Notwendigkeit, sie zu bewahren, erinnert.
An vielen Orten wird Erntedank gefeiert und auch die gerade zu Ende gegangene Ökumenische Schöpfungszeit hat an die Fülle der Natur und die Notwendigkeit, sie zu bewahren, erinnert.© Gabi Moisa / Fotolia

04. Oktober 2023 von Claudia Ebeling

Einen Monat lang haben Kirchen in ganz Europa die Ökumenische Schöpfungszeit gefeiert. Im Mittelpunkt standen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und praktische Hinweise für konkrete Schritte zum Schutz der bedrohten Schöpfung.

Die europäischen Kirchen haben sich in der "Charta Oecumenica" verpflichtet, "einen ökumenischen Tag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen".

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland hat diese Selbstverpflichtung seit 2010 jedes Jahr umgesetzt. In diesem Jahr lautete das Motto: ""Damit ihr das Leben in Fülle habt (Joh. 10,10)".

Hintergrund: Charta Oecumenica

Vor 20 Jahren hatten 16 Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland die 12 Selbstverpflichtungen im Rahmen des Ersten Ökumenischen Kirchentages in Berlin angenommen und unterzeichnet. Sie bekennen sich darin für eine wachsende Zusammenarbeit der Kirchen in Europa.

Der Text der Charta Oecumenica war zwei Jahre zuvor anlässlich der Europäischen Ökumenischen Begegnung in Straßburg von den Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) als „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa“ am 22. April 2001 unterzeichnet worden.

"Ein Jahrtausendereignis" betonte die Ökumenebeauftragte der Nordkirche, Annette Reimers-Avenarius, vor der Landessynode Ende September. Und sie habe heute nichts von ihrer Aktualität verloren. "Klimakrise, Migration, Populismus seien damals gar nicht auf der Agenda gewesen", erinnert sei. Deswegen werde der Text derzeit bis 2025 revidiert.

Aufruf: Wert der Schöpfung bewusst machen

Der Vorsitzende der ACK, Erzpriester Radu Constantin Miron, schrieb dazu, dass die Besinnung auf die Schöpfung eine Rückkehr zur eigenen inneren Fülle sein kann. Ein Waldspaziergang biete beispielweise nicht nur Ruhe, sondern auch einen Perspektivwechsel und könne einem bewusst machen, wie wertvoll die Schöpfung Gottes ist.

Erntedank in vielen Orten unserer Kirche

Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung wird auch durch Erntedank Anfang Oktober gefeiert. Es ist eine besondere Zeit, in der sich die Natur wandelt und dadurch besonders sichtbar macht, was sich zu schützen lohnt. Gottesdienste, Festumzüge, geschmückte Altäre, Märkte und Musik gibt und gab es überall in der Nordkirche.

Projekt des Frauenwerk zur Biodiversität

Zur Bewahrung der Schöpung gehört auch der Schutz der Artenvielfalt. Ein Projekt des Frauenwerks der Nordkirche ruft dazu auf, diese vor der eigenen Haustür kennen zu lernen und zu schützen:

Der Verlust der Vielfalt der Arten vollzieht sich schleichend und ist nicht direkt spürbar. Eine Million der geschätzten acht Millionen Arten ist vom Aussterben bedroht, Lebensräume werden vernichtet. Biodiversität ist lebensnotwendig für unsere physische und psychische Gesundheit.

Das Frauenwerk lädt deswegen zu Workshops und Exkursionen ein und bietet Tipps an, die selber umgesetzt werden können.

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