Pfingsten: Darum feiern wir es!

Pfingsten für Anfänger und Angeber: Unsere F&Qs zum Fest

Tauben kommen in der Bibel zahlreich vor. In der Pfingstgeschichte steht sie jedoch nicht in erster Linie für Versöhnung, sondern für die Gestalt des Heiligen Geistes.
Tauben kommen in der Bibel zahlreich vor. In der Pfingstgeschichte steht sie jedoch nicht in erster Linie für Versöhnung, sondern für die Gestalt des Heiligen Geistes. © Sibel Tuna, iStock

19. Mai 2026 von Julia Krause

Pfingsten... was war das noch mal? "Dieses, na, dings". Für alle, deren Erklärung so oder so ähnlich lautet, haben wir hier noch mal die Basics auf einen Blick. Falls euch jemand beim Grillabend oder dem Picknick fragt: Nach der Lektüre seid ihr Quizmaster-mäßig vorbereitet.

Es ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach: In den Mai fallen gleich mehrere Feiertage. Zwei Feste haben einen kirchlichen Ursprung, nämlich Himmelfahrt und Pfingsten. Allerdings werden sie manchmal verwechselt. 

Falls beim Familienpicknick also wieder irgendein Onkel auf die Idee kommt, eurer Wissen testen zu wollen, haben wir hier was für euch: 

Pfingsten oder Himmelfahrt: Was kommt zuerst? 

Himmelfahrt. Dieses Fest ist immer am 40. Tag nach Ostern. Gefeiert wird, dass Jesus "in den Himmel auffährt", so steht es in der Bibel. Denn: Nach seinem Tod am Kreuz ist er wieder auferstanden (Ostern) und wandelte noch 40 Tage in Menschengestalt auf der Erde. An Himmelfahrt aber verlässt er das Diesseits. Er ist fortan nicht mehr körperlich anwesend, sondern nimmt nach christlichem Glauben an der Seite Gottes im Himmel Platz. 

Und was feiern wir an Pfingsten?

Wir feiern, dass der Heilige Geist den Anhängern Jesu die Kraft gegeben hat, ihren Glauben weiterzutragen.

Die Bibel erzählt von einem gewaltiges Brausen, dass die Jünger wie einen Sturm erfasste. Im Anschluss waren sie fähig, in allen Sprachen der Welt zu reden. So werden sie zu Glaubensverkündigern, die die christliche Botschaft verbreiten: Rund um die Welt entstehen neue christliche Gemeinden.

Deshalb spricht man auch vom Pfingstfest auch als "Geburtstag der christlichen Kirche".

Was hat das mit Jesus zu tun? 

Jesus ist in dieser Geschichte nicht direkt beteiligt. Aber es geht um sein Vermächtnis: Pfingsten bedeutet auch, dass seine Taten und Überzeugungen noch mehr als zweitausend Jahre später überliefert sind und uns Halt und Zuversicht geben. 

Warum ist Pfingsten an zwei Tagen?

Pfingsten gehört zu den höchsten kirchlichen Feiertagen. Um dies zu betonen, wird es nicht nur an einem Tag gefeiert, sondern gleich an zweien. So wie Weihnachten und Ostern auch. 

Und warum ist es nicht jedes Jahr am gleichen Datum?  

Pfingsten ist immer 50 Tage nach Ostern. Und da Ostern vom Mondzyklus abhängig ist  – es fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn –, variiert der Pfingsttermin. Festgelegt wurde dies übrigens schon im 4. Jahrhundert durch die Bischöfe im Konzil von Nicäa (falls dein Onkel fragt).

Und noch etwas Wissenswertes zum Angeben: Der Name Pfingsten verweist auf das altgriechische Wort "pentecoste", was "fünfzigster Tag" bedeutet. Auch das ist also ein Hinweis auf die Position des Festes im Kalender. 

Gibt es spezielle Pfingstbräuche und -Symbole?

Ja. Vor allem die Taube ist ein beliebstes Pfingstsymbol. Denn laut mehrerer biblischer Überlieferungen soll der Heilige Geist "wie eine Taube" vom Himmel auf die Jünger hinabgefahren sein, um ihnen die Kraft der Verkündigung zu geben. Ebenso spielt das Feuer eine große Rolle: Es symbolisiert die Erleuchtung der Jünger, weswegen in vielen Gemeinden bis heute Pfingstfeuer entzündet werden. 

Traditionell bietet sich das Pfingstfest auch für Taufen an: Es ist nicht nur wegen des langen Wochenendes beliebt, sondern vor allem wegen seiner Symbolkraft. Denn jeder Täufling bedeutet, dass die Gemeinschaft der Gläubigen wächst, die Botschaft Jesu also immer noch präsent ist und weiter in die Welt getragen wird. 

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